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PolitikKuba

Mexiko verliert Kontakt zu Schiffen mit Hilfsgütern für Kuba

27. März 2026

In Kuba nimmt die Not der Menschen zu, auch wegen des zunehmenden Drucks durch die USA. Eine internationale Hilfsflotte bringt dringend benötigte Güter ins Land. Nun sind zwei Boote der Flotte verschwunden.

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Mexico 2026 | 2 Segelschiffe mit humanitärer Hilfe für Kuba verschollen
Die beiden vermissten Boote nach dem Start ihrer Mission von Isla Mujeres vor einer WocheBild: Paola Chiomante/REUTERS

Die mexikanische Marine teilte mit, es habe weder Kommunikation mit den beiden Schiffen gegeben noch eine Bestätigung ihrer Ankunft in Kuba. Die Segelboote mit humanitären Hilfsgütern an Bord waren am vergangenen Freitag von der südostmexikanischen Insel Isla Mujeres ausgelaufen und sollten am Dienstag oder Mittwoch dieser Woche in der kubanischen Hauptstadt Havanna eintreffen.

Den Angaben zufolge wurden die Marinekommandos in der Region sowie Such- und Rettungsstationen alarmiert. Auch Flugzeuge suchten die Route zwischen Isla Mujeres und Havanna ab. 

Die Suchaktionen würden auch unter Berücksichtigung möglicher Kursänderungen sowie der Wetterbedingungen durchgeführt, teilte die Marine mit. Die Besatzungen anderer Schiffe wurden gebeten, sofort zu informieren, sollten sie die Segelboote bemerken.

Neun Besatzungsmitglieder vermisst

Auf den Booten sollen sich insgesamt neun Besatzungsmitglieder befinden. Laut der lokalen Nachrichtenplattform "Estamos Aqui" stammen sie aus Frankreich, Polen und den USA. Darunter sei auch ein vierjähriger Junge.

Die Organisatoren des Hilfskonvois erklärten, bei den ​Kapitänen ‌und der Besatzung handele es sich um erfahrene Seeleute, und die Boote seien mit Sicherheitssystemen ausgestattet. Man arbeite vollumfänglich mit den Behörden zusammen und sei ‌zuversichtlich, ​dass die Crews Havanna sicher erreichen würden.

Kuba Havanna 2026 | Aktivisten & kubanische Beamte entladen Hilfsgüter
Aktivisten und kubanische Beamte am vergangenen Dienstag beim Entladen von HilfsgüternBild: Jorge Luis Banos/AFP/Getty Images

Am Dienstag hatte das erste Boot der internationalen Hilfsflotte in Havanna angelegt. Es war von den Aktivisten symbolisch in "Granma 2.0" umbenannt worden - in Erinnerung an das Schiff, mit dem Fidel Castro und seine Guerillakämpfer 1956 in Kuba landeten und ihre Revolution starteten. An Bord des Bootes waren nach Angaben der Organisatoren dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente und andere lebensnotwendige Güter.

Öllieferungen aus Venezuela eingestellt

Organisiert wurde die Flotte von einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Hilfsorganisationen, Parlamentsabgeordneten und Aktivisten aus verschiedenen Ländern. Vorbild ist die Gaza-Hilfsflotte, die im vergangenen Jahr versucht hatte, die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen, aber vom israelischen Militär abgefangen wurde.

In Kuba hatte sich die wirtschaftliche Not zuletzt durch den Stopp von Öllieferungen infolge der US-Intervention in Venezuela verschärft. US-Präsident Donald Trump ließ nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar die Öllieferungen Venezuelas an Kuba einstellen. Anderen Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen Zöllen. 

Trump hatte zuletzt den Druck auf Kuba immer weiter erhöht. In der vergangenen Woche drohte er, den Karibikstaat zu "übernehmen".

gri/pgr (afp, rtr, epd, dpa)

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