FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig überzeugen zum Bundesliga-Auftakt | Sport | DW | 21.09.2020
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1. Spieltag

FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig überzeugen zum Bundesliga-Auftakt

Ein starkes Spiel auch ohne Timo Werner, ein Doppelpack von Erling Haaland und ein 8:0-Kantersieg - die Top-Vereine zeigen am 1. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison eine gute Frühform.

Der FC Bayern hat eine neue Flügelzange, Borussia Dortmunds junge Offensive ist kaum zu stoppen und RB Leipzig kann auch ohne Timo Werner im Angriff brillieren - das sind die Erkenntnisse des 1. Spieltags der Fußball-Bundesliga. Die Münchner jagten der Konkurrenz gleich im Auftaktspiel einen Schrecken ein, als sie nach nur einer Woche Mannschaftstraining den FC Schalke 04 mit 8:0 (3:0) aus der heimischen Arena schossen.

Besonders auffällig war dabei - neben der starken Teamleistung - wie gut die beiden Flügelspieler Serge Gnabry und Neuzugang Leroy Sané miteinander harmonierten. Gnabry schoss drei Tore, zweimal kam die Vorlage von Sané, dem seinerseits auch ein Treffer gelang. "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung", sagte Bayern-Trainer Hansi Flick und nahm Gnabry und Sané direkt in die Pflicht, nicht nachzulassen. "Das ist jetzt ein Maßstab für beide und die ganze Mannschaft."

Dortmund und Leipzig ziehen nach

Etwas entspannter war wohl so mancher Bundesliga-Fan, der bereits mit dem nächsten ungehinderten Durchmarsch der Bayern rechnete, nachdem auch Borussia Dortmund und RB Leipzig ihre ersten Auftritte hinter sich hatten. Der BVB besiegte Borussia Mönchengladbach trotz eines relativ ausgeglichenen Spiels klar mit 3:0, und vor allem die junge Offensivreihe mit Erling Haaland, Jadon Sancho, Jude Bellingham und Giovanni Reyna begeisterte die 9300 Fans in der Dortmunder Arena.

Borussia Dortmund v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Große Freude beim 17-jährigen Giovanni Reyna (2.v.l.) über sein erstes Bundesliga-Tor

"Es macht so viel Spaß mit den Jungs in meinem Alter - wie Jude, Jadon oder Erling", freute sich auch Reyna, dem sein erstes Bundesliga-Tor gelang. "Das gibt viel Energie und viel Spannung. Es ist eine gute Truppe."

Gut war auch der Auftritt von RB Leipzig gegen den FSV Mainz 05. Beim 3:1-Sieg kurbelte Emil Forsberg das Offensivspiel immer wieder an und war der Mann des Spiels. Dass mit Chelsea-Abgang Timo Werner der beste Leipziger Stürmer fehlte, merkte man kaum. Ganz anders sah das bei Bayer Leverkusen aus, wo beim 0:0 beim VfL Wolfsburg Kai Havertz, der ebenfalls zu Chelsea gewechselt ist, schmerzlich vermisst wurde. Die Werkself spielte ohne Kreativität und offensive Durchschlagskraft und hatte am Ende sogar Glück, einen Punkt geholt zu haben. Die besseren Chancen hatte Wolfsburg.

Auswärtssiege als neue Norm?

Obwohl - mit Ausnahme der Stadien in München und Köln - wieder Zuschauer bei allen Spielen anwesend waren, setzte sich der Trend aus der Corona-Zeit fort, dass die Auswärtsmannschaften offenbar Vorteile haben. Der SC Freiburg gewann auswärts bei Aufsteiger VfB Stuttgart, der FC Augsburg setzte sich bei Union Berlin durch, wo Max Kruse als Einwechselspieler sein Bundesliga-Comeback gab. Auch Hertha BSC war von der Heimmannschaft in Bremen nicht zu stoppen und gewann klar.

Knapper war es in Köln, wo sich - dank eines Dreierpacks von Stürmer Andrej Kramaric - letztlich aber auch die Auswärtsmannschaft Hoffenheim durchsetzte. "Es fällt mir schwer, dieses Ergebnis zu akzeptieren", haderte FC-Trainer Markus Gisdol anschließend. "Ein Remis wäre hochverdient gewesen, das zeigen auch die Statistiken. Die Niederlage fühlt sich komisch an. Aber wir hätten nach dem 2:2 cooler bleiben müssen, wir hatten den Gegner ja da, wo wir ihn haben wollten."

Achtungserfolg für Fahrstuhlmannschaft

Fußball Bundesliga | Eintracht Frankfurt vs Arminia Bielefeld

Cebio Soukou traf zum 1:0 gegen Frankfurt

Zwar nicht über einen Auswärtssieg aber über einen Auswärtspunkt durfte sich Arminia Bielefeld freuen. Der Rekord-Aufsteiger der Bundesliga trat elf Jahre - oder um genau zu sein exakt 4137 Tage - nach dem letzten Auftritt im Oberhaus bei Eintracht Frankfurt an und holte ein Unentschieden. "Wir haben mit unseren Mitteln gut dagegengehalten. Wir haben es nur versäumt, auf dem Weg nach vorne die Räume zu nutzen, die sich durchaus geboten haben", analysierte Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus die Partie, bei der er mit 60 Jahren sein Debüt als Bundesliga-Trainer gegeben hatte. "Letztendlich ist es ein gerechtes Unentschieden. Ich bin zufrieden, auch wenn ich einige Fehler gesehen habe."

Der 1. Spieltag in Zahlen:

Bayern München - FC Schalke 04 8:0 (3:0)
1:0 Gnabry (4.), 2:0 Goretzka (19.), 3:0 Lewandowski (31./Foulelfmeter), 4:0 Gnabry (47.), 5:0 Gnabry (59.), 6:0 Müller (69.), 7:0 L. Sané (72.), 8:0 Musiala (81.)

Borussia Dortmund - Bor. Mönchengladbach 3:0 (1:0)
1:0 Reyna (35.), 2:0 Haaland (54./Foulelfmeter), 3:0 Haaland (77.)

RB Leipzig - FSV Mainz 05 3:1 (2:0)
1:0 Forsberg (17./Foulelfmeter), 2:0 Poulsen (21.), 2:1 Mateta (48.), 3:1 Haidara (51.)

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 0:0

Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld 1:1 (0:0)
0:1 Soukou (51.), 1:1 A. Silva (62.)

1. FC Union Berlin - FC Augsburg 1:3 (0:1)
0:1 Vargas (41.), 1:1 Bülter (75.), 1:2 Gregoritsch (82.), 1:3 Hahn (89.)

1. FC Köln - 1899 Hoffenheim 2:3 (1:2)
0:1 Kramaric (4.), 1:1 Andersson (22.), 1:2 Kramaric (45.+3/Foulelfmeter), 2:2 Drexler (86.), 2:3 Kramaric (90.+2)

Werder Bremen - Hertha BSC 1:4 (0:2)
0:1 Pekarik (42.), 0:2 Lukebakio (45.+2), 0:3 Matheus Cunha (62.), 1:3 Selke (69.), 1:4 Cordoba (90.)

VfB Stuttgart - SC Freiburg 2:3 (0:2)
0:1 Petersen (8.), 0:2 Sallai (26.), 0:3 Grifo (48.), 1:3 Kalajdzic (71.), 2:3 Wamangituka (81.)

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