Corona-Live-Ticker vom 9. April: Fast 17 Millionen Arbeitslose in den USA binnen drei Wochen | Aktuell Welt | DW | 09.04.2020
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COVID-19

Corona-Live-Ticker vom 9. April: Fast 17 Millionen Arbeitslose in den USA binnen drei Wochen

In den USA melden sich immer mehr Menschen arbeitslos, in Deutschland steigen die Corona-Fallzahlen. Und der IWF warnt vor einer Jahrhundert-Rezession. Mehr im DW-Live-Blog.

Dieser Ticker ist nun geschlossen - hier noch einmal die Ereignisse des Donnerstags zum Nachlesen

Das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • Arbeitslosenrekord in den USA
  • Der IWF warnt vor einer Jahrhundert-Krise
  • Indien riegelt zahlreiche Städte ab

Die Meldungen im Einzelnen - alle Zeiten in MESZ:

18.24 Uhr - Im leeren Petersdom hat Papst Franziskus die Feiern der Kar- und Ostertage eröffnet. Wegen der Corona-Pandemie nahmen an der Gründonnerstagsmesse zum Gedenken an das Letzte Abendmahl Jesu nur Personen mit liturgischen Aufgaben teil sowie rund ein Dutzend Ordensfrauen, Geistliche und Laien in getrennten Bänken. Der Vatikan übertrug die Zeremonie als Livestream im Internet.

18.10 Uhr - In Kanada wird das Leben erst nach der Entwicklung eines Impfstoffs zur Normalität zurückkehren, sagte Ministerpräsident Justin Trudeau. Dies könne eine lange Zeit dauern.

17.56 Uhr - Im Kampf gegen einen Ausbruch der Coronavirus-Epidemie haben die Behörden in Bangladesch den gesamten Bezirk Cox's Bazar mit seinen mehr als eine Million Rohingya-Flüchtlingen abgeriegelt. Laut der von den Behörden erlassenen Anordnung darf niemand mehr das Gebiet betreten oder verlassen, bis sich die Lage wieder entspannt hat. Die Polizei setzt Patrouillen in und um die Flüchtlingslager ein. 

17.27 Uhr - Der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, sagte, das Land bewegte sich wegen der Corona-Einschränkungen in "alarmierendem Tempo" Richtung Massenarbeitslosigkeit. Laut einem hochrangigen Regierungsvertreter will das US-Präsidialamt bald die Bildung eines zweiten Krisenstabes zur Epidemie bekanntgeben, der sich mit einem Hochfahren der Wirtschaft nach der Krise befassen soll. 

16.54 Uhr – In Frankreich haben einem Medienbericht zufolge Gefängnisinsassen Geld gesammelt, um es einem Krankenhaus für den Kampf gegen die Pandemie zu spenden. Die Häftlinge des Gefängnisses in Reims hätten gut tausend Euro zusammengetragen, berichtet die Nachrichtenplattform Franceinfo unter Berufung auf Gefängnisdirektor Joël Bigayon. Sie hätten ihre privaten Ersparnisse dafür verwendet.

16.39 Uhr – Das Leipziger Universitätsklinikum darf werdenden Vätern laut einem Beschluss des Verwaltungsgerichts wegen des Coronavirus den Zutritt zum Kreißsaal verwehren. Zwar sei das Interesse des Antragstellers, eines werdenden Vaters von Zwillingen, nachvollziehbar, teilte das Gericht mit. Dieses müsse jedoch in der aktuellen Lage zurücktreten.

16.15 Uhr – Der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re rechnet infolge der Epidemie mit einer tiefen, aber kurzlebigen Rezession. "Wir gehen von einer atypischen Rezession aus, die doppelt so tief und mehr als doppelt so schnell wie die globale Finanzkrise von 2008 sein wird."

16.07 Uhr – Griechenland muss Flüchtlinge in seinen Lagern vor dem Coronavirus schützen: Zu diesem Urteil kam der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Die Straßburger Richter gaben damit einer Eilbeschwerde von drei Migranten statt. Die drei Geflüchteten hatten die Beschwerde wegen der Überbelegung ihrer Lager in Griechenland und wegen der verheerenden Hygiene-Bedingungen eingelegt.

