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PolitikGlobal

News kompakt: US-Bomber-Absturz in Kalifornien

16. Juni 2026

Eine Maschine der U. S. Air Force ist kurz nach dem Start verunglückt. Die G7-Staaten wollen die Verhandlungen in Sachen Ukraine voranbringen. Der DW-Nachrichtenüberblick.

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Großbritannien Fairford 2026 | B-52 Stratofortress der US Air Force beim Start (15.03.2026)
B-52-Bomber (Archivbild)Bild: Henry Nicholls/AFP

Im Westen der USA ist ein Bomber vom Typ B-52 verunglückt. Dabei kamen nach Angaben des US-Militärs alle acht Besatzungsmitglieder ums Leben. Der Absturz ereignete sich kurz nach dem Start auf der Edwards Air Force Base im Bundesstaat Kalifornien.

Die Maschine sei unmittelbar nach dem Abheben verunglückt und in Flammen aufgegangen. Die Ursache ist noch unbekannt. Die Crew sollte ein neues Radarsystem testen.

USA Kalifornien 2026 | Luftaufnahme: Einsatzfahrzeuge stehen in der Nähe eines verkohlten Areals (15.06.2026)
Blick auf die Absturzstelle nahe der Edwards Air Force BaseBild: KABC/AP Photo/dpa/picture alliance

Die Flugzeuge des Herstellers Boeing können sowohl konventionelle Sprengsätze als auch Atombomben abwerfen. B-52-Maschinen gelten seit mehr als 60 Jahren als Rückgrat der US-Bomberflotte, weil sie besonders schwere Waffensysteme ans Ziel bringen können.

Absicherung des Seewegs zum Persischen Golf

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am Montag eine Mission unter Führung Frankreichs und Großbritanniens ​in Aussicht gestellt, um die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu unterstützen. Zudem könnten sich die Niederlande und Italien daran beteiligen.

Oman Musandam 2026 | Drohnenaufnahme von Schiffen in der Straße von Hormus (15.06.2026)
Vor der Küste von Oman festliegende Schiffe (am Montag)Bild: REUTERS

Auch Deutschland ist zu einem Einsatz der Bundesmarine am Persischen Golf bereit. Dazu wolle das Kabinett von Kanzler Friedrich Merz schon kommende Woche einen Beschluss fassen, heißt es aus Regierungskreisen. Danach könnte der Bundestag ein entsprechendes Mandat etwa für einen Einsatz von Minenjagdbooten diskutieren und erteilen. Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert aber klare Voraussetzungen für eine Beteiligung. Es seien noch viele Fragen offen, sagte Wadephul dem Zweiten Deutschen Fernsehen.

G7 will Ukraine-Verhandlungen voranbringen

Mit einem gemeinsamen Essen der Staats- und Regierungschefs hat in Évian am Montagabend der G7-Gipfel begonnen. Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran wollen die großen sieben demokratischen Industriestaaten auch die stockenden Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wieder in Gang bringen.

G7-Gipfel 2026 | Donald Trump vor Hubschraubern der US Air Force (15.06.2026)
US-Präsident Trump bei Ankunft in Évian (am Montag)Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP Photo/dpa/picture alliance

Zu den G7 gehören neben Gastgeber Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, die USA und die Europäische Union. An den Beratungen am französischen Ufer des Genfer Sees nimmt auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teil. US-Präsident Donald Trump gab sich zum Gipfelauftakt in Évian optimistisch. Er habe am Sonntag sehr gute Gespräche mit Selenskyj und auch Russlands Kremlchef Wladimir Putin geführt. "Ich glaube, da können wir etwas erreichen. Wirklich", so Trump.

Handelsabkommen zwischen EU und USA vor Abschluss

Das Europäische Parlament stimmt an diesem Dienstag über die Umsetzung ​des vor knapp einem Jahr mit US-Präsident Trump geschlossenen Handelsabkommens ab. Es wird ​erwartet, dass eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten für den Pakt stimmt. Er sieht unter anderem die Abschaffung von EU-Zöllen auf US-Importe sowie pauschale US-Zölle von 15 Prozent vor.

Ein positives Votum würde einen erneuten Zollstreit zwischen den beiden größten Handelspartnern der Welt vorerst abwenden. Allerdings bleiben Unsicherheiten: Die USA wollen ab Ende Juli ein neues Zollsystem einführen.

Maßnahmen gegen Ebola stehen in der Kritik

Hilfsorganisationen haben die Ebola-Bekämpfung in der Demokratischen Republik Kongo einen Monat nach Bekanntwerden des Ausbruchs als vollkommen unzureichend kritisiert. Die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" warnt vor gefährlichen Verzögerungen bei der Eindämmung der lebensbedrohlichen, durch Viren ausgelösten Krankheit in Zentralafrika. Es fehle an Diagnostik sowie an effektiver Überwachung und Kontaktnachverfolgung. Nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam erschwert ein mangelnder Zugang zu sauberem Wasser eine Eindämmung.

Die Gesundheitsbehörden in der DR Kongo melden eine weitere Ausbreitung von Ebola im Nordosten des Landes. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Fälle um 72 auf insgesamt 782 gestiegen, berichtet das Informationsministerium des zweitgrößten afrikanischen Staates.

Bildungsbericht zeigt weiterhin große Ungleichheit

Trotz vieler Reformen bleibt das deutsche Bildungssystem in der Krise. Im aktuellen nationalen Bildungsbericht heißt es, Bildungschancen in Deutschland hingen weiterhin "stark mit der sozialen Herkunft" zusammen. Auch die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern lassen nach. Im Fach Mathematik verfehlte im Jahr 2024 knapp ein Viertel der Schülerinnen und Schüler, die mindestens den Mittleren Schulabschluss anstrebten, den dafür nötigen Mindeststandard. Hinzu komme zu wenig qualifiziertes Personal.

Deutschland Berlin 2026 | Karin Prien macht eine begrenzende Handbewegung in der Bundespressekonferenz (15.06.2026)
Bundesministerin Prien bei der Vorstellung des nationalen Bildungsberichts (am Montag)Bild: M. Popow/Metodi Popow/picture alliance

Bundesbildungsministerin Karin Prien betonte bei der Vorstellung des Berichts die Bedeutung der frühkindlichen Bildung in Deutschland. Sie will dazu neben der Kita verstärkt die Familien in die Pflicht nehmen. Der nationale Bildungsbericht erscheint alle zwei Jahre und dient als Handlungsgrundlage für Bund und Länder.

AR/fab/se (dpa, afp, rtr, epd, kna,  Oxfam)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.