20 Tote nach erneutem Ebola-Ausbruch im Kongo | Aktuell Afrika | DW | 01.08.2018
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Demokratische Republik Kongo

20 Tote nach erneutem Ebola-Ausbruch im Kongo

Nur eine Woche nach dem - offiziellen - Ende der Ebola-Epidemie im Nordwesten der Demokratischen Republik Kongo sind neue Fälle der Virus-Krankheit aufgetaucht. Diesmal hat es die Provinz Nord-Kivu im Osten getroffen.

Kongo Ebola (picture-alliance/AP Photo/S. Mednick)

Hilfe für die Helfer: Ein Mann, der später in von Ebola betroffenen Gebieten Impfungen vornehmen soll, erhält erst einmal selbst eine Schutzimpfung - von einer Mitarbeiterin der Weltgesundheitsorganisation WHO

In der Demokratischen Republik Kongo sind bei einen neuen Ebola-Ausbruch 20 Menschen gestorben. Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga meldete "eine neue Epidemie" der hochansteckenden und oft tödlich verlaufenden Krankheit im Osten des Landes. Die Provinz Nord-Kivu habe dem Ministerium 26 Fälle von fieberkranken Menschen gemeldet, von denen nur noch sechs am Leben seien. Das Ministerium entsandte zwölf Experten in die Stadt Beni. Die Region ist eine Hochburg der islamistischen Miliz Alliierte Demokratische Kräfte (ADF).

Erst in der vergangenen Woche war ein Ausbruch im Nordwesten des Kongo offiziell für beendet erklärt worden. Betroffen waren die Städte Mbandaka mit rund 1,2 Millionen Einwohnern sowie Iboko und Bikora. 33 Menschen starben, insgesamt 54 hatten sich angesteckt. "Es gibt keine Hinweise darauf, dass die beiden Ausbrüche in Zusammenhang miteinander stehen", erklärte Kalenga. Sie seien mehr als 2500 Kilometer voneinander entfernt aufgetreten.

Desinfektion von Menschen und Gebäuden nach dem Ebola-Ausbruch in der Stadt Mbandaka (Foto: picture-alliance/AP Photo/J. Bompengo)

Desinfektion von Menschen und Gebäuden nach dem Ebola-Ausbruch in der Stadt Mbandaka

Zehnter Ebola-Ausbruch seit 1976

In der Demokratischen Republik Kongo ist es bereits der zehnte Ausbruch, seit die Krankheit in dem Land 1976 zum ersten Mal dokumentiert worden war. 2017 starben dort nach offiziellen Angaben vier Menschen an den Folgen der Virus-Erkrankung. Ende 2013 hatte eine verheerende Ebola-Epidemie mehrere westafrikanische Staaten heimgesucht. In den folgenden Monaten starben in Guinea, Sierra Leone und Liberia rund 11.300 Menschen an der Virus-Krankheit.

Ebola gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

sti/kle (afp, dpa, rtr)

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