Huthi-Rebellen wohl zu Waffenruhe bereit | Aktuell Nahost | DW | 19.11.2018
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Jemen

Huthi-Rebellen wohl zu Waffenruhe bereit

Die Vereinten Nationen bezeichnen den Krieg im Jemen als schwerste Krise der Gegenwart. Nun zeigt der internationale Druck auf die Konfliktparteien womöglich Wirkung. Eine Erklärung der Rebellen lässt Hoffnung aufkeimen.

Huthi-Rebell im Jemen (Getty Images/AFP/M. Huwais)

Huthi-Rebell im Jemen: Wird er die Waffen niederlegen?

Man werde die Drohnen- und Raketenangriffe auf die jemenitische Regierung sowie deren Verbündete Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate stoppen, teilten die Huthi-Rebellen mit. Damit reagierten sie auf einen entsprechenden Aufruf der Vereinten Nationen, wie es in einer Erklärung des Obersten Revolutionskomitees der Aufständischen heißt. Die ausgesetzten Angriffe seien ein Akt des Guten Willens und sollten den Feinden jeden Vorwand nehmen, keine Friedensgespräche zu führen und die "Belagerung" des Jemen fortzusetzen.

Die vom schiitischen Iran unterstützten Huthis zeigten sich zudem bereit für einen umfassenderen Waffenstillstand, sollte auch die vom sunnitischen Saudi-Arabien angeführte Militärallianz einen Frieden wollen. Die Allianz hatte zuletzt ihre Offensive auf die jemenitische Hafenstadt Hodeida unterbrochen, die von Huthis kontrolliert wird.

Unzählige Opfer

Der Bürgerkrieg in dem arabischen Land dauert bereits fast vier Jahre. Tausende Menschen kamen ums Leben, Hunderttausende wurden vertrieben. Die Vereinten Nationen warnen vor einer verheerenden Hungersnot im Jemen.

Geflohene Kinder im Jemen (picture-alliance/dpa/M. Mohammed)

Geflohene jemenitische Kinder: Wie lange müssen sie noch leiden?

Die Rebellen hatten in der Vergangenheit auch Raketen auf Ziele in Saudi-Arabien abgefeuert. Sie bezeichneten dies als Vergeltung für die zahlreichen Luftschläge der Militärallianz, bei denen auch Schulen, Märkte und Krankenhäuser getroffen wurden. Die Allianz erhielt Unterstützung von westlichen Staaten - durch Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen. Doch zuletzt hatten auch Verbündete Saudi-Arabiens wie die USA ein Ende der Kämpfe gefordert. Nach der Ermordung des regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi Anfang Oktober in Istanbul wuchs der internationale Druck auf das Königreich weiter.

Frieden in Sicht?

Der UN-Gesandte Martin Griffiths hofft auf Friedensgespräche noch in diesem Jahr. Sie sollen in Schweden stattfinden. Ziel ist eine Grundsatzvereinbarung zu einem Friedensabkommen unter einer Übergangsregierung. Ein erster Versuch war im September gescheitert, weil die Huthis zu dem Treffen nicht erschienen.

wa/qu (rtr, dpa)

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