15.44 Uhr - Kanzlerin Angela Merkel sieht nach den neuesten Infektionszahlen in der Corona-Krise Anlass zu vorsichtiger Hoffnung. "Der Anstieg flacht sich leicht ab", sagte Merkel in Berlin. Weitere Verschärfungen seien derzeit nicht nötig. Sie wolle am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten darüber beraten, wie die Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens schrittweise gelockert werden können.  

15.41 Uhr - Die Bundeswehr hilft überlasteten Kliniken in Großbritannien mit 60 mobilen Beatmungsgeräten aus. Diese sollten so schnell wie möglich an den Nato-Partner verschickt werden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

15.30 Uhr – In den Verhandlungen der Euro-Finanzminister über Hilfen für von der Krise besonders stark getroffene Länder gibt es Signale einer Annäherung. Der niederländische Regierungschef Mark Rutte sagt vor Beginn der Beratungen, eine Vereinbarung der Eurogruppe noch an diesem Donnerstag sei möglich. Er ergänzt, sein Land wolle Solidarität mit dem Süden Europas zeigen. Zuletzt hatten vor allem die Niederlande eine Einigung blockiert.

15.24 Uhr – Die Geld-Überweisungen afrikanischer Migranten in ihre Heimatländer sinken laut den Vereinten Nationen. Viele der Migranten hätten infolge der Pandemie ihre Arbeitsplätze und ihre Einkommen verloren, sagte der Regionaldirektor für Ostafrika der Internationalen Organisation für Migration Mohammed Abdiker. Deren Angehörige seien aber auf die Überweisungen angewiesen.

15.16 Uhr – In Italien sind inzwischen 100 Ärzte an Covid-19 gestorben. Wie die Nationale Ärztekammer mitteilte, hatten sich die Mediziner im Einsatz für infizierte Patienten angesteckt. Auf der Webseite des Verbands werden die seit dem 11. März gestorbenen Mediziner namentlich aufgelistet.

15.09 Uhr – Die US-Zentralbank Fed legt im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ein Notfallprogramm in Höhe von 2,3 Billionen Dollar auf. Damit sollten vor allem kleinere Unternehmen und Kommunen unterstützt werden, teilte die Federal Reserve mit.

14.58 Uhr –  In einem Altenheim in Budapest haben sich mehr als 100 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Ungarns oberste Amtsärztin Cecilia Müller sagte, fünf Senioren seien bereits gestorben. Bis Donnerstag waren in Ungarn 980 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert; 66 Tote wurden gemeldet.

14.50 Uhr - In den USA steigt die Zahl von Anträgen auf Arbeitslosenhilfe drastisch an. In der vergangenen Woche stellten 6,60 Millionen Amerikaner einen entsprechenden Erstantrag, wie das Arbeitsministerium  mitteilte. In der Woche zuvor war die Zahl der Anträge auf den Rekordwert von 6,86 Millionen angestiegen. Damit haben binnen drei Wochen fast 17 Millionen Menschen in den USA ihren Job verloren. In den USA sind 432.000 Menschen infiziert, fast 31.000 starben.

BG | Bau von temporären Coronavirus Kliniken | USA - New York

Ein temporäres Krankenhaus in New York

14.12 Uhr – Polen verlängert die Alltagsbeschränkungen. Die Grenzen blieben bis zum 3. Mai geschlossen, teilte Ministerpräsident Mateusz Morawieck mit. Unternehmen müssten bis zum 19. April geschlossen bleiben, die Beschränkungen für Schulen sowie den Bahn- und Flugverkehr würden um weitere zwei Wochen verlängert. Zudem seien die Bürger angewiesen, ab nächstem Donnerstag in der Öffentlichkeit Mund und Nase zu bedecken.

14.19 Uhr –Im Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition wegen der Pandemie eine zweiwöchige Waffenruhe ausgerufen. Die einseitige Feuerpause trat inzwischen in Kraft, ob sich die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen daran halten werden, ist noch unklar. Sollte die Waffenruhe halten, wäre dies der erste Durchbruch, seitdem sich die Konfliktparteien Ende 2018 unter UN-Vermittlung auf eine Waffenruhe in der Hafenstadt Hodeida einigten.

14.12 Uhr – Eine 107-jährige Frau aus den Niederlanden hat sich von einer Corona-Infektion erholt und ist damit die älteste bekannte Überlebende der Pandemie weltweit. Ihre Nichte sagte der Zeitung "AD", sie habe "nicht erwartet, dass sie das überleben würde". Die Frau war Mitte März zusammen mit 40 weiteren Menschen positiv getestet worden. Zwölf Menschen aus dieser Gruppe seien inzwischen gestorben, berichtet das Blatt.

