1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
KatastropheChile

Alarmstufe Rot: 19 Waldbrände wüten in Chile

Veröffentlicht 18. Januar 2026Zuletzt aktualisiert 18. Januar 2026

Die Flammen lodern am Horizont und bedrohen Siedlungen in Südchile. 20.000 Menschen müssen fliehen. Mindestens 16 Menschen kamen bislang ums Leben.

https://p.dw.com/p/570fn
Chile Concepción 2026 | Nächtliche Szene in einem Wohngebiet an einem Berghang, wo am Horizont Waldbrände den Himmel rot färben (17.01.2026)
Näherrückende Brände bei Concepción in der Region Biobío (am Sonnabend)Bild: Carlos Acuna/Aton Chile/IMAGO

Chiles Präsident Gabriel Boric hat wegen mehrerer Waldbrände im Süden des Landes für zwei Regionen den Katastrophenfall ausgerufen. Die Maßnahme betreffe die Provinzen Ñuble und Biobío, teilte Boric mit.

Bereits am Samstag hatten die Behörden in einigen Regionen die höchste Alarmstufe "Rot" verhängt. Damit können nach Angaben des Nationalen Dienstes für Katastrophenschutz und -hilfe (SENAPRED) alle notwendigen und verfügbaren Ressourcen mobilisiert werden.

Chile Concepción 2026 | Ein Feuerwehrwagen überholt einen Privat-PKW, mit dem Menschen offenbar flüchten - der nächtliche Himmel ist von entfernten Waldbränden rot gefärbt (17.01.2026)
Feuerwehreinsatz in Concepción (am Sonnabend)Bild: Carlos Acuna/Aton Chile/IMAGO

SENAPRED ordnete Evakuierungen an und verschickte Notfallwarnungen an Mobiltelefone in den betroffenen Gebieten. Rund 20.000 Menschen flohen nach Behördenangaben bereits vor den Bränden. Bislang kamen in den Flammen nach Angaben der Behörden mindestens 16 Menschen ums Leben.

Mahnung zu extremer Vorsicht

Der Katastrophenschutzdienst betonte, dass es sich bei den Evakuierungen um Präventivmaßnahmen handele. SENAPRED ermahnte Bewohner, nicht zurückzukehren, bis die Behörden die Genehmigung dazu erteilt hätten. Die Öffentlichkeit wurde aufgefordert, sich an die offiziellen Kanäle zu halten und mit den Notfallteams zusammenzuarbeiten.

Chile Concepcion 2026 | Rauch und Flammen eines großen Waldbrandes in der Region Biobío (17.01.2026)
Waldbrand in der Region Biobío (am Sonnabend)Bild: Pablo Hidalgo/REUTERS

Nach Angaben der Regionaldirektorin der chilenischen Forstbehörde CONAF in Ñuble, Norma Perez, kämpfen die Einsatzkräfte mit allen Mitteln gegen die Brände. Sie rief die Menschen dazu auf, "extrem vorsichtig" zu sein.

Die Behörden appellierten an die Bevölkerung, "keinen Müll im Freien zu verbrennen, keine Geräte zu benutzen, die Funken erzeugen, und nicht im Freien zu grillen, da dies einen Brand verursachen könnte."

Tausende Hektar betroffen

Insgesamt wüten in Chile derzeit 19 Waldbrände, darunter zwölf in Ñuble und Biobío. Tausende Hektar sind betroffen. Begünstigt werden die Feuer durch das aktuelle Hochdruckwetter, das hohe Temperaturen bringt. Über das Ausmaß der Zerstörungen gibt es noch keinen Überblick.

Chile Concepcion 2026 | Auto fährt vor brennendem Wald in der Region Biobío (18.01.2026)
Brandherd bei ConcepciónBild: Juan Gonzalez/REUTERS

Schon in den vergangenen Jahren hatten mehrere Waldbrände in Chile Verwüstungen angerichtet. Im Februar 2024 kamen 138 Menschen bei Bränden in Viña del Mar in der Touristenregion Valparaíso ums Leben.

AR/fab (afp, rtr, SENAPRED)

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen