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Immer mehr Usbeken hören die Deutsche Welle

20. Februar 2003

– Ergebnisse einer Meinungsumfrage über Medien und Wirtschaft in Usbekistan

https://p.dw.com/p/3HmA

Köln, 20.2.2003, DW-radio / Russisch

Nach Angaben des unabhängigen usbekischen Zentrums für Meinungsforschung verlässt sich weniger als ein Drittel der Bevölkerung Usbekistans auf die Unterstützung des Staates. Aus Taschkent berichtet Jurij Tschernogajew:

89 Prozent der Usbeken erfahren über Ereignisse in der Welt und im eigenen Lande aus Sendungen des Staatsfernsehens. Das ist eines der Ergebnisse einer Meinungsumfrage, die unter dem Motto "Öffentliche Meinung 2003" von der unabhängigen Organisation "Ischtimoij fikr" in Usbekistan durchgeführt wurde. Die Deutsche Welle erhielt als erste die Angaben von "Ischtimoij fikr". Der stellvertretende Leiter von "Ischtimoij fikr", Marat Hodschimuhammedow, teilte mit, in der Rubrik "Einfluss der Medien auf die Meinungsbildung in der Gesellschaft" hätten die nichtstaatliche Presse lediglich vier Prozent und die ausländischen Medien 0,5 Prozent erreicht. Den Experten zufolge konnte die Deutsche Welle im vergangenen Jahr die Anzahl ihrer regelmäßigen Hörer in Usbekistan um 15 Prozent erhöhen.

Die Wirtschaft war eines der Schwerpunkte der Umfrage. Die Mehrheit der Menschen wünscht sich eine Beschleunigung der marktwirtschaftlichen Wirtschaftsreformen. Im Jahr 2000 erklärten nur 15 Prozent der Befragten, dass sich die Wirtschaft langsam entwickele und im Jahr 2003 waren bereits doppelt so viele dieser Ansicht. Die Hälfte aller usbekischen Geschäftsleute erklärten, dass die Wirtschaftsreformen zu langsam verlaufen würden. Die Mehrheit der Beamten ist hingegen der Meinung, dass die Reformen zu schnell vorgenommen werden. Möglicherweise ist deswegen in den vergangenen drei Jahren die Anzahl derjenigen, die sich auf die Unterstützung des Staates verlassen, von 33 auf 28 Prozent gefallen. Die Hoffnung, dass alles gut wird, bleibt im Osten wohl ewig erhalten. 46 Prozent der Usbeken haben diese Hoffnung. (MO)