14.06 Uhr – Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Pandemie mit dem stärksten Einbruch seit der Großen Depressionvor fast 100 Jahren. "Wir sind mit einer noch nie dagewesenen Krise konfrontiert", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa kurz vor Beginn der Frühjahrestagung, die dieses Jahr nur virtuell stattfinden kann. Die Krise treffe alle Länder, ärmere Staaten könnten aber nicht so gut darauf reagieren.

13.41 Uhr – Die Bundesregierung will die Produktion medizinischer Schutzausrüstung in Deutschland ankurbeln. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte, bis zum Jahresende würden aber allein im Gesundheitssektor eine Milliarde OP-Masken und bis zu 450 Millionen sogenannte FFP2-Masken benötigt. Laut Wirtschaftsminister Peter Altmaier werden momentan rund 90 Prozent aller Masken in Asien produziert.

13.24 Uhr – In der Schweiz beschleunigt sich der Zuwachs an Infektionen wieder etwas. Die Zahl der Infizierten stieg gegenüber Mittwoch um 785 auf fast 23.600. In den drei Tagen davor hatte das Plus nur 547, 590 und 552 betragen. Bislang starben 756 Personen an der Erkrankung - 51 mehr als am Mittwoch.

13.12 Uhr -  Die Lufthansa verhandelt wegen der Corona-Krise über Staatshilfe."In der Summe verlieren wir jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter. Deshalb sei absehbar, dass das Unternehmen die Krise nur mit staatlicher Unterstützung überstehen werde, sagte Spohr.

13.01 Uhr – Die Weltbank warnt vor der ersten Rezession seit 25 Jahren in Afrika südlich der Sahara. Für 2020 wird ein Einbruch der Wirtschaft um 2,1 bis 5,1 Prozent prognostiziert. Auf dem Kontinent gab es bislang 11.440 bestätigte Corona-Fälle.

12.56 Uhr – Hunderttausende Muslime haben im indonesischen Ostjava an einem Online-Massengebet teilgenommen. Es wurde von Indonesiens größter islamischer Organisation Nahdlatul Ulama organisiert und live über ins Netz übertragen. Außerdem verbreitete die Provinzregierung das Gebet über ihre digitalen Plattformen.

12.44 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt dazu, die Kontaktbeschränkungen über Ostern konsequent durchzuhalten. Nur dann könne aus der Abschwächung der Infektionsrate ein Trend werden, der es erlaube, über eine schrittweise Lockerung der Einschränkungen zu sprechen, sagt er. Regeln wie etwa ein Mindestabstand von eineinhalb Metern untereinander und ein Verzicht aufs Händeschütteln werden nach seinen Worten noch für "viele, viele Monate" gelten.

12.31 Uhr – Die Regierung in Finnland verlängert die meisten Beschränkungen um einen Monat bis zum 13. Mai Das umfasst ein Verbot öffentlicher Versammlungen von mehr als 10 Personen sowie die Schließung von Schulen und Restaurants.

12.20 Uhr – Die Zahl der Coronavirus-Toten im Iran ist um 117 auf über 4100 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilte, sind mehr als 66.000 Menschen im Iran infiziert. Damit verlangsamt sich die Ausbreitung des Virus weiter.

12.03 Uhr – Die Welternährungsorganisation FAO warnt vor Auswirkungen der Corona-Krise auf den Kampf gegen die Heuschreckenplage im Osten Afrikas. Weil es weniger Frachtflüge gebe, würden Pestizide knapp, teilte die UN-Organisation mit. Die FAO befürchtet ein dramatisches Anwachsen der Heuschreckenschwärme in den kommenden Monaten.

11.56 Uhr – In Spanien hat sich der Anstieg der Totenzahl verlangsamt. Das Gesundheitsministerium meldet weitere 683 Todesfälle. Das sind weniger als am Vortag. Davor war die Zahl zwei Tage hintereinander gestiegen. Insgesamt zählt Spanien mehr als 15.000 Tote. Die Zahl der bekannten Infektionen legt um knapp 6000 auf 152.500 zu.

11.47 Uhr – Für den besonders schwer betroffenen westdeutschen Kreis Heinsberg gibt der Virologe Hendrik Streeck vorsichtige Entwarnung. Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie könnten gelockert werden, sagte er bei der Vorstellung einer Pilotstudie. In der Gemeinde Gangelt seien mittlerweile 15 Prozent der untersuchten Bürger immun gegen das Virus.

