Jimmy Bennett fürchtete Stigma | Filme | DW | 23.08.2018
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#MeToo

Jimmy Bennett fürchtete Stigma

Jimmy Bennett, mutmaßliches Missbrauchsopfer der Schauspielerin Asia Argento, hat ein Statement verbreiten lassen: Er habe sich geschämt und Angst vor einer Stigmatisierung gehabt.

Jimmy Bennett: American Actor (picture alliance/Globe-ZUMA)

Jimmy Bennett 2013

In einem von Bennetts Anwalt an US-Medien verbreiteten Statement heißt es, der 22-Jährige würdige den Mut all jener, die im Zuge der #MeToo-Bewegung über ihre Missbrauchserfahrungen berichtet hätten. "Ich habe mich nicht öffentlich dazu geäußert, weil ich mich geschämt habe und Angst hatte, Teil der öffentlichen Debatte zu sein", wird Bennett zitiert.

Die "New York Times" hatte Anfang der Woche berichtet, Bennett und Asia Argento hätten sich im Frühjahr auf eine Zahlung in Höhe von 380.000 Dollar geeinigt. Mit Dokumenten, die der Zeitung vorliegen, meint die "New York Times" belegen zu können, dass die damals 37-jährige Schauspielerin den zu dieser Zeit 17-Jährigen im Jahr 2013 in einem Hotelzimmer zu sexuellen Handlungen genötigt habe. Argento wehrte sich gegen die im Artikel erhobenen Missbrauchsvorwürfe, bestätigte aber die Geldzahlung. Aus Sorge vor einer Rufschädigung habe sie entschieden, Bennett finanziell zu unterstützen.

Filmstill - The Heart Is Deceitful Above All Things mit Asia Argento und Jimmy Bennett (picture-alliance/Everett Collection/Palm Pictures)

Im Film: Bennett (Mitte) und seine Filmmutter Argento

Asia Argento war eine der Frauen, die im November vergangenen Jahres in einem Artikel des Magazins "The New Yorker" den damaligen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein des sexuellen Missbrauchs bezichtigten. Seitdem war die 42-Jährige ein Aushängeschild der #MeToo-Bewegung. "Mein Trauma kehrte zurück, als sie sich als Opfer zu erkennen gab", begründet Bennett, warum er erst Jahre nach dem eigentlichen Vorfall mit einer Geldforderung an Argento herantrat.

Dieser Weg habe für ihn Sinn ergeben, da er sich nicht den Auswirkungen einer öffentlichen Diskussion habe aussetzen wollen. "Ich dachte, es wäre immer noch ein Stigma in unserer Gesellschaft, als Mann in so einer Situation zu sein."

Lesen Sie hier einen Kommentar darüber, was die Missbrauchsvorwürfe für die #MeToo-Bewegung bedeuten.

tla/ld (dpa, nytimes.com)

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