Eishockey-WM: Lettland alleiniger Ausrichter | Sport | DW | 02.02.2021
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Weltmeisterschaft in Riga

Eishockey-WM: Lettland alleiniger Ausrichter

Nachdem der Eishockey-Weltverband IHF Belarus die Weltmeisterschaft entzogen hat, ist deren Ausrichtung nun geregelt. In Lettlands Hauptstadt Riga wird die WM wegen der Corona-Pandemie auf engstem Raum stattfinden.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft wird in diesem Jahr komplett in der lettischen Hauptstadt Riga stattfinden. Das hat das Council des Weltverbandes IIHF am Dienstag beschlossen. Nachdem der Verband dem zunächst als Co-Ausrichter vorgesehenen Belarus das Turnier nach großem politischen und wirtschaftlichen Druck entzogen hatte, waren auch die slowakische Hauptstadt Bratislava und die dänische Stadt Herning als Ersatzstandorte gehandelt worden.

Das Weltturnier soll vom 21. Mai bis zum 6. Juni aber nun ausschließlich in Riga ausgetragen werden. Dort liegen die beiden Spielstätten nur 150 Meter voneinander entfernt. Zudem können alle 16 Mannschaften - darunter auch das deutsche Team - im gleichen Hotel wohnen. Dies sieht der Verband vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie als großen Vorteil, weil Reisen vermieden werden können.

 "Letztlich war nach den Evaluierungsergebnissen, bei allen Bemühungen der Slowakei und auch von Dänemark, gar keine andere Entscheidung möglich", sagte Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Für das deutsche Team ändere sich aber ohnehin nichts. "Spielort, Vorrunde, Gegner, Zeitplan, alles bleibt", so Reindl.

Oppositionsführerin Tichanowskaja: "Gerechtigkeit"

Estland Tallinn | Belarussische Oppositionsführerin | Tichanowskaja

Swetlana Tichanowskaja

Die IHF hatte vor zwei Wochen entschieden, dem vom autoritären Machthaber Alexander Lukaschenko regierten Belarus die WM zu entziehen. Seitdem lief die Suche nach einem Ersatzspielort. "Der Gerechtigkeit ist Genüge getan worden. Die ganze internationale Gemeinschaft muss das verstehen", hatte die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja als Reaktion auf den WM-Entzug in einem Exklusivinterview der DW gesagt. "Natürlich sagen einige, dass Sport und Politik zwei verschiedene Dinge sind. Aber wenn das Eis blutig ist, geht es nicht mehr um Sport", so die Politikerin, die wegen der politischen Unruhen und aus Sorge vor Repressalien der Lukaschenko-Regierung aus ihrer Heimat Belarus nach Litauen geflohen war.

Bevor Belarus die Eishockey-WM abgenommen worden war, hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) den belarussischen Machthaber von allen olympischen Aktivitäten ausgeschlossen, einschließlich der Sommerspiele in Tokio.

asz (dpa, SID)

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