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KatastropheVenezuela

Mindestens 160 Tote: Erdbeben erschüttern Venezuela

Veröffentlicht 25. Juni 2026Zuletzt aktualisiert 25. Juni 2026

Zwei Beben innerhalb von wenigen Sekunden: Viele Gebäude in Venezuela sind eingestürzt. Helfer suchen nach Verschütteten. Die Behörden korrigieren die Zahl der Toten nach oben.

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Venezuela Catia La Mar 2026 | Drei Häuser in Schieflage, davor Rettungsmannschaften (25.06.2026)
Von Erdstößen betroffener Straßenzug in Catia La Mar Bild: Federico Parra/AFP

Bei zwei Erdbeben in Venezuela sind ersten Erkenntnissen zufolge mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen und fast 1000 verletzt worden. Das sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez. Die Regierung rief angesichts der "Tragödie" den Notstand aus.

Airport bleibt bis auf weiteres zu

Rettungskräfte suchten in den Trümmern eingestürzter Gebäude nach Verschütteten. Der Zugverkehr in dem südamerikanischen Land wurde eingestellt, der internationale Flughafen der Hauptstadt Caracas wurde wegen Schäden geschlossen.

Die Erdbebenwarte der Vereinigten Staaten, USGS, gab die Stärke der beiden Erdbeben mit 7,2 und 7,5 an. Das erste Beben ereignete sich östlich von San Felipe im Nordwesten des Landes in einer Tiefe von rund 22 Kilometern. Zu dem zweiten Erdstoß kam es wenige Kilometer weiter nördlich in nur rund zehn Kilometern Tiefe.

Wegen der geringen Tiefe dürften die Auswirkungen des zweiten Bebens größer sein. Die Millionenstadt Caracas liegt rund 150 Kilometer östlich vom Epizentrum entfernt.

"Werden für unsere neuen Freunde da sein"

Zahlreiche Länder, darunter auch Deutschland und Frankreich, versprachen Unterstützung zu leisten. Auch US-Präsident Donald Trump sicherte dem südamerikanischen Land schnelle Hilfe zu. Er habe alle US-Behörden angewiesen, sich darauf vorzubereiten, schnell zu helfen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Wir werden für unsere neuen und großartigen Freunde da sein", schrieb Trump - wohl mit Blick auf die Übergangsregierung in Caracas.

Venezuela Caracas 2026 | Rettungskräfte durchsuchen nach dem Erdbeben die Trümmer
Auch viele Freiwillige sind auf der Suche nach Verschütteten im EinsatzBild: Javier Campos/AP Photo/dpa/picture alliance

Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, teilte mit, es stünden 300 Rettungskräfte und Sanitäter sowie 50 Tonnen Hilfsgüter bereit, um in die venezolanische Hauptstadt gebracht zu werden. Der Präsident der Dominikanischen Republik, Luis Abinader, verkündete, spezialisierte Such- und Rettungsteams der Streitkräfte würden am Morgen nach Venezuela aufbrechen. Auch Brasilien, Mexiko, Panama und weitere Staaten signalisierten Hilfsbereitschaft.

Die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin María Corina Machado, die sich derzeit nicht in Venezuela aufhält, schrieb auf ihrem Social-Media-Kanal: "Mein Herz, meine unendliche Umarmung und meine Gebete gelten in diesen Stunden der Not jeder venezolanischen Familie. Mögen Stärke, Ruhe und Solidarität in dieser schwierigen Zeit unter uns herrschen."

Venezuela Caracas 2026 | Rettungskräfte bergen Verletzten aus eingestürztem Gebäude
Bilder der Zerstörung aus Venezuela: Nach zwei heftigen Beben liegen viele Gebäude in TrümmernBild: Manaure Quintero/AFP

In Venezuela leben rund 80 Prozent der Menschen in erdbebenbedrohten Gebieten, starke Beben sind jedoch selten. 1997 kamen bei einem Beben im östlichen Bundesstaat Sucre 73 Menschen ums Leben. 1976 starben fast 300 Menschen als ein Beben die Hauptstadt Caracas erschütterte.

haz/AR (dpa, afp, rtr)

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