Faktencheck: Keine Hinweise auf Todesfälle durch Corona-Impfungen | Wissen & Umwelt | DW | 16.03.2021
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Corona-Impfungen

Faktencheck: Keine Hinweise auf Todesfälle durch Corona-Impfungen

Die Impfungen gegen das Coronavirus laufen und einzelne Todesfälle machen Schlagzeilen: Sind fatale Impf-Nebenwirkungen möglich? Die DW hat Todesfälle in neun Ländern überprüft.

Medizinische Kräfte in Bogota schieben einen Sarg auf den Friedhof (Foto: AFP)

Die Pandemie hat weltweit mehr als 2,6 Millionen Opfer gefordert - die Impfstoffe stehen nach bisherigen Erkenntnissen nicht in kausalem Zusammenhang mit Todesfällen

Während auf der ganzen Welt nach und nach Impfstoffe gegen das Coronavirus verabreicht werden, stellen sich viele Menschen eine Frage: Wie geht es denen, die die Impfung bereits erhalten haben? Längst nicht jeder kennt einen Menschen, den man fragen könnte, denn in vielen Ländern ist der Anteil der geimpften Personen noch sehr gering. Also suchen viele online nach Antworten und treffen auf Schlagzeilen wie diese: 

"15 Todesfälle nach Coronavirus-Impfung"

"Seniorin stirbt nach Corona-Impfung"

"Freiwilliger in Impfstoffstudie stirbt nach COVID-19-Impfung"

Die in den Meldungen berichteten Fälle sorgen für Fragen und Zweifel: Sind die Corona-Impfstoffe etwa nicht die Lösung, sondern ein weiteres Problem? Und sind die Impfstoffe selbst gefährlich? Alle Daten aus den klinischen Tests vor der Zulassung und den Kontrollen nach der Markteinführung deuten in eine Richtung: die in der EU zugelassenen Impfstoffe haben eine hohe Wirksamkeit und haben nur wenige, meist unkritische Nebenwirkungen. Dennoch zeigt eine Umfrage der Universität Erfurt in Deutschland, dass nur 56 Prozent der Befragten sich impfen lassen wollen - und 44 Prozent (eher) skeptisch sind. Nicht wenige Menschen geben derzeit in Umfragen an, erst einmal abzuwarten, bis klar ist, wie die Impfungen bei anderen wirken. Die Schlagzeilen zu Todesfällen verunsichern manche.

Aber sind die Zweifel an den Impfstoffen gerechtfertigt? Die DW hat zu gemeldeten Fällen in mehreren Ländern recherchiert. Das Ergebnis: Bisher fanden die Gesundheitsämter keine kausalen Zusammenhänge zwischen der Impfung und den Todesfällen. Bei der letzten Aktualisierung dieses Artikels wurden laut Bloombergs globalem Impfstoff-Tracker mehr als 380 Millionen Impfungen in mehr als 120 Ländern gegen das Coronavirus verabreicht, gut neun Millionen Dosen pro Tag. Kam es dabei auch zu Todesfällen durch die Impfungen? Meldungen aus neun Ländern im DW-Faktencheck:

Italien: "Soldat und Lehrer sterben nach AstraZeneca-Impfung"

Die norditalienische Region Piemont hat die Aussetzung einer Charge des AstraZeneca-Impfstoffs angeordnet, während der Tod eines Lehrers einen Tag nach Erhalt seiner AstraZeneca-Impfung untersucht wird.

Die Nachricht kommt wenige Tage, nachdem Italien bereits eine andere Charge des AstraZeneca-Vakzins wegen verdächtiger Todesfälle zweier Männer in Sizilien nach deren Impfungen ausgesetzt hatte.

Piemonts Regionalregierung erklärte, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handle. Man wolle abwarten, was die Untersuchungen über einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen und den Impfungen ergeben würden.

Österreich: "Krankenschwester stirbt nach Corona-Impfung"?

