Zwei ″Marionetten″ gewinnen Wahlen in der Ostukraine | Aktuell Europa | DW | 12.11.2018
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Ostukraine

Zwei "Marionetten" gewinnen Wahlen in der Ostukraine

Bei den Wahlen in den Provinzen Donezk und Luhansk haben sich wie erwartet die amtierenden prorussischen "Präsidenten" durchgesetzt. Der Westen bezeichnete die Wahlen als illegal.

Ostukraine Donezk Wahlen Seperatisten Gebiete (picture-alliance/dpa/TASS/M. Tereshchenko)

Hohe Wahlbeteiligung in Donezk und Luhansk

In der "Volksrepublik" Donezk kam Denis Puschilin nach Auszählung fast aller Stimmen auf 61 Prozent, wie die dortige Wahlkommission mitteilte. In der Region Luhansk wurde Leonid Pasetschnik mit 68 Prozent im Amt bestätigt.

Die EU und die USA hatten die Wahlen im Industriegebiet Donbass als Verstoß gegen die Minsker Friedensvereinbarung zurückgewiesen, die Gewählten gelten den westlichen Kritikern als Marionetten. Auch die Wahlkommission in Kiew bezeichnete das Wahlergebnis als folgenlos und ohne "rechtliche Bedeutung".

Hohe Wahlbeteiligung gekauft?

Nach Angaben der örtlichen Behörden lag die Wahlbeteiligung in Donezk bei mehr als 80 Prozent, in Luhansk bei 77 Prozent. Um möglichst viele Menschen zur Stimmabgabe zu bewegen, wurden an den Wahllokalen Imbissbuden aufgebaut und Tombolas organisiert. In den beiden Regionen, die rund drei Prozent des ukrainischen Staatsgebietes ausmachen, leben 3,7 Millionen Menschen.

Der Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und bewaffneten Kämpfern in der Ostukraine hatte im April 2014 begonnen. Kiew und der Westen werfen Russland vor, die prorussischen Kämpfer mit Soldaten und Waffen zu unterstützen. Moskau bestreitet das.

fab/qu (afp, rtre)

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