Internationaler Frauentag: Der lange Weg zur Gleichberechtigung | Presse | DW | 09.03.2020
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Presse

Internationaler Frauentag: Der lange Weg zur Gleichberechtigung

Seit mehr als 100 Jahren demonstrieren Frauen auf der ganzen Welt jährlich am 8. März für mehr Rechte und Freiheit. Die DW bietet vor und am Weltfrauentag ein abwechslungsreiches Programm in vielen Sprachen. 

USA Ansprache zur Lage der Union in Washington - Kongressfrauen in weiß (AFP/S. Loeb)

US-Kongressabgeordnete im Februar 2019 in Washington D.C.

DW-Korrespondentin Nicole Frölich hat in Kolumbien ein Interview mit der Autorin Margaret Atwood, Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, über ihr Werk geführt. Der englischsprachige Beitrag läuft ab Freitagabend bei Arts and Culture.

Ein englischsprachiges Video auf der Facebook-Seite von DW Women stellt Haifaa Al Mansour vor, Saudi-Arabiens erste weibliche Filmproduzentin. 

DW Kultur porträtiert die pakistanische Produzentin, Regisseurin und Kamerafrau Anam Abbas, die gegen die Unterdrückung von Frauen in ihrem Heimatland Pakistan kämpft. 

DW-Moderatorin Rachel Stewart hat sich zum Thema Gleichberechtigung in Deutschland schlau gemacht, zu sehen auf Englisch bei Meet the Germans

Stella Tushabe ist Ruandas erste weibliche Saxophonistin und macht anderen Frauen Mut, sich in der männlich dominierten Musikbranche Afrikas zu behaupten. Ein englischsprachiger Beitrag von The 77 Percent.

Am Samstag erscheint eine Reportage zu einer von Frauen geführten Gastronomie in Marokko: „Frauenrestaurant in Marrakesch: Selbstbestimmt leben ohne Mann“. 

Die Sportredaktion plant einen Beitrag zum Thema „Frauen im Abenteuersport – Schwierigkeiten der Frauen in der Männerdomäne“. 

Geschichte des Internationalen Frauentags 

Clara Zetkin (picture-alliance / dpa)

Clara Zetkin

Seinen Anfang nahm der Weltfrauentag, als sich vor über 100 Jahren Frauen in Deutschland und den USA zusammenschlossen, um für ihr Wahlrecht zu kämpfen. Insbesondere die deutsche Frauenrechtlerin und Sozialistin Clara Zetkin setzte sich dabei für die Einführung eines Internationalen Frauentages ein. Zetkin wurde zur Schlüsselfigur im Kampf gegen die Ungleichbehandlung von Mann und Frau. Im März 1911 fand der erste Weltfrauentag statt. 

100 Jahre Frauenwahlrecht - Frauen wählen zum ersten Mal (picture-alliance/dpa/dsD/Friedrich-Ebert-Stiftung)

In Deutschland trat 1918 das Frauenwahlrecht in Kraft.

Weitere Informationen auf der Webseite des International Women’s Day

Weltweit gibt es viele positive Beispiele für Fortschritte im Streben nach mehr Gleichberechtigung: So wurde in dieser Woche in Chile das „Gabriela-Gesetz“ verabschiedet, wonach Femizide nun mit bis zu 40 Jahren Gefängnis bestraft werden. Das Gesetz wurde nach Gabriela Alcaino benannt, die im Jahr 2008 von ihrem Partner ermordet wurde. 

Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die Reform des Abtreibungsgesetzes in Neuseeland. Frauen haben künftig das Recht, bis zur 20. Schwangerschaftswoche einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen, ohne sich vorher eine physische oder psychische Notwendigkeit bescheinigen zu lassen. 

„Each for Equal“

Frauengruppen, Gewerkschaften, NGOs und Verbände organisieren weltweit am 8. März Veranstaltungen. Der diesjährige Frauentag steht unter dem Motto „Each for Equal“ (Jede(r) für Gleichheit). Thematisiert werden die noch bestehenden Benachteiligungen von Frauen, wie zum Beispiel in Bezug auf Arbeitslöhne, Bildungsanspruch oder körperliche Selbstbestimmung. Auch Gewalt gegen Frauen, vor allem in Form von Femiziden, ist noch immer ein großes Thema.