RB Leipzig und der BVB müssen gewinnen | Fußball | DW | 20.11.2017
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Champions League

RB Leipzig und der BVB müssen gewinnen

Die Zeit wird knapp, um das Ruder in der Champions League noch herumzureißen. Leipzig hofft auf einen Sieg in Monaco und das Achtelfinale. Für Dortmund könnte nach dem Spiel gegen die Spurs schon alles vorbei sein.

Es ist nun wirklich keine leichte Woche für Borussia Dortmund: Nach der Suspendierung von Topstürmer Pierre-Emerick Aubameyang und der peinlichen Pleite beim VfB Stuttgart, wartet in der Champions League nun das Heimspiel gegen Tottenham Hotspur - und anschließend das Derby gegen den FC Schalke 04.

Besonders unter Druck steht BVB-Trainer Peter Bosz, der ausgerechnet am Dienstag seinen 54. Geburtstag feiert. Der fast schon dramatische Absturz der Dortmunder in den vergangenen Wochen machen dem Fußball-Trainer zu schaffen. Der BVB hat vier der vergangenen fünf Ligaspiele verloren. In der Königsklasse blamierte er sich zweimal gegen Außenseiter APOEL Nikosia und kassierte teilweise absurde Gegentore.

Ohne einen Sieg am Dienstag gegen Tottenham (20:45 Uhr MEZ, ab 20:30 im DW-Liveticker) dürften die Diskussionen über Boszs Zukunft noch weiter zunehmen - und das Ruhrpott-Derby gegen die Schalker zum Endspiel werden.

Peter Bosz zieht eine Grimasse (picture-alliance / Pressefoto Robin Rudel)

Wie lange darf Peter Bosz in Dortmund noch weitermachen? Kommt die Wende gegen Tottenham?

Die Dortmunder Vereinsführung steht noch demonstrativ hinter Bosz - und sehnt weiter eine Trendwende herbei. "Irgendwann müssen wir den Bock umstoßen", forderte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Viel Platz für Interpretationen ließ Manager Michael Zorc, der sagte: "Jetzt kommen natürlich zwei wichtige Spiele."

Mit Aubameyang und Durchhalteparolen

Wieder mit an Bord gegen die Spurs ist Aubameyang, der wohl direkt wieder in der Startelf auflaufen wird. "Er hat sowohl am Freitag als auch am Samstag gut trainiert", sagte Zorc dem "Kicker". Allerdings könnte ein Sieg der Schwarz-Gelben lediglich dazu reichen, den dritten Platz der Gruppe H und damit die Teilnahme an der Zwischenrunde der Europa League zu festigen. Gewinnt Real Madrid im Parallelspiel in Nikosia, kann der BVB nicht mehr Zweiter werden.

Dortmunds Angreifer André Schürrle flüchtete sich bereits in Durchhalteparolen: "Wir müssen uns Mut zusprechen, müssen klar bleiben", sagte der Weltmeister. "Irgendwann wird der Knoten wieder platzen und wir werden Siege holen. Dann wird uns auch vieles leichter fallen." Fraglich ist nur, ob Peter Bosz dann überhaupt noch auf der Dortmunder Bank sitzt.

Leipzig sucht die Chance in Monaco

Sehr viel komfortabler ist die Situation für Boszs Leipziger Kollegen Ralph Hasenhüttl. Zwar ist auch RB nur Tabellendritter in Gruppe G, allerdings ist der Zweitplatzierte FC Porto mit lediglich zwei Zählern Vorsprung noch in Reichweite. Mit einem Sieg am Dienstag (20:45 Uhr MEZ, ab 20:30 im DW-Liveticker) bei den Monegassen könnte RB die Lücke auf Porto wieder schließen und hätte dann ein Endspiel zu Hause gegen Besiktas Istanbul.

 Ralph Hasenhüttl und Timo Werner klatschen ab (picture-alliance/AP Photo/J. Meyer)

Hasenhüttl (l.) hofft auf Torjäger Werner (r.)

Dass die Leipziger gegen den französischen Meister bestehen können, hat das 1:1 im Hinspiel im eigenen Stadion gezeigt. Ein Remis würde diesmal aber nicht reichen. "Wir wissen, dass wir nur mit einem Sieg im Rennen bleiben können", sagte Torhüter Peter Gulacsi. Die Generalprobe in Leverkusen am Samstag verlief nicht nach Wunsch: Nur dank zweier Elfmeter nahmen die "Bullen" einen Punkt mit, auch trotz 40-minütiger Unterzahl war Bayer 04 die bessere Mannschaft. Gegen Monaco hofft Leipzig auf einen Lerneffekt. "Wenn wir führen, müssen wir besser verteidigen - mit allen Mitteln, die wir haben", forderte Gulasci.

Entscheidend könnte die gute Offensive der Leipziger sein. Hasenhüttl wird neben Nationalstürmer Timo Werner wahrscheinlich Yussuf Poulsen als zweite Spitze aufstellen. Werner war in der Königsklasse zuletzt wieder besser zurecht gekommen, hatte gegen Porto getroffen. Und ein vorzeitiges Ausscheiden wie beim Spiel in Istanbul wegen zu hoher Lärmbelastung durch krakeelende Zuschauer ist in Monaco auch nicht zu befürchten: Im Schnitt wollten in dieser Saison nur rund 9.000 Zuschauer die Champions-League-Heimspiele des AS sehen.

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