DW Akademie in Guatemala | Lateinamerika | DW | 20.05.2019
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Lateinamerika

DW Akademie in Guatemala

Die DW Akademie unterstützt in Guatemala diejenigen, die das Land verändern wollen – durch Informationen.

Guatemala ist in Lateinamerika eines der Länder mit den schärfsten sozialen Unterschieden. Unterernährung ist weit verbreitet, viele Menschen leben ohne Gesundheitsversorgung und für die Kinder fehlen Schulen. Viele staatliche Ressourcen verschwinden durch Korruption. Gleichzeitig erfahren die Menschen nicht, was die Ursachen für diese Probleme sind und welche Rechte sie haben. Jenseits der Hauptstadt sind oftmals nur die Sender eines privaten Fernseh-Monopols zu empfangen. Auch das Radio-Angebot ist stark eingeschränkt: Obwohl in Guatemala über zwanzig Sprachen gesprochen werden, strahlen die Sender ihr Programm fast immer auf Spanisch aus. Wer das nicht versteht, weil er eine andere Muttersprache hat, bleibt ausgeschlossen – von Informationen und vom öffentlichen Leben. Hier setzen wir an.  

Unser Engagement

Die DW Akademie fördert in Guatemala neue und direkte Kommunikationskanäle für diejenigen, die ansonsten keinen Zugang zu unabhängigen Informationen haben. Dabei arbeitet die DW Akademie nicht nur mit Journalisten, sondern auch mit Menschenrechtsaktivisten. Zum einen unterstützt die DW Akademie mit dem Partner Guatecambia die Zivilgesellschaft dabei, relevante Informationen von den Gemeindeverwaltungen anzufordernund sie verständlich aufzubereiten. Wir helfen auch dabei, neue digitale Werkzeuge zu entwickeln, um die Abhängigkeit von traditionellen Medien zu verringern.

Zum anderen beraten wir dort, wo neue Kommunikationskonzepte für Medien entstehen – etwa das Guatemaltekische Institut für Radiobildung (IGER). Dessen Sender Radio Sónica bietet benachteiligten Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Meinung frei zu äußern und besucht mit einem „Mobilen Studio“ Schulhöfe in Problemstadtteilen. Als Pionier im Bereich Media and Information Literacy (MIL) führt der Sender junge Leute an kritische Mediennutzung heran und arbeitet dabei verstärkt auch mit Lehrern zusammen.

Ebenfalls zu IGER gehört Radio Sayaxché, das fast im gesamten ländlichen Norden Guatemalas zu empfangen ist. Der Sender ist eine Plattform für die Maya-Gemeinden und produziert über Freiwillige ein unabhängiges Programm in der lokalen Sprache Q’echí – dies ist in der Provinz Petén einzigartig und bezieht auch diejenigen ein, die nicht oder nur wenig Spanisch sprechen.

Mit ihren Partnern führt die DW Akademie außerdem Schulungen zum Thema Sicherheit für Journalisten durch, damit diese ohne Angst berichten können, und engagiert sich gemeinsam mit dem Digitalmedium Plaza Pública in der Ausbildung von Journalisten aus ländlichen Gebieten.

 

Mittelgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ländermanager: Johannes Metzler

Einsatzorte: Guatemala-Stadt, Sayaxché

Partner vor Ort:   Instituto Guatemalteco de Educación Radiofónica (IGER), Guatecambia/Congreso Transparente, Memorial para la Concordia, Archivo Histórico de la Policía Nacional (AHPN), Plaza Pública, Comunicares, Universität Rafael Landivar

Schwerpunkte: Zugang zu Information, Recht auf freie Meinungsäußerung, Mitsprache benachteiligter Bevölkerungsgruppen, Gesellschaftliche Teilhabe, partizipative Medienangebote, Aufarbeitung der Vergangenheit.

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