11.37 Uhr – Die Regierung in Indien hatmehrere Städte und Stadtbezirke abgeriegelt. Die Behörden versicherten, die Bewohner würden mit Lebensmitteln, Medizin und anderen notwendigen Dingen an der Türschwelle versorgt. In vielen Teilen des Landes muss man beim Verlassen des Hauses eine Maske tragen. Bislang wurden mehr als 5700 Sars-CoV-2-Fälle verzeichnet, 166 Menschen kamen ums Leben.

11.33 Uhr – Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Auszahlung von Landes-Soforthilfen für Selbständige und Kleinstbetriebe vorerst gestoppt. Betreiber auf Fake-Seiten hätten mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle Machenschaften genutzt, teilte die Landesregierung zur Begründung mit.

11.21 Uhr – Volkswagen sieht ermutigende Signale für sein Geschäft in China. "Es gibt immer mehr Anzeichen für eine Erholung, mit einer guten Chance, dass der chinesische Automarkt im Frühsommer das Niveau des vergangenen Jahres erreichen könnte", sagte der China-Chef des Konzerns, Stephan Wöllenstein.

10.57 Uhr - Auch in Indonesien breitet sich das Virus schneller aus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der Ansteckungen um 337 auf 3.300. Die Zahl der Toten sei um 40 auf 280 gestiegen.

10.41 Uhr - Immer mehr Unternehmen in Deutschland melden Kurzarbeit an. Bis zum 6. April waren es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 650.000. Das ist ein Anstieg um 40 Prozent binnen einer Woche. Wie viele Menschen betroffen sind, lasse sich zunächst nicht beziffern, hieß es. Die Behörde geht aber davon aus, dass ihre Zahl "deutlich" über dem Niveau der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 liegen wird, als bis zu 1,4 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit waren.

10.35 Uhr - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hofft darauf, dass die Gesellschaft gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen wird. "Die Menschen sind achtsamer geworden aufeinander, die Menschen helfen sich, die Menschen stehen einander bei", sagte er. "Es ist fast so etwas wie eine Revolution des Mitgefühls im Alltag im Moment zu spüren."

10.19 Uhr – Das Gesundheitsministerium der Philippinen hat 21 neue Todesfälle und 206 zusätzliche Infektionen bekannt gegeben. Damit habe die Gesamtzahl der Todesfälle 203 erreicht und die Zahl der Fälle sei auf 4076 angestiegen.

Philippinen Manila Mann mit Gesichtsschutz

Ein Mann mit einem provisorischen Gesichtsschutz in den Straßen Manilas

10.02 Uhr – In Russland breitet sich das Virus immer schneller aus. Das nationale Krisenreaktionszentrum meldete einen Rekordanstieg von 1459 neuen Fällen von Coronaviren an einem Tag. Insgesamt sind damit mehr als 10.000 Menschen infiziert. Die Zahl der Covid-19-bedingten Todesfälle stieg um 13 auf 76.

09.55 Uhr – In Venezuela ist eine erste Hilfslieferung der Vereinten Nationen eingetroffen. Die Lieferung umfasse Schutzausrüstung für medizinisches Personal, Beatmungsgeräte, Kinderbetten, Produkte zur Kontrolle der Wasserqualität und Hygienesets, teilten die UNO mit. In Venezuela sind 167 Infektionsfälle registriert, neun Menschen starben.

09.44 Uhr – Vor dem Oster-Wochenende wächst an den Börsen die Hoffnung auf eine baldige Eindämmung der Pandemie. Dax und EuroStoxx50 legen im frühen Handel jeweils etwa zwei Prozent auf 10.572 beziehungsweise 2900 Punkte zu.

09.37 Uhr – Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez hat die jüngsten Daten als ermutigend, bezeichnet. Das Land stehe kurz vor dem Beginn eines Rückgangs der Epidemie. "Wir bekommen das Feuer langsam unter Kontrolle ", sagte er im Parlament vor einer Abstimmung über die Verlängerung des Ausnahmezustands bis zum 26. April.

09.29 Uhr - Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei schlägt vor, Massenversammlungen in der Islamischen Republik durch den heiligen muslimischen Fastenmonat Ramadan inmitten der Coronavirus-Pandemie zu verbieten. Der Ramadan beginnt Ende April. Im Iran sind fast 65.000 Infizierte und 2500 Tote registriert.

