Mindestens 16 Tote bei Angriff auf Moschee in Burkina Faso | Aktuell Afrika | DW | 12.10.2019
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Westafrika

Mindestens 16 Tote bei Angriff auf Moschee in Burkina Faso

Burkina Faso kommt nicht zur Ruhe: Als bewaffnete Männer eine Moschee in Salmossi im Norden des Landes attackieren, sterben mindestens 16 Menschen beim Gebet. Beobachter vermuten Islamisten hinter dem Überfall.

Burkina Faso Symbolbild Sicherheitskräfte (AFP/A. Ouba)

Ein Soldat bewacht das Hauptquartier der Armee in der Hauptstadt Ougadougou

Aus Sicherheitskreisen in Burkina Faso verlautete, dass bei dem Feuerüberfall auf die große Moschee von Salmossi 13 Betende sofort zu Tode gekommen seien. Drei weitere Personen seien später ihren Verletzungen erlegen. Es habe zudem mehrere Verletzte gegeben.

Seit 2015 kämpft das verarmte Land mit Angriffen von Dschihadisten, die ihren Aufstand im benachbarten Mali begannen. Mindestens 600 Menschen kamen bereits ums Leben. In diesem Jahr haben islamistische Attacken die ethnischen und religiösen Spannungen in dem afrikanischen Staat erheblich verstärkt, vor allem im Norden, der an Mali angrenzt.

In Burkina Faso gab es zuletzt mehrmals im Monat Terroranschläge, für die nach Einschätzung von Beobachtern häufig die malische islamistische Terrormiliz JNIM verantwortlich ist. Während in der Vergangenheit meist Polizeistationen und Kasernen die Ziele waren, richten sich die Angriffe in jüngster Zeit oft gegen Zivilisten. So wurden am 23. September im Norden des Landes neun Menschen bei einem Angriff mutmaßlicher Terroristen getötet. Nach einem Bericht des britischen Senders BBC griffen mutmaßliche Terroristen zwei Dörfer nahe der Stadt Bourzanga in der Provinz Bam an.

Massenflucht aus Furcht vor Gewalttaten

Erst am Freitag hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mitgeteilt, dass die anhaltende Gewalt zu einer Massenflucht in dem westafrikanischen Land geführt habe. Etwa 486.000 Menschen seien bislang innerhalb der Landesgrenzen geflohen, davon 267.000 allein in den vergangenen drei Monaten. Weitere 16.000 Flüchtlinge hielten sich in den Nachbarländern auf. Rund 1,5 Millionen Menschen seien dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Viele Menschen seien wiederholt vertrieben worden, sagte UNHCR-Sprecher Andrew Mbogori. Die Aussichten auf eine baldige Rückkehr in ihre Heimat seien jedoch schlecht.

kle/sti (afp, rtr, kna)

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