Fall Khashoggi: US-Präsident Trump hält Saudi-Arabien die Stange | Aktuell Welt | DW | 20.11.2018
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USA

Fall Khashoggi: US-Präsident Trump hält Saudi-Arabien die Stange

Die USA bleiben trotz des Falls Khashoggi ein "fester Partner" Saudi-Arabiens. Dies erklärte Präsident Donald Trump. Dabei halten US-Geheimdienste den Kronprinzen für den Auftraggeber des Mordes. Und auch Trump zweifelt.

Mohammed MBS bin Salman (l.) und Trump (Archivbild) (picture-alliance/AP Photo/E. Vucci)

Mohammed "MBS" bin Salman (l.) und Trump (Archivbild)

US-Präsident Donald Trump hält eine Mitwisserschaft des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman am Mord des Journalisten Jamal Khashoggi für möglich, aber nicht für bewiesen. "Es könnte sehr gut sein, dass der Kronprinz Kenntnis von diesem tragischen Vorfall hatte - vielleicht hatte er das und vielleicht hatte er das nicht!", hieß in einer Mitteilung Trumps. Allerdings würden all die Fakten rund um dieses "inakzeptable und fürchterliche Verbrechen" vielleicht niemals ans Licht kommen, fügte der US-Präsident hinzu.

Trump verwies erneut auf die Rolle Saudi-Arabiens als Verbündeter der USA gegen den Iran und als Wirtschaftspartner. Das Königreich sei ein "großartiger Partner in unserem sehr wichtigen Kampf gegen den Iran" gewesen, hob er hervor.  "Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, ein fester Partner Saudi-Arabiens zu bleiben."

Durch die von Riad zugesagten Investitionen in den USA in Höhe von 450 Milliarden Dollar (395 Milliarden Euro) würden hunderttausende Arbeitsplätze geschaffen. Auch habe sich Riad sehr kooperativ bei den Anstrengungen verhalten, die Ölpreise zu begrenzen, betonte der US-Präsident. 

Die Untersuchungen der US-Geheimdienste zu dem gewaltsamen Tod Khashoggis in Istanbul dauern nach Trumps Angaben an. US-Zeitungen hatten am Freitag berichtet, der US-Geheimdienst CIA gehe davon aus, dass Prinz Mohammed die Ermordung Khashoggis in Auftrag gegeben habe.

Bilder von Jamal Khashoggi bei einer Gedenkzeremonie in Istanbul

Bilder von Jamal Khashoggi bei einer Gedenkzeremonie in Istanbul

Khashoggi, der zuletzt als Kolumnist für die "Washington Post" gearbeitet hatte, war am 2. Oktober verschwunden, nachdem er Saudi-Arabiens Konsulat in Istanbul betreten hatte. Nach wochenlangen Dementis gab Saudi-Arabien unter internationalem Druck schließlich zu, dass Khashoggi in dem Konsulat zu Tode kam, stellte dies jedoch zunächst als Folge eines Streits dar. Erst später gab Riad indirekt zu, dass Khashoggi von Agenten des Königreichs vorsätzlich getötet wurde.

Eine Verstrickung Mohammed bin Salmans bestreitet Riad weiterhin. "Wir im Königreich wissen, dass solche Behauptungen gegen den Kronprinzen völlig falsch sind", sagte der saudische Außenminister Adel al-Dschubair der von Saudi-Arabien finanzierten Tageszeitung "Al-Sharq al-Awsat" am Montag. König Salman und der Thronfolger seien eine "rote Linie", warnte Al-Dschubair. "Wir werden keine Versuche zulassen, sie anzutasten, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer." 

stu/uh (afp, dpa)
 

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