News kompakt: Tödliche russische Angriffe auf die Ukraine
16. April 2026
Erneut hat Russland die Ukraine mit einer nächtlichen Welle von Luftangriffen überzogen. Nach Angaben ukrainischer Behörden sind dabei landesweit mindestens 13 Menschen getötet worden. Am stärksten betroffen waren die Schwarzmeer-Metropole Odessa und die Hauptstadt Kyjiw. Russische Raketen- und Drohnenangriffe werden auch aus Dnipro und Charkiw gemeldet.
Bei einem ukrainischen Gegenangriff in der südrussischen Region Krasnodar wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet. Russland attackiert die Ukraine seit dem Beginn seines Angriffskriegs vor mehr als vier Jahren fast jede Nacht mit hunderten Drohnen und Raketen. Zuletzt weitete die russische Armee zudem tagsüber ihre Luftangriffe aus.
Ukraine-Unterstützer stellen weitere Hilfe in Aussicht
In Washington wollen an diesem Donnerstag Vertreter von Ukraine-Unterstützerstaaten zusammenkommen. Zu dem Treffen eingeladen haben Deutschlands Finanzminister Lars Klingbeil und sein Kollege aus Norwegen, Jens Stoltenberg.
Dass die Welt jetzt auf den Nahen Osten schaut, dürfe nicht dazu führen, dass die Ukraine in Vergessenheit gerate, so Klingbeil. Das von Russland angegriffene Land brauche langfristige Planungssicherheit und Perspektiven für den Wiederaufbau. "Deutschland ist und bleibt der größte Unterstützer der Ukraine in Europa", machte Klingbeil deutlich. Das Treffen findet im Rahmen der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds statt.
Sudan soll Milliardenhilfe bekommen
Auf der internationalen Sudan-Konferenz in Deutschlands Hauptstadt Berlin haben die Teilnehmer am Mittwoch umfangreiche Unterstützung zugesagt. Das notleidende nordostafrikanische Land kann mit Hilfen in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden Euro rechnen. Das teilte Gastgeber Bundesaußenminister Johann Wadephul mit. Allein Deutschland werde seine Hilfe "um mehr als 230 Millionen Euro aufstocken", so Wadephul.
Der Bürgerkrieg hatte vor drei Jahren begonnen. Seitdem liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo in dem drittgrößten Land Afrikas einen erbitterten Machtkampf. Vertreter der Konfliktparteien im Sudan nahmen an der Konferenz in Berlin nicht teil.
Neue Hilfsflotte auf dem Weg in Richtung Gaza
Etwa 40 Schiffe sind am Mittwoch in der spanischen Metropole Barcelona in See gestochen, um zum Gazastreifen zu fahren. Ziel der Aktivisten ist es, Hilfsgüter an der israelischen Blockade vorbei in das weitgehend zerstörte Palästinensergebiet zu bringen. Ende vergangenen Jahres hatte schon einmal eine Hilfsflotte vergeblich versucht, über das Mittelmeer zum Gazastreifen zu gelangen.
Trotz der vereinbarten Waffenruhe kommt es dort immer wieder zu Angriffen und Gewalt. Israel und die radikalislamische Hamas, die von vielen Staaten als Terrororganisation gelistet wird, werfen sich gegenseitig Verstöße gegen das Abkommen vor. Die humanitäre Lage in dem Küstengebiet ist Hilfsorganisationen zufolge weiterhin äußerst prekär.
Streik sorgt für weitere Flugausfälle bei der Lufthansa
Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa wird den vierten Tag in Folge bestreikt. Sowohl das Kabinenpersonal als auch Cockpit-Crews haben die Arbeit niedergelegt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte bereits am Montag und Dienstag zum Arbeitskampf aufgerufen. An diesem Donnerstag sowie am Freitag wollen die Piloten und Pilotinnen erneut streiken.
Das Kabinenpersonal begann seinen zweitägigen Streik am Mittwoch, um einen neuen, sogenannten Manteltarifvertrag mit der Lufthansa abzuschließen. Darin werden die Arbeitsbedingungen für Stewardessen und Stewards geregelt. Der Vereinigung Cockpit geht es bei ihrem Streik um eine Verbesserung der Altersversorgung der Piloten. Durch den Arbeitskampf fallen täglich hunderte Lufthansa-Flüge aus.
Privatinitiative startet Wal-Rettungsversuch in der Ostsee
Für den Buckelwal, der an der Küste des ostdeutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern gestrandet ist, gibt es überraschend doch noch Hoffnung. An diesem Donnerstag soll in der Ostsee ein Rettungsversuch unternommen werden, der von Privatleuten initiiert wurde.
Nach Angaben des Landesumweltministers von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, sieht das Konzept eine Bergung des Tieres vor. Anschließend solle der Wal aus den Gewässern vor der Insel Poel in die Nordsee und gegebenenfalls bis in den Atlantik transportiert werden. Geplant und finanziert wird das Vorhaben von zwei Unternehmern.
AR/ie/pgr (dpa, afp, rtr, kna, epd)
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