US-Schauspieler Burt Reynolds ist tot | Kultur | DW | 06.09.2018
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Hollywood

US-Schauspieler Burt Reynolds ist tot

Klassiker wie "Ein ausgekochtes Schlitzohr" und "Auf dem Highway ist die Hölle los" machten ihn in den 1970er- und 1980er-Jahren zur Hollywood-Legende. Jetzt ist Burt Reynolds im Alter von 82 Jahren gestorben.

Der 82-Jährige sei in einem Krankenhaus in Florida gestorben, sagte sein Manager Erik Kritzer dem Branchenblatt "Hollywood Reporter". Zu Reynolds erfolgreichsten Filmen gehörten "Beim Sterben ist jeder der Erste", "Ein ausgekochtes Schlitzohr" und "Auf dem Highway ist die Hölle los".

Herkunft und Aufstieg

Burt Reynolds wurde 1936 im US-Staat Georgia geboren und stand sechs Jahrzehnte vor der Kamera. Mütterlicherseits ist seine Familie vorwiegend italienischer Herkunft, seine Großmutter väterlicherseits war Cherokee-Indianerin. Harte Anfangsjahre standen am Beginn seiner Berufskarriere. 1958 erhielt Reynolds am Hyde Park Playhouse in New York ein Engagement und war Gaststar in der TV-Serie "Riverboat". In der Folge arbeitete er als Kleindarsteller und Stuntman in Kinofilmen. Ab 1962 trat er drei Jahre lang als indianischer Schmied Quint Asper in der TV-Westernserie "Rauchende Colts" auf, 1966 bekam er seine eigene Detektiv-Serie "Hawk". Inzwischen bot man ihm auch im Film Hauptrollen an, so in dem Italowestern "An seinen Stiefeln klebte Blut" (1966), wo er wiederum einen Indianer-Cowboy spielte.

Burt Reynolds im Film Smokey and the Bandit (picture-alliance/Everett Collection)

Der Schnauzbart war sein Markenzeichen: Burt Reynolds in "Ein ausgekochtes Schlitzohr"

Sexsymbol und Macho

Als Star anerkannt zu werden, schaffte Reynolds in den 1970er-Jahren, aber weniger auf Grund der schauspielerischen Leistung, sondern vielmehr durch einige spektakuläre Auftritte in Talkshows, wo er sich als gewandter, schlagfertiger und ironischer Gesprächspartner mit einem Faible für kompromittierende Beleidigungen zu erkennen gab. 1972 erschien er in der Illustrierten Cosmopolitan als erster nackter Mann zum Ausklappen. Dieses Pin-up-Foto festigte seinen Ruf als Sexsymbol und Macho, den er von nun an regelmäßig in populären Actionfilmen verkörperte. Eine seiner besten Leistungen zeigte er nach Kritikermeinung in John Boormans "Deliverance" (deutscher Titel: "Beim Sterben ist jeder der Erste"). Für seine Rolle als Porno-Regisseur Jack Horner in dem Film "Boogie Nights" von 1997 wurde er für den Oscar als Bester Nebendarsteller nominiert.

"Burt Reynolds war einer meiner Helden", schrieb Arnold Schwarzenegger auf Twitter. Tennislegende Boris Becker würdigte Reynolds als "eine der letzten Ikonen in Hollywood".

rbr/rb (dpa/Munziger)

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