09.16 Uhr - In Japan hat die Zahl der Infizierten die Marke von 5000 überschritten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jiji Press. Hinzu kommen rund 700 infizierte Menschen, die sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes befunden hatten. Bislang starben 110 Menschen.

BdTD Japan Kreuzung in Tokio

Obwohl die Restriktionen in Japan nicht so scharf sind, sind die Straßen leerer

09.09 Uhr - Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson bessert sich nach Angaben seiner Regierung. Johnson habe sich aufsetzen und mit dem medizinischen Personal sprechen können, sagt Kulturminister Oliver Dowden. Johnson befinde sich weiter auf der Intensivstation.

09.05 Uhr - Mehrere Seenotrettungsorganisationen haben die Entscheidung Italiens angeprangert, wegen der Corona-Krise alle Häfen zu schließen. Die leidenden Bürger Italiens dürften nicht der Grund dafür sein, "jenen Hilfe zu verwehren, die nicht Gefahr laufen, in einem Intensivbett zu ersticken, sondern zu ertrinken", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Organisationen Ärzte ohne Grenzen, SOS Méditerranée, Sea Watch und Open Arms.

8.52 Uhr - Der Chemiekonzern BASF will seine Hauptversammlung wegen der Corona-Krise virtuell abhalten. Das Aktionärstreffen solle am 18. Juni ohne Anwesenheit der Anteilseigner stattfinden, teilte der Konzern mit. Die gesamte Hauptversammlung solle im Online-Service für Aktionäre übertragen werden. Ursprünglich war das Treffen für den 30. April geplant gewesen.

08.18 Uhr - Die Osterfeiertage sind nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier entscheidend für das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie. Es gebe im Augenblick zwar erste positive Nachrichten, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "Aber es ist viel zu früh, um in Selbstgewissheit und Selbstzufriedenheit zu verfallen." Über Ostern müssten die Maßnahmen weiter diszipliniert und mit viel Verantwortungsgefühl umgesetzt werden.

08.02 Uhr - Die Afrikanische Entwicklungsbank hat zehn Milliarden US-Dollar (umgerechnet 9,2 Milliarden Euro) für den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auf dem Kontinent zur Verfügung gestellt. Die Bank werfe "ihr ganzes Gewicht" in die Waagschale, um Afrika in dieser schwierigen Zeit zu helfen, erklärte der Präsident der Bank, Akinwumi Adesina, in Abidjan in der Elfenbeinküste. Bisher wurden in mehr als 50 afrikanischen Ländern insgesamt rund 10.600 Infektionsfälle registriert. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP starben mindestens 537 Menschen in Afrika durch den Virus. Zwar ist der Kontinent im Vergleich mit anderen Weltregionen bislang weniger schlimm von der Corona-Pandemie betroffen, doch viele Experten befürchten bei einer weiteren Ausbreitung den Zusammenbruch der oft schlecht entwickelten Gesundheitssysteme in den afrikanischen Ländern.

07.26 Uhr - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) befürchtet, dass Beschäftigte mit niedrigem Einkommen durch Corona-bedingte Kurzarbeit in die Armut abrutschen könnten. Viele Angestellte landen mit ihrem derzeitigen Kurzarbeitergeld unterhalb der staatlichen Grundsicherung, wie aus DGB-Zahlen hervorgeht, aus denen die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren. Betroffen sind demnach besonders Beschäftigte in den Dienstleistungsberufen, aber auch Kulturschaffende.

07.25 Uhr - Angesichts erster Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus in Deutschland hält Gesundheitsminister Jens Spahn vorsichtige Schritte aus dem staatlich angeordneten Stillstand nach den Osterferien für möglich. Sollte die Entwicklung bei den Infektionszahlen anhalten, "werden wir mit den Ministerpräsidenten über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". In einem freiheitlichen Rechtsstaat könnten weitreichende Einschränkungen von Grundrechten nur so lange funktionieren, wie sie verstanden und akzeptiert würden. Deshalb sei es nicht nur wichtig, das Handeln gut zu begründen, sondern auch eine Perspektive aufzuzeigen.

