Wo bleibt die zugesagte Hilfe für den Jemen? | Aktuell Welt | DW | 22.08.2019
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Humanitäre Hilfe

Wo bleibt die zugesagte Hilfe für den Jemen?

Nicht einmal die Hälfte der zugesicherten 2,6 Milliarden Dollar für das Bürgerkriegsland sei bislang eingegangen, monieren die Vereinten Nationen - und schlagen Alarm: Zahlreiche Hilfsprogramme seien vom Aus bedroht.

Hunger im Jemen (Reuters/K. Abdullah)

Der Jemen gilt als das ärmste Land auf der arabischen Halbinsel

Binnen zwei Monaten müssten 22 Hilfsprogramme im Jemen ihre Arbeit einstellen, wenn nicht bis dahin die fehlenden Mittel von gut einer Milliarde Dollar eingegangen seien, sagte die UN-Hilfskoordinatorin für den Jemen, Lise Grande.

"Wenn das Geld nicht kommt, sterben Menschen"

Im Februar wurden im Rahmen einer Geberkonferenz insgesamt 2,6 Milliarden Dollar an Hilfen für das Land am Südende der arabischen Halbinsel versprochen. Von dieser Summe sei weniger als die Hälfte eingegangen. "Wir brauchen das zugesagte Geld dringend. Wenn es nicht kommt, sterben Menschen", so Grande. Wenn die Hilfsprogramme eingestellt werden müssten, wären mindestens 2,5 Millionen unterernährte Kinder davon betroffen.

Video ansehen 02:50

Kampf ums Überleben im Jemen

Im Jemen kämpft eine von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz seit 2015 an der Seite von Regierungstruppen gegen schiitische Huthi-Rebellen. Sie wird unter anderem von den USA, Frankreich und Großbritannien unterstützt. Der Krieg hat das Land nach Ansicht von Beobachtern in eine der schlimmsten humanitären Krisen der Gegenwart gestürzt. Zehntausende Menschen sind dem Konflikt zum Opfer gefallen, Millionen sind von einer Hungersnot bedroht.

hk/rb (rtr, afp)

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