News kompakt: Schweres Zugunglück in Indonesien
28. April 2026
Bei einem schweren Zugunglück östlich von Indonesiens Hauptstadt Jakarta sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. 84 Menschen seien verletzt worden und würden in Krankenhäusern behandelt, teilte der Präsident der staatlichen Bahngesellschaft KAI, Bobby Rasyidin, mit. Ein Pendlerzug hatte am Montagabend in der Millionenstadt Bekasi ein Taxi an einem Bahnübergang erfasst und blieb daraufhin stehen. Wenig später raste ein Fernzug auf der Strecke zwischen den Großstädten Jakarta und Surabaya in das Ende des Pendlerzugs.
Der Chef der nationalen Such- und Rettungsbehörde, Mohammad Syafii, sprach von einer schwierigen Bergung, die jetzt aber abgeschlossen sei. Die Lokomotive und ein Waggon seien nahezu miteinander verschmolzen gewesen, sagte er bei einer Pressekonferenz. Alle Opfer befanden sich demnach in dem Pendlerzug. Die rund 240 Fahrgäste des Fernzugs konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Verkehrsunfälle sind in Indonesien keine Seltenheit. Busse, Züge und auch Flugzeuge sind in dem südostasiatischen Land häufig alt und oftmals schlecht gewartet.
König Charles und Gattin Camilla vom US-Präsidenten herzlich empfangen
Der britische König Charles III. und seine Gemahlin Camilla sind zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Präsident Donald Trump und seine Ehefrau Melania empfingen das Königspaar am Südeingang des Weißen Hauses. Anschließend ging es zu einer Teezeremonie. Der US-Präsident gilt als großer Fan der britischen Royals. Zuletzt hatte er jedoch wegen der aus seiner Sicht fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg immer wieder gegen die britische Regierung gewettert - vor allem gegen Premierminister Keir Starmer.
An diesem Dienstag wird Charles III. eine Rede vor beiden Kammern des Kongresses in Washington halten. Er ist erst der zweite Monarch nach seiner Mutter Elizabeth II., dem diese Ehre gewährt wird. Auf dem Programm steht auch ein Gespräch zwischen dem König und Trump.
Hotel-Schütze wird versuchter Mord an Trump vorgeworfen
Nach seinem Angriff am Rande einer Gala mit Donald Trump ist der Verdächtige wegen versuchten Mordes an dem US-Präsidenten angeklagt worden. Bei der Anhörung am Montag vor einem Gericht in Washington wurde der 31-Jährige zudem wegen zweier Waffenvergehen angeklagt. Er äußerte sich nicht zum Tathergang.
Beim traditionellen Korrespondenten-Dinner in einem Hotel in der US-Hauptstadt hatte der bewaffnete Mann am Samstagabend versucht, eine Sicherheitskontrolle zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Vor seiner Tat hatte der Verdächtige eine Nachtricht an Familienmitglieder geschickt. Darin erklärte er unter anderem, US-Regierungsvertreter seien Ziele. Sollte er wegen versuchten Mordes an Trump schuldig gesprochen werden, droht ihm lebenslange Haft.
Außenminister Wadephul spricht vor dem UN-Sicherheitsrat
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul warnt angesichts der stockenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran vor weltweiten Folgen bei einer Fortsetzung des Kriegs. Schon jetzt führe der Mangel an Düngemitteln zu geringeren Reisernten in Asien und schon jetzt stiegen die Lebensmittelpreise in Afrika aufgrund deutlich höherer Transportkosten, sagte Wadephul. Der Politiker der konservativen CDU sprach in New York vor dem UN-Sicherheitsrat, dem mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen. Iran müsse Angriffe auf andere Länder unterlassen. Die Führung in Teheran müsse ihr Atomprogramm beenden, forderte Wadephul.
An diesem Dienstag kommt der Minister mit UN-Generalsekretär António Guterres zusammen. Wadephul wirbt bei seinen Gesprächen in New York auch um Unterstützung für die Kandidatur Deutschlands für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die Wahl ist für Anfang Juni angesetzt. Deutschland bewirbt sich gemeinsam mit Österreich und Portugal um einen der beiden freien Sitze in der Gruppe der westeuropäischen und anderen Staaten.
Putin stellt sich demonstrativ an die Seite Irans
Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem Iran bei einem Treffen mit Außenminister Abbas Araghtschi in St. Petersburg weitere Unterstützung zugesichert. Russland und Iran wollten ihre Zusammenarbeit fortsetzen, erklärte Kreml-Chef Putin. Araghtschi betonte, die Beziehungen befänden sich auf höchstem Niveau und würden weiter ausgebaut.
Putin äußerte zugleich die Hoffnung auf baldigen Frieden im Iran-Krieg mit den USA. Die russische Führung tue alles, was den Interessen der Menschen in der Region diene, damit so schnell wie möglich wieder Frieden einkehre, versicherte er. Eine neue Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran zur Beilegung des Kriegs zeichnet sich derzeit jedoch nicht ab.
EU-Parlament drängt auf mehr Geld ab 2028
Das Europäische Parlament stimmt an diesem Dienstag in Straßburg über seine Position für die Verhandlungen zum nächsten mehrjährigen EU-Haushalt ab. Die Abgeordneten fordern für die Haushaltsperiode ab 2028 ein rund zehn Prozent höheres Budget als von der EU-Kommission anvisiert.
Zur Finanzierung schlagen sie neue Eigenmittel vor, darunter eine Abgabe für Digitalkonzerne. Bei großen Beitragszahlern, insbesondere Deutschland, stoßen diese Pläne auf Widerstand. Bundeskanzler Friedrich Merz lehnt eine Aufstockung des Haushalts ab. Die eigentlichen Verhandlungen werden vor allem von den 27 Mitgliedstaaten geführt. Das Parlament kann jedoch Impulse setzen und muss dem Ergebnis am Ende zustimmen. Mit einem Abschluss der Gespräche wird frühestens zum Jahresende gerechnet.
se/pgr (dpa, afp, ap, rtr)
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