07.04 Uhr - Vor weiteren Gesprächen der Euro-Finanzminister über gemeinsame Hilfen in der Corona-Krise ruft EZB-Chefin Christine Lagarde die Staaten zu mehr Solidarität auf. "Die Regierungen müssen sich gegenseitig unterstützen, damit sie zusammen die optimale politische Reaktion zeigen gegen einen allgemeinen Schock, für den niemand verantwortlich ist", forderte Lagarde in einem Beitrag für mehrere Zeitungen. "Solidarität ist in Wirklichkeit Selbstinteresse", betonte sie.

06.55 Uhr - In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bislang 2107 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Das sind 246 mehr als am Vortag. Mittlerweile wurden 108.202 Infektionsfälle bestätigt, 4974 mehr als am Tag zuvor. Damit stiegen die Fallzahlen den dritten Tag in Folge, nachdem sie zuvor über einige Tage gesunken waren. Die aktuelle Zahl der Genesenen teilte Institut nicht mit. Zuletzt hatte es gemeldet, dass 7561 Patienten wieder gesund seien.

06.50 Uhr - Angesichts der Coronavirus-Pandemie rät der Islam-Dachverband Ditib Risikogruppen im islamischen Fastenmonat Ramadan zur Zurückhaltung. Kranke zum Beispiel seien ohnehin vom Fasten befreit und sollten diese Möglichkeit auch nutzen, sagte
Generalsekretär Abdurrahman Atasoy der Deutschen Presse-Agentur. "Dieses Jahr empfehlen wir zusätzlich auch jenen, die sich zwar gesund fühlen, aber als sogenannte Risikogruppe gelten und sich körperlich nicht fit genug empfinden, ebenfalls auf das Fasten zu verzichten. Die Gesundheit hat Vorrang." Der Ramadan beginnt am 24. April und endet einen Monat später mit dem Zuckerfest. 

06.31 Uhr - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ruft dazu auf, Verstöße gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen erst einmal im Privaten anzusprechen. "In einem höflichen Miteinander kann man sich da schon verständigen, ohne dass man gleich die Polizei ruft", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der GdP, Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei versuche bei den Kontrollen mit Fingerspitzengefühl und Verhältnismäßigkeit vorzugehen, dies solle auch für den Umgang von Privatpersonen untereinander gelten. "Wogegen wir uns auch verwehren müssen, ist mögliche Wichtigtuerei und vor allen Dingen auch Denunziantentum. Das birgt Zündstoff."

5.43 Uhr - Die große Zeit der Hamsterkäufe ist in Deutschland nach Einschätzung von Marktforschern erst einmal vorbei. Die erste Panik nach dem Corona-Ausbruch habe sich gelegt. "Es gibt eine Gewöhnung an den Krisenmodus", sagt der Handelsexperte Robert Kecskes von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Angefangen hatten die Hamsterkäufe nach Beobachtung der GfK in der letzten Februarwoche. Die Nachfrage nach Hand-Desinfektionsmitteln stieg schlagartig um mehr als 500 Prozent. Bei Mehl, Reis, Nudeln, Seife und Toilettenpapier verdoppelten sich die Verkaufszahlen. 

5.17 Uhr - Bis auf wenige Ausnahmen wollen sich die Deutschen auch an Ostern an die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise halten. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten nur 1,3 Prozent, dass sie eine mehrtägige Reise zu Verwandten, Freunden oder in ein Ferienhaus planten. Weitere 2,2 Prozent haben sich einen Tagesausflug zu einem Ziel außerhalb ihrer Heimatregion vorgenommen. 93 Prozent wollen dagegen an Ostern wie von der Bundesregierung empfohlen zu Hause bleiben und sich nur in der näheren Umgebung im Freien bewegen. 

05.00 Uhr - Angesichts des drohenden Konjunktureinbruchs hält der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Lars Feld, es für "sinnvoll, die Steuern spürbar zu senken, um nach dem Shutdown einen wichtigen Impuls zu setzen". Der Solidaritätszuschlag sollte daher schon zum 1. Juli
abgeschafft werden – und zwar für alle, sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus". 

04.02 Uhr - Statt symbolischer Gesten für Pflegekräfte in der Corona-Krise sollten die Kirchen die Arbeit ihrer Beschäftigten im Gesundheitswesen mit gerechten Löhnen honorieren. Mit dieser Forderung haben sich die Unterzeichner eines Offenen Briefs an die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz gewandt. Zu den Erstunterzeichnern gehören der Mainzer Herzmediziner Thomas Münzel, der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und der Kabarettist Matthias Deutschmann.

