Viele Opfer bei Anschlag auf Minenarbeiter in Burkina Faso | Aktuell Afrika | DW | 07.11.2019
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Westafrika

Viele Opfer bei Anschlag auf Minenarbeiter in Burkina Faso

Die Polizei spricht vom blutigsten Überfall in dem westafrikanischen Land seit fast fünf Jahren. Mindestens 37 Menschen werden getötet, als Bewaffnete einen Konvoi mit Arbeitern einer kanadischen Goldmine angreifen.

Burkina Faso Sicherheitskräfte (Getty Images/AFP/A. Ouoba)

Ein Soldat in Burkina Faso (Archiv)

Der Konvoi aus fünf Bussen in Burkina Faso wurde von Soldaten eskortiert, als er in einen Hinterhalt geriet. Der Militärwagen an der Spitze fuhr auf einen Sprengsatz auf. Unmittelbar danach eröffneten Unbekannte das Feuer auf die Mitarbeiter der kanadischen Mine Boungou. Mindestens 37 Zivilisten wurden getötet, 60 Menschen bei dem Angriff im Osten des westafrikanischen Staates verletzt, wie der Gouverneur der Region, Saidou Sanou, weiter mitteilte. In den Bussen saßen neben Arbeitern auch Unternehmer und Lieferanten.

Der dritte Angriff innerhalb von 15 Monaten

Das Militär durchkämme die Region nach Verdächtigen, hieß es. Die Mine in der Provinz Tapoa ist im Besitz des kanadischen Konzerns Semafo, der in dem Land zwei Goldminen betreibt. Es war der dritte Angriff auf das Unternehmen innerhalb von 15 Monaten. Semafo bestätigte den Überfall, ohne Opferzahlen zu nennen. Der Angriff habe etwa 40 Kilometer von der Mine entfernt stattgefunden. "Boungou bleibt gesichert und die Arbeit ist nicht betroffen", erklärte der Bergbaukonzern.

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Die Täter werden in den Reihen militanter Islamisten vermutet. Seit 2015 verüben Dschihadisten in Burkina Faso wie in den Nachbarländern Mali und Niger immer wieder Anschläge und andere Verbrechen. Rund 700 Menschen wurden seither getötet. Etwa 500.000 Menschen flohen nach Angaben der Vereinten Nationen vor Terror und Gewalt. Das Land gehört zu den ärmsten der Welt. 

se/rb (ap, afp, rtr, dpa)

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