Zwei Fälle sorgten in Österreich für Schlagzeilen: der Tod einer 49-jährigen Krankenschwester in Folge schwerer Gerinnungsstörungen und die Lungenembolie-Erkrankung einer weiteren Frau zeitlich nach einer Corona-Impfung. Vorsichtshalber ordnete das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) am 7. März eine Entsorgung der Restbestände der betroffenen AstraZeneca-Charge an, auch wenn es nach BASG-Angaben "keinen Hinweis auf einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung" gab.

Auch die vorläufige Ansicht des PRAC-Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) ergab "keinen Hinweis darauf, dass die Impfung diese Zustände verursacht hat, die bei diesem Impfstoff nicht als Nebenwirkungen aufgeführt sind". Laut PRAC zeigen die bisher verfügbaren Informationen, dass die Anzahl der thromboembolischen Ereignisse bei geimpften Personen nicht höher ist als in der Allgemeinbevölkerung. Bis zum 10. März 2021 wurden 30 Fälle von thromboembolischen Ereignissen bei fast 5 Millionen Menschen gemeldet, die im Europäischen Wirtschaftsraum mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca geimpft wurden.

PRAC setzt die Untersuchung potenzieller Probleme mit der in Österreich verimpften Charge sowie die Überprüfung der thromboembolischen Ereignisse und der damit verbundenen Zustände fort.

Südkorea: "Kaum starten die Impfungen, gibt es Tote"?

Diese Schlagzeile des österreichischen Mediums "Report24" basiert auf einer Meldung der koreanischen Seuchenschutz Behörde KDCA. Diese teilte bereits wenige Tage nach dem Start der Impfkampagne in Südkorea (26. Februar) mit, dass es zwei Todesfälle zeitlich nach der COVID-19 Impfung gegeben hätte. Die Behörde leitete eine Untersuchung ein. Inzwischen stieg die Anzahl der Todesfälle zeitlich nach einer Corona-Impfung in Südkorea auf 15 (Stand: 12. März). Alle Verstorbenen wurden mit dem AstraZeneca-Präparat geimpft, der in Korea ausschließlich an Personen unter 65 Jahren verimpft wird. Fast alle der verstorbenen Patienten hatten Vorerkrankungen. 

Südkorea Seoul | Coronavirus | Start Impfkampagne

Die Impfkampagne begann in Südkorea erst am 26. Februar - mit AstraZeneca

Nach Angaben der KDCA wurden bisher acht Todesfällen untersucht, die bis zum 6. März gemeldet wurden. "Vorerst sind wir zur Schlussfolgerung gekommen, dass es nicht möglich ist, irgendwelche Zusammenhänge zwischen den Nebenwirkungen nach der Impfung und dem Tod der acht Patienten herzustellen", so Seung-ho Choi, stellvertretender Direktor des Risikokommunikationsteams der KDCA, gegenüber der DW.

Dabei wurden laut KDCA sowohl die möglichen Probleme und Anomalien des Impfstoffs untersucht, der den acht Patienten verabreicht wurde, als auch die Möglichkeit einer übersehenen allergischen Reaktion (Anaphylaxie) nach der Impfung. Beides konnte als Todesursache ausgeschlossen werden. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass die meisten der acht Patienten Grunderkrankungen wie zerebrovaskuläre Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten. Diese Grunderkrankungen, so die KDCA, trugen zum Tod der Patienten bei. Trotzdem ist die Untersuchung damit noch nicht abgeschlossen. In vier der acht Todesfällen wird noch eine Autopsie durchgeführt. Auch zu den weiteren gemeldeten Todesfällen laufen noch Untersuchungen in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden.

Deutschland: "Tote nach Corona-Impfung"?

Bisher ist in Deutschland kein Fall bekannt, in dem ein Mensch durch die Corona-Impfstoffe verstarb. Es lohnt aber ein genauerer Blick auf die Zahlen: 113 Todesfälle bei Geimpften im Alter von 46 bis 100 Jahren (71 Frauen, 38 Männer, in vier Fällen war das Geschlecht nicht angegeben) wurden dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet.

Das PEI ist als Bundesbehörde für Impfstoff-Zulassungen und Arzneimittelsicherheit verantwortlich. Die Verstorbenen waren im Schnitt 84 Jahre alt und der Tod trat zeitlich zwischen einer Stunde und 19 Tagen nach der Impfung ein, teilte das PEI in einem Bericht mit, der Fälle bis zum 31. Januar untersuchte.