03.50 Uhr - Die USA verzeichnen den zweiten Tag in Folge fast 2000 Corona-Tote. Insgesamt starben an der neuen Lungenkrankheit nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 14.760 Menschen. Infiziert sind fast 432.000 Personen.

03.00 Uhr - Rund eine halbe Milliarde Menschen könnte im Zuge der Corona-Krise nach Einschätzung von Oxfam in Armut stürzen. "Die Wirtschaftskrise, die sich rasch entfaltet, ist schwerer als die globale Finanzkrise von 2008", heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation. Im schlimmsten Fall würde die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben und mit 1,90 Dollar am Tag oder weniger auskommen müssen, um 434 Millionen auf 922 Millionen zunehmen.

02.50 Uhr - Zur Bekämpfung der Pandemie stellt Ecuador Hunderte neue Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger ein. Insgesamt würden 606 zusätzliche Mediziner angeheuert, teilte das Gesundheitsamt in Quito mit.

02.26 Uhr - US-Präsident Donald Trump kann es nicht erwarten, dass die Corona-Pandemie überwunden ist. Allerdings müsse die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen dafür wohl erst einmal zurückgehen, sagte Trump bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Eigentlich wäre es schön, das Land "mit einem großen Knall" wieder zu öffnen, meinte er weiter.  

USA Coronavirus US-Präsident Donald Trump

Donald Trump beim Pressebriefing

02.24 Uhr - Ein seit zwei Wochen vor Uruguays Küste liegendes Kreuzfahrtschiff mit Coronavirus-Patienten an Bord hat die Erlaubnis zum Anliegen in Montevideo erhalten. Die "Greg Mortimer" darf am Freitag in den Hafen der Hauptstadt einlaufen. Bis Mittwoch wurden 128 der rund 200 Menschen auf dem Schiff positiv auf das Coronavirus getestet. 

02.07 Uhr - Die irische Rockband U2 hat für den Kampf gegen das Coronavirus zehn Millionen Euro gespendet. Ein Teil der damit finanzierten medizinischen Ausrüstung sei bereits am Flughafen von Dublin eingetroffen, berichtete das irische Fernsehen. In Irland gibt es knapp 6000 Infizierte, 235 Menschen starben an COVID-19.

02.00 Uhr - Das für die Produktion von Atemschutzmasken benötigte Spezialvlies wird nach Angaben von Herstellern knapp. "Leider sind unsere Fertigungskapazitäten für Vliesstoffe für Atemmasken zum aktuellen Zeitpunkt vollkommen ausgeschöpft", heißt es beispielsweise bei der Firma Sandler. Voraussichtlich bis Anfang Juni könne man deshalb keine Neuaufträge bearbeiten.

01.25 Uhr - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mahnt zu Vorsicht beim Wiederhochfahren der Wirtschaft in der Corona-Krise. Dies müsse in einer Weise geschehen, die eine neue starke Ausbreitung des Virus vermeide, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten müsse an erster Stelle stehen.

01.00 Uhr - Der Deutsche Richterbund fordert eine Ausweitung von Online-Gerichtsverfahren. Bund und Länder sollten die Corona-Krise zum Anlass für einen Digitalisierungsschub in der Justiz nehmen, sagte Richterbund-Geschäftsführer Sven Rebehn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. 

00.48 Uhr - Im Kampf gegen das Coronavirus haben die Vereinten Nationen Venezuela 90 Tonnen Lebensmittel und medizinische Güter per Flugzeug geschickt. Die Ladung enthielt unter anderem 28.000 Test-Kits für Ärzte und Pfleger, Sauerstoffkonzentratoren, Kinderbetten und Hygienesets, wie das UN-Amt für humanitäre Angelegenheiten, OCHA, mitteilte. 

Italien Rome Gesundheitspersonal im Schutzanzug auf der Intensivstation

In einem Krankenhaus in Rom zieht Gesundheitspersonal seine Schutzkleidung an

00.00 Uhr - Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte hofft, dass sich die Lage in seinem Land weiter verbessern wird. "Die Kurven für Italien verbessern sich. Die Zahl der Geheilten steigt stark an. Ich hoffe, wir kommen jetzt wieder aus der Krise. Wir sind in einer entscheidenden Phase", sagte Conte. Italien hat fast 140.000 bestätigte Infizierte. Mehr als 17.660 Menschen starben.  

mm/kle/mak/se (alle agenturen, rki, jhu)

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