Feuerpause soll Schulbeginn ermöglichen | Aktuell Europa | DW | 28.08.2018
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Ostukraine

Feuerpause soll Schulbeginn ermöglichen

Seit Mitternacht Ortszeit sollen im Osten der Ukraine die Waffen schweigen. Doch ob die auch zum Schutz von Schulkindern getroffene Vereinbarung diesmal halten wird, ist mehr als fraglich.

In der Ostukraine wird ein weiterer Anlauf für eine Feuerpause unternommen: Die Kampfhandlungen zwischen ukrainischen Regierungstruppen und pro-russischen Separatisten sollten in der Nacht zum Mittwoch eingestellt werden.

Die offiziell seit 0:01 Uhr Kiewer Zeit (23:01 Uhr MESZ) geltende Waffenruhe soll einen normalen Beginn des neuen Schuljahres entlang der sogenannten Kontaktlinie möglich machen. Darauf hatten sich die Konfliktparteien kürzlich in der weißrussischen Hauptstadt Minsk geeinigt - unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Brüchige Abkommen

Schon in den vergangenen Jahren hatten Regierungstruppen und Separatisten zu Schulbeginn, Ostern oder Weihnachten ebenfalls Feuerpausen vereinbart, die allerdings nach kurzer Zeit nicht mehr eingehalten wurden. Insgesamt sind Abkommen für Waffenruhen seit Ausbruch der Kämpfe im April 2014 mehr als 20 Mal gescheitert. In dem Konflikt wurden nach Angaben der Vereinten Nationen bereits mehr als 10.000 Menschen getötet.

Panzer pro-russischer Separatisten (picture-alliance/AP Photo/V. Ghirda)

Kämpfen gegen die ukrainische Armee: pro-russische Separatisten (Archivbild)

Auch für die Einhaltung der jüngsten Feuerpause gibt es schlechte Vorzeichen: Kurz vor Inkrafttreten der neuen Waffenruhe warf die Armee den Aufständischen erneut den Beschuss mit Mörsern und Handfeuerwaffen vor. Die Situation sei aber unter Kontrolle, hieß es.

wa/se (dpa)

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