Von den 113 Personen verstarben 20 an COVID-19 (19 davon hatten aber keinen vollständigen Impfschutz, bei einer Person ist dies unklar), weitere 43 starben an Vorerkrankungen bzw. einer anderen Infektionserkrankung.

"Bei allen anderen Personen bestanden zum Teil multiple Vorerkrankungen (…) die vermutlich todesursächlich waren", schreibt das PEI, das in diesen Fällen jedoch weitere Informationen angefordert hat. In 50 Fällen wurde die Todesursache als unbekannt angegeben.

Unter dem Strich stellt das PEI fest, dass die beobachtete Anzahl an Todesfällen nach Impfung sogar unter der statistisch erwartbaren Anzahl an Todesfällen ohne Impfung liegt. "Wenn man das dann vergleicht, dann ist es sogar so, dass nach der Impfung weniger gestorben sind, als man erwarten würde", sagte die Virologin Ulrike Protzer von der Technischen Universität München dem ARD-Magazin Panorama.

"Es ist sicherlich keine erhöhte Todesrate, und deswegen kann man auch sagen, das hat jetzt nichts mit dem Impfstoff zu tun." Der Leiter des PEI, Klaus Cichutek, betonte Mitte Januar im DW-Interview, dass die bislang in Deutschland eingesetzten Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna "eine sehr hohe Sicherheit" aufweisen.

In einem weiteren Fall von drei verstorbenen Personen in Köln ermittelt aktuell noch die Staatsanwaltschaft. Drei ältere Menschen waren nach der Impfung gegen das Coronavirus gestorben, alle drei litten an erheblichen Vorerkrankungen, wie Markus Rothschild, Direktor der Kölner Rechtsmedizin betonte.

Es liege "kein Anfangsverdacht gegen Ärzte oder Personal" vor, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer auf DW-Anfrage, der darauf verwies, dass die Obduktionsprotokolle und rechtsmedizinischen Gutachten noch in Arbeit seien.

Spanien: Starben "mindestens sieben Menschen nach Impfung von Pfizer"?

Spanische Medien berichten, in einem spanischen Pflegeheim seien neun Menschen gestorben, nachdem sie die erste Dosis des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs erhalten hatten. Alle Bewohner hätten Vorerkrankungen gehabt. 

Spanien | Coronavirus | Impfungen

Die gemeldeten Todesfälle in einem spanischen Pflegeheim wurden Komplikationen von Corona-Infektionen zugeschrieben.

Der Direktor des Altenheims El Salvador in Lagartera sagte, dass Symptome "wie Kopfschmerzen oder gelegentlicher Durchfall" bei den Bewohnern nach fünf Tagen aufgetreten seien. Ein Arzt habe ihm gesagt, dies könnte auf Nebenwirkungen der Impfungen zurückzuführen sein.

Alle neun Todesfälle wurden von offizieller Seite auf Komplikationen mit der COVID-19-Infektion zurückgeführt, als Folge eines Ausbruchs, der während des Impfprogramms stattfand. Denn selbst nach einer Impfung ist es möglich, die Krankheit zu entwickeln, wenn die Impfung während der Inkubationszeit des Coronavirus (fünf bis sechs Tage) stattfand. Auch nach der Impfung ist eine Ansteckung möglich, da die Impfung nach Angaben desRobert Koch-Instituts für Infektionskrankheiten (RKI) in der Regel erst zehn bis 14 Tage nach der ersten Dosis wirksam wird. Sowohl die russischen als auch die chinesischen Staatsmedien berichteten ausführlich über diesen Fall, wobei sich die chinesischen auf die russischen Staatsmedien berufen. Trotz der reißerischen Überschrift heißt es im Originalartikel der russischen Staatsmedien ganz klar: "Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass der Impfstoff eine Rolle bei den Todesfällen gespielt hat." 

In dem Artikel wird zudem auf einen Faktencheck verwiesen, der besagt: "Es ist statistisch unvermeidlich, dass einige Menschen krank werden und sterben, nachdem sie die Impfung erhalten haben, aus Gründen, die nicht mit der Reaktion ihres Körpers auf den Impfstoff zusammenhängen." Dieser Disclaimer fehlt allerdings in den anderen Artikeln.

