News kompakt: Hurrikan macht Jamaika zu Katastrophengebiet
29. Oktober 2025
Leicht abgeschwächt steuert der Hurrikan "Melissa" in der Karibik nun auf Kuba zu. Zuvor war der Wirbelsturm mit der höchsten Kategorie 5 extrem langsam über Jamaika hinweggezogen. Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde richteten dort große Schäden an.
Häuser und Straßen wurden beschädigt, ganze Gebiete überflutet und mehr als 530.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Die jamaikanische Regierung hat die Karibikinsel zum Katastrophengebiet erklärt. "Melissa" ist einer der stärksten Hurrikans, die jemals über dem Atlantik beobachtet wurden.
USA trotz neuer Angriffe weiter zuversichtlich bei Gaza-Waffenruhe
Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, sieht die von ihm initiierte Waffenruhe-Vereinbarung im Gazastreifen nicht in Gefahr. Das machte Trump auf seiner Asien-Reise deutlich. Seine Äußerung erfolgte einen Tag nach einer erneuten Eskalation der Gewalt in dem palästinensischen Küstenstreifen.
Auslöser war eine tödliche Attacke auf israelische Soldaten, für die Israels Regierung die palästinensische Terrororganisation Hamas verantwortlich macht. Die israelische Luftwaffe griff daraufhin mehrere Ziele im Gazastreifen an. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes wurden dabei mehrere Menschen getötet. Die Hamas erklärte, sie sei nicht für den Angriff auf Israels Soldaten verantwortlich.
US-Präsident Trump sagte an Bord der Regierungsmaschine Air Force One, die Hamas habe zugesagt, dass sie sich "benehmen" werde. Falls nicht, werde man sie "sehr leicht ausschalten", drohte Trump.
Merz reist zu Erdogan nach Ankara
An diesem Mittwoch fliegt Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Antrittsbesuch in die Türkei. Deutschlands Regierungschef wird am Abend in der Hauptstadt Ankara erwartet. Am Donnerstag kommt Merz dann zunächst mit Wirtschaftsvertretern zusammen und wird anschließend vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan empfangen.
Wichtige Gesprächsthemen der NATO-Partner werden der Ukraine-Krieg und die Friedensbemühungen im Nahen Osten sein. In beiden Konflikten hat die Türkei eine Vermittlerrolle. Die Bundesregierung hofft bei dem Besuch auch auf weitere Zusagen der türkischen Regierung bei der Rücknahme von Asylbewerbern aus Deutschland.
Neuwahl in den Niederlanden
Nach nur gut zwei Jahren sind die Bürger der Niederlande an diesem Mittwoch erneut aufgerufen, ein Parlament zu wählen. Grund ist das Scheitern der Vier-Parteien-Koalition im Sommer, an der auch die Anti-Islam-Partei PVV des Rechtspopulisten Geert Wilders beteiligt war. Er hatte wegen eines Streits um die Asyl-Politik den Bruch forciert.
Trotz guter Umfragewerte wird die PVV voraussichtlich nicht erneut an einer künftigen Regierung beteiligt sein. Denn alle etablierten Parteien in den Niederlanden schließen eine Zusammenarbeit mit Wilders aus.
Tansanische Präsidentin Suluhu stellt sich zur Wiederwahl
In Tansania hat die Präsidenten- und Parlamentswahl begonnen. Rund 38 Millionen Wahlberechtigte sind in dem ostafrikanischen Land aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. 17 Kandidatinnen und Kandidaten treten an. Dennoch gilt die Wiederwahl von Präsidentin Samia Suluhu Hassan als wahrscheinlich, da die beiden aussichtsreichsten Gegenkandidaten von der Wahl ausgeschlossen wurden.
Suluhu kam vor vier Jahren als erste Frau in Tansania an die Macht. Nach Reformversprechen bei Amtsantritt ist sie aber zuletzt zunehmend auf den autoritären Kurs ihres Vorgängers John Magufuli umgeschwenkt.
Viele Tote bei US-Attacke auf mutmaßliche Drogenboote
Die USA haben erneut Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler im Pazifik angegriffen. Nach Angaben aus Washington wurden 14 Verdächtige getötet. Laut Verteidigungsminister Pete Hegseth habe Präsident Trump die Attacken aus der Luft angeordnet.
Hegseth sprach von "Narko-Terroristen" und zog damit Parallelen zum von den USA geführten "Krieg gegen den Terror" nach den Anschlägen von Al-Kaida am 11. September 2001 in New York und Washington. Im selbsterklärten Kampf gegen den Drogenschmuggel haben die Vereinigten Staaten nach eigenen Angaben bei Angriffen in der Karibik und im Ostpazifik seit September mindestens 57 Menschen getötet.
AR/jj/ie/pgr (afp, dpa, epd, rtr, ap)
Dieser Artikel wurde um 9.30 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.