Nach Timo Werner: Emil Forsberg füllt bei RB Leipzig die Lücke im Sturm | Sport | DW | 21.09.2020
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Bundesliga

Nach Timo Werner: Emil Forsberg füllt bei RB Leipzig die Lücke im Sturm

Timo Werner ist weg, einen neuen Torjäger hat RB Leipzig noch nicht verpflichtet. Daher springt Emil Forsberg am 1. Bundesliga-Spieltag gegen Mainz in die Bresche. Er, von dem man lange nicht wusste, ob er bleiben will.

Er machte die effektivsten Dribblings, er spielte die besten Pässe in den freien Raum. Er flankte oft gefährlich vor das Mainzer Tor - und er suchte auch immer wieder selbst den Abschluss. Keine Frage: Emil Forsberg war im Auftaktspiel von RB Leipzig am 1. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den FSV Mainz 05 der Aktivposten auf dem Feld. Dank dem Schweden fiel fast gar nicht auf, dass der zum FC Chelsea gewechselte Timo Werner - in den vergangenen Jahren Leipzigs bester und gefährlichster Angreifer - nicht mehr mit dabei war.

Natürlich ist Forsberg kein Eins-zu-eins-Ersatz für den abgewanderten DFB-Nationalstürmer. Während Werner in vorderster Linie spielte, hat der 28-jährige Schwede hinter den Spitzen seine Stärken - dort, wo RB-Trainer Julian Nagelsmann ihn auch gegen Mainz einsetzte und ihm viele Freiheiten gab. Das war in der vergangenen Saison nicht immer der Fall: Nur 22 Mal stand Forsberg in der Bundesliga-Spielzeit 2019/2020 auf dem Platz. Einige Male, weil er verletzt war, oftmals aber auch, weil der Trainer auf andere Spieler setzte. Achtmal kam Forsberg nur als Einwechselspieler rein, zehnmal wurde er vorzeitig ausgewechselt. Nur ganze viermal durfte der Schwede von Anpfiff bis Abpfiff auf dem Feld bleiben.

Forsberg: "Bin hier noch nicht fertig"

Kein Wunder, dass es im Sommer Gerüchte gab, er wolle Leipzig verlassen. Doch bei seinem ersten Auftritt in der neuen Saison ließ Forsberg seinen Worten von vor ein paar Wochen eindrucksvoll Taten folgen: "Noch bin ich hier nicht fertig und habe noch zwei Jahre Vertrag", hatte Forsberg Anfang August im Fachmagazin "Kicker" zu einem möglichen Wechsel gesagt und ergänzt. "Ich fühle mich pudelwohl, meine Familie ebenso, meine Tochter geht jetzt in die Kita, und auch meine Frau ist happy."

Fussball Bundesliga RB Leipzig vs. 1. FSV Mainz 05 (John Macdougall/AFP)

Emil Forsberg lenkte gegen Mainz das Leipziger Spiel und übernahm auch als Elfmeterschütze Verantwortung

Happy waren auch die knapp 8.500 RB-Fans, weil ihr "alter Liebling" wieder eine so starke Leistung zeigte. Das Verhältnis zwischen Forsberg und dem Red-Bull-Klub war nicht immer einfach. Der Schwede kam 2015 nach Leipzig. Nach zwei starken Spielzeiten kokettierte er im Sommer 2017 offen mit einem Wechsel zum AC Mailand. "Milan ist ein fantastischer, ein großer Klub. Es ist nun ein interessantes Projekt, es werden große Investitionen vorgenommen, um wieder zurück an die Spitze zu kommen", wurde Forsberg damals von mehreren schwedischen Medien zitiert. Und sein Berater ergänzte: "Vielleicht ist es an der Zeit, einen großen Klub zu testen."

Worte, die man damals in Leipzig nicht gerne hörte, schon gar nicht angesichts der Tatsache, dass Forsberg die Saison damals mit acht Toren und 22 Vorlagen gerade als einer der besten Offensivspieler abgeschlossen hatte. Leipzig setzte sich durch, untersagte den Wechsel und hatte danach erstmal für einige Wochen eine "beleidigte Leverwurst" aus Schweden in seinen Reihen. Als Ex-RB-Sportdirektor Ralf Rangnick diesen Sommer als Trainer und Manager beim AC Mailand im Gespräch war, ploppten erneut Wechselgerüchte um Forsberg auf.

Bald an der Seite von Alexander Sörloth?

Doch wieder blieb Forsberg in Leipzig, diesmal allerdings auf freiwilliger Basis. Sehr wahrscheinlich wird dem Schweden in den nächsten Tagen zwar kein Landsmann, aber ein anderer Skandinavier zur Seite gestellt. Offenbar befindet sich die Verpflichtung des norwegischen Stürmers Alexander Sörloth kurz vor dem Abschluss. "Wir sind tatsächlich in Gesprächen mit Sörloth und befinden uns da auf der Ziellinie", bestätigte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff vor dem Mainz-Spiel im Sky-Interview.

Zwar ist Sörloth, der im vergangenen Jahr als Leihspieler für Trabzonspor stürmte und noch bei Crystal Palace in England unter Vertrag steht, auch kein Eins-zu-eins-Ersatz für den schnellen Timo Werner. Aber als großer und eher wuchtiger Angreifer ist er auf jeden Fall ein Spieler, der mit den Pässen und Flanken Emil Forsbergs viel anfangen kann.

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