USA: Zeigt eine Regierungsdatenbank "181 Todesfälle nach COVID-19-Impfung"?

Diese Meldung verbreitete sich besonders in Indien stark. Die Behauptung basiert auf einer Pressemitteilung der Children's Health Defense, einer Interessensvertretung von Impfgegnern, geleitet von dem prominenten Impfgegner Robert F. Kennedy Jr. Letzterer fiel zuletzt mit Anti-Impf-Propaganda auf und beteiligte sich in Deutschland an Demonstrationen von Corona-Leugnern.

Obwohl die Überschrift des Pressetextes behauptet, dass die Daten aus einer "Regierungsdatenbank" stammten, befinden sich die verlinkten Zahlen auf der Website des National Vaccine Information Center (NVIC), einer non-profit Organisation, die nichts mit der US-Regierung zu tun hat. Der renommierte Wissenschafts- und Gesundheitsjournalist Michael Specter bezeichnet die Organisation als "die mächtigste Anti-Impf-Organisation in Amerika".

Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass die Datenbasis fragwürdig ist. National Vaccine Information Center gibt an, dass die Daten aus dem Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) der US-Regierung stammen. Darin heißt es allerdings ausdrücklich, dass "jeder einen Bericht an VAERS einreichen kann, einschließlich Eltern und Patienten", und dass "VAERS-Berichte allein nicht verwendet werden können, um festzustellen, ob ein Impfstoff ein unerwünschtes Ereignis oder eine Krankheit verursacht oder dazu beigetragen hat." Darüber hinaus ermutigt VAERS Impfstoffanbieter, signifikante Gesundheitsprobleme zu melden, "unabhängig davon, ob sie glauben, dass der Impfstoff die Ursache war oder nicht". Zudem weist VAERS darauf hin, dass seine Daten "nicht interpretiert oder verwendet werden können, um Rückschlüsse auf die Existenz, Schwere, Häufigkeit oder Quoten von Problemen im Zusammenhang mit Impfstoffen zu ziehen" und "im Kontext anderer wissenschaftlicher Informationen interpretiert werden sollten."

Bereits 2015 wurde in einer Studie zur Bewertung von Meldungen über Todesfälle im Zusammenhang mit Impfungen hervorgehoben, dass die Daten des VAERS-Systems verzerrt seien, da es ein System ist, das "jeden eingereichten Bericht über ein unerwünschtes Ereignis akzeptiert, ohne dessen klinische Bedeutung zu beurteilen oder ob es durch eine Impfung verursacht wurde." Auch die Centers for Disease Control and Prevention warnen vor Berichtsverzerrungen und inkonsistenter Datenqualität im VAERS-System.

Allerdings bittet das NVIC auch über seine eigene Webseite um Berichte über mögliche Impfschäden im gleichen Grundformat wie der VAERS-Bericht. Es gibt zudem nicht an, ob die beiden Datensätze in der Datenbank kombiniert oder getrennt gehalten werden. Die angeblichen 181 Todesfälle können jedenfalls nicht kausal auf die Coronaimpfung zurückgeführt werden.

Norwegen: "30 Pflegeheimbewohner nach Coronavirus-Impfung gestorben"?

Die norwegische Arzneimittelbehörde Statens Legemiddelverk untersuchte insgesamt 33 Berichte über Todesfälle in Pflegeheimen nach der Impfung von Bewohnern (Stand: 26. Januar 2021). 

In einer nachträglichen Analyse schreibt die Behörde: "Viele der Pflegeheimbewohner, die bisher geimpft wurden, sind sehr gebrechliche oder todkranke Patienten. Jeden Tag sterben durchschnittlich 45 Menschen in norwegischen Pflegeheimen oder anderen ähnlichen Einrichtungen. Daher sind Todesfälle, die in der Nähe des Zeitpunkts der Impfung auftreten, zu erwarten, aber sie implizieren keinen kausalen Zusammenhang mit dem Impfstoff."

