Zahl der Ebola-Toten im Kongo steigt | Aktuell Afrika | DW | 05.08.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Krankheit

Zahl der Ebola-Toten im Kongo steigt

Gerade erst hatten die Behörden im Kongo einen Ebola-Ausbruch erfolgreich bekämpft, da kommt schon eine neue Hiobsbotschaft. Im Osten des Landes breitet sich die lebensgefährliche Krankheit weiter aus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht bereits von 43 bestätigten oder wahrscheinlichen Fällen im Osten der Demokratischen Republik Kongo aus. 33 weitere Krankheitsfälle würden überprüft, teilte die Organisation mit. Bislang seien 33 Menschen an Symptomen wie Fieber und Blutungen gestorben, die auf Ebola hindeuten. 

Impfungen sollen anlaufen

Erst vor knapp zwei Wochen hatten die Behörden im Kongo einen Ebola-Ausbruch 1.500 Kilometer weiter westlich für beendet erklärt. Dabei gab es insgesamt 54 Verdachtsfälle und 33 Menschen starben. In den neuen Krisengebieten um die Städte Beni und Mangina sollen Menschen, die möglicherweise mit Kranken oder deren Verwandten in Kontakt waren, möglichst bald geimpft werden, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

Probleme für Helfer im Krisengebiet 

Ebola gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Für eine erfolgreiche Bekämpfung des Ausbruchs ist nach WHO-Angaben das rigorose Aufspüren aller Menschen nötig, die entweder direkt mit Kranken in Kontakt waren oder mit anderen Menschen, die Kontakt zu Kranken hatten. Das sei in einem Kriegsgebiet wie dem Osten Kongos aber höchst schwierig. Mitarbeiter der WHO und von Hilfsorganisationen könnten sich dort teilweise nur mit bewaffneten Eskorten bewegen, so die WHO.

Der Osten des Kongos ist seit Jahrzehnten instabil. In der Region kämpfen mehrere Milizen, denen es vor allem um die Kontrolle von Land und Bodenschätzen geht. In dem Gebiet um die Stadt Beni, die etwa 50 Kilometer von der Grenze zu Uganda entfernt ist, leben zudem Hunderttausende, die durch die Kämpfe vertrieben wurden.

wo/sam (dpa, afpe)

Die Redaktion empfiehlt