Whistleblower-Affäre: Will Trump Biden aus dem Wahlkampf drängen? | Aktuell Amerika | DW | 21.09.2019
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USA

Whistleblower-Affäre: Will Trump Biden aus dem Wahlkampf drängen?

Wie weit geht Trump für den Sieg? Der US-Präsident soll die ukrainische Regierung aufgefordert haben, gegen den Sohn seines Rivalen Joe Biden zu ermitteln. "Machtmissbrauch", sagt Biden. "Fake News story", meint Trump.

USA Wahlkampf Joe Biden, Demokratische Partei (picture-alliance/AP Photo/M. Rourke)

Joe Biden könnte Trumps direkter Herausforderer im Kampf um das Präsidentenamt werden

Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, sprach von einem Vorfall, der "gravierende und dringliche Fragen für unsere nationale Sicherheit" aufwerfe. Mehreren US-Medienberichten zufolge soll Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat mehrfach aufgefordert haben, gemeinsam mit seinem Anwalt Rudy Giuliani, dem ehemaligen New Yorker Bürgermeister, gegen Hunter Biden, den Sohn Joe Bidens, zu ermitteln. Hunter Biden hatte während der Amtszeit seines Vaters als Vizepräsident bei einer ukrainischen Gasfirma gearbeitet. 

Ein Geheimdienstmitarbeiter hatte laut Medienberichten aufgrund dieses Telefonats eine Beschwerde über Trump bei einer internen Kontrollbehörde eingereicht. Die Regierung hält konkrete Informationen zu der Beschwerde allerdings zurück. Biden forderte den Präsidenten auf, "unverzüglich" ein Transkript des strittigen Telefonats zu veröffentlichen. 

Sollten die Berichte wahr sein, gehe "Trumps Bereitschaft, seine Macht zu missbrauchen und unser Land zu demütigen" ins Bodenlose, erklärte Biden in einer Mitteilung. Eine solch "eindeutige Korruption" schade den Regierungsinstitutionen, die so zu "Werkzeugen einer persönlichen politischen Rache" würden. Biden, ehemals Vizepräsident unter Barack Obama, bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur bei den Demokraten und hat gute Chancen, Trumps Herausforderer bei der Präsidentenwahl 2020 zu werden. 

USA Weißes Haus Washington | Präsident Donald Trump über Joe Biden (picture-alliance/newscom/P. Benic)

Die Vorwürfe gegen ihn seien "lächerlich", findet US-Präsident Trump

"Es war ein vollkommen angemessenes Gespräch", verteidigte sich Trump am Freitag im Weißen Haus und beschuldigte den Informanten, parteiisch zu sein. Er kenne dessen Identität aber nicht. Es sei nichts weiter als eine erneute "Fake News story", twitterte der Präsident.

Auf Nachfrage von Journalisten, ob es in dem strittigen Gespräch um Biden ging, sagte Trump: "Es spielt keine Rolle, was ich besprochen habe." Zuvor hatte zumindest Trumps Anwalt Guiliani beim amerikanischen Sender CNN eingeräumt, die Ukraine ermuntert zu haben, Vorwürfen gegen die Bidens nachzugehen.

jv/ml (dpa, ap)

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