Norwegen Impfung gegen Coronavirus

Es gibt keinen erwiesenen Zusammenhang zwischen der Todesfälle und den Impfungen in Norwegen.

Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur untersuchte die Fälle ebenfalls und stellte in einem Bericht fest, dass "die Überprüfung keine Sicherheitsbedenken ergab" und fügte hinzu, "dass (mehrere) vorbestehende Krankheiten eine plausible Erklärung für die Todesfälle zu sein schienen. Bei einigen Personen war bereits vor der Impfung eine palliative Behandlung eingeleitet worden."

Bei der Bewertung der Fälle zitiert ein Artikel in der medizinischen Fachzeitschrift der British Medical Association den medizinischen Direktor der norwegischen Arzneimittelbehörde Steinar Madsen: "Es gibt keinen sicheren Zusammenhang zwischen diesen Todesfällen und dem Impfstoff." Stattdessen sagte Madsen, dass "gewöhnliche Nebenwirkungen, die bei fitteren, jüngeren Patienten nicht gefährlich sind und bei Impfstoffen nicht ungewöhnlich sind, bei älteren Menschen die Grundkrankheit verschlimmern können." 

Weiter sagte er: "Wir sind nicht alarmiert oder besorgt darüber, weil dies sehr seltene Vorkommnisse sind, und sie traten bei sehr gebrechlichen Patienten mit sehr schweren Krankheiten auf."

Belgien: "14 Todesfälle nach Coronavirus-Impfung"?

In Belgien berichtete die Föderale Agentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAMHP), dass 14 Menschen zeitlich nach einer Impfung gegen das Coronavirus gestorben sind. Eine Kausalität wurde jedoch nicht festgestellt. Alle Patienten waren über 70, fünf von ihnen über 90 Jahre alt, berichtete die Brussels Times. Weitere Details zu den verstorbenen Personen wurden nicht bekannt gegeben.

"Die Tatsache, dass die gemeldeten Todesfälle kein gemeinsames klinisches Bild aufwiesen, ist ein eher beruhigendes Element, ebenso wie die Tatsache, dass die Todesfälle nach einer variablen Zeitspanne auftraten", sagte die FAMHP der Brussels Times und fügte hinzu, dass bis heute kein kausaler Zusammenhang mit dem COVID-19-Impfstoff formell gefunden worden sei.

Infolgedessen veröffentlicht die FAMHP wöchentliche Berichte, die die Nebenwirkungen des Impfstoffs untersuchen. Im Bericht vom 4. Februar hieß es: "Bis heute wurde kein formaler kausaler Zusammenhang mit dem COVID-19-Impfstoff festgestellt." Belgien wendet derzeit die Coronavirus-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna an. Welche Impfstoffe im Fall der 14 verstorbenen Personen eingesetzt wurden, erläuterte die belgische Behörde nicht. 

Peru: "Freiwilliger in Impfstoffstudie an COVID-19-Pneumonie gestorben"?

Die Cayetano Heredia Universität, die eine Studie zum chinesischen Impfstoff Sinopharm durchführte, musste eine lokale peruanische Studie unterbrechen, nachdem ein Teilnehmer an einer COVID-19-bedingten Lungenentzündung gestorben war, wie Reuters berichtet. 

Peru Covid-19 | Sinopharm

Ein Freiwilliger (nicht im Bild zu sehen) starb nach einer Impfung in einer peruanischen Studie eines chinesischen Impfstoffherstellers an einer Lungenentzündung durch Corona. Der Proband hatte ein Placebo verabreicht bekommen, nicht das Vakzin.

Nach der Entblindung der Studie - also der Offenlegung der Gruppenzugehörigkeit, welche Teilnehmer den Wirkstoff und welche ein Placebo erhielten - stellte sich heraus, dass der verstorbene Proband nicht mit dem Impfstoff geimpft wurde, sondern in der Placebogruppe war. In einer Erklärung sagte die Universität: "Es ist wichtig, festzustellen, dass der Tod der Teilnehmerin nicht mit dem Impfstoff in Verbindung steht, da sie das Placebo erhielt."

Hinweis: Dieser Beitrag wurde zuletzt am 16. März aktualisiert. 

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