DW Akademie in Guatemala | Lateinamerika | DW | 29.05.2018
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Lateinamerika

DW Akademie in Guatemala

Die DW Akademie unterstützt in Guatemala diejenigen, die das Land verändern wollen – durch Informationen.

Guatemala ist in Lateinamerika eines der Länder mit den schärfsten sozialen Unterschieden. Unterernährung ist weit verbreitet, viele Menschen leben ohne Gesundheitsversorgung und für die Kinder fehlen Schulen. Viele staatliche Ressourcen verschwinden durch Korruption. Gleichzeitig erfahren die Menschen nicht, was die Ursachen für diese Probleme sind und welche Rechte sie haben. Jenseits der Hauptstadt sind oftmals nur die Sender eines privaten Fernseh-Monopols zu empfangen. Auch das Radio-Angebot ist stark eingeschränkt: Obwohl in Guatemala über zwanzig Sprachen gesprochen werden, strahlen die Sender ihr Programm fast immer auf Spanisch aus. Wer das nicht versteht, weil er eine andere Muttersprache hat, bleibt ausgeschlossen – von Informationen und vom öffentlichen Leben.

Seit dem Jahr 2015 regt sich massiver Protest gegen diese Verhältnisse. Massenproteste gegen Korruption und Misswirtschaft erschütterten das Land, ein Präsident und eine Vizepräsidentin sind seitdem im Gefängnis. Überall im Land entstanden neue Initiativen, die jetzt von Politik und Verwaltung Informationen einfordern. Jetzt kommt es darauf an, dass diese auch bei den Bürgern ankommen.

Unser Engagement

Die DW Akademie fördert in Guatemala neue und direkte Kommunikationskanäle für diejenigen, die ansonsten keinen Zugang zu unabhängigen Informationen haben. Dabei arbeitet die DW Akademie nicht nur mit Journalisten, sondern auch mit Menschenrechtsaktivisten zusammen. Zum einen unterstützt die DW Akademie mit dem Partner Guatecambia/Congreso Transparente Organisationen der Zivilgesellschaft dabei, relevante Informationen von den Gemeindeverwaltungen anzufordern, sie verständlich aufzubereiten und über Soziale Netzwerke und Bürgerradios zu verbreiten. Wir helfen auch dabei, neue digitale Werkzeuge zu entwickeln, um die Abhängigkeit von traditionellen Medien zu verringern.

Zum anderen beraten wir dort, wo neue Konzepte für Medien entstehen – etwa das Guatemaltekische Institut für Radiobildung (IGER). Dessen Sender Radio Sónica bietet benachteiligten Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Meinung frei zu äußern und besucht mit einem „Mobilen Studio“ Schulhöfe in Problemstadtteilen.

Ebenfalls zu IGER gehört Radio Sayaxché, das fast im gesamten ländlichen Norden Guatemalas zu empfangen ist. Der Sender ist eine Plattform für die Maya-Gemeinden und produziert über Freiwillige ein unabhängiges Programm in der lokalen Sprache Q’echí – dies ist in der Provinz Petén einzigartig.

Mit ihren Partnern führt die DW Akademie außerdem Schulungen zum Thema Sicherheit für Journalisten durch, damit diese ohne Angst berichten können, und engagiert sich in der Ausbildung von Journalisten aus ländlichen Gebieten.

 

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanager: Johannes Metzler

Einsatzorte: Guatemala-Stadt, Sayaxché

Partner vor Ort:  Instituto Guatemalteco de Educación Radiofónica (IGER), Universität Rafael Landívar, Guatecambia/Congreso Transparente, Comunicares, Memorial para la Concordia.

Schwerpunkte: Mitsprache benachteiligter Bevölkerungsgruppen, Gesellschaftliche Teilhabe, partizipative Medienangebote, Aufarbeitung der Vergangenheit.

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