Serbischer Politiker: Unabhängigkeitsforderungen werden Serbien international nicht isolieren
11. Juni 2003Novi Sad, 10.6.2003, BETA, serb.
Der Vizevorsitzende der serbischen Partei G17, Mladjan Dinkic, hat Beschuldigungen zurückgewiesen, die Forderungen seiner Partei nach Unabhängigkeit Serbiens würden das Land international isolieren.
Die Unabhängigkeit könne man nur durch "Unterstützung der Bürger und der internationalen Gemeinschaft herbeiführen", so Dinkic. "Wir können das nicht alleine mit dem Kopf durch die Wand umsetzten, sondern nur mit Unterstützung der Europäischen Union. Die Bürgerbestätigung würde den politischen Konsens in Serbien und später der internationalen Gemeinschaft in dieser Richtung nur erleichtern", betonte Dinkic.
Er sagte, dass die serbische Regierung zur Zeit nicht in der Lage sei, mit den Kosovo-Albanern zu verhandeln, weil sie nur ein Mandat bis Ende des Jahres habe. Serbien brauche deshalb vorzeitige Wahlen und eine neue Regierung mit einem Mandat von vier Jahren. Erst dann wäre sie in der Lage, die Probleme des Landes anzupacken. (fp)