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USA veröffentlichen erstmals geheime UFO-Akten

9. Mai 2026

Aufnahmen von mysteriösen Flugobjekten, Berichte über "fliegende Scheiben" und andere FBI-Dokumente: Das US-Verteidigungsministerium gibt Unterlagen zu mutmaßlichen UFO-Sichtungen frei.

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USA 2025 | Infrarotaufnahme eines unidentifizierten Objekts über dem Westen der USA (September 2025)
Infrarotaufnahme eines unidentifizierten Objekts über dem Westen der USA (September 2025) Bild: war.gov/UFO

Auf einer Webseite des Verteidigungsministeriums der USA sind bislang geheime Akten zu Objekten in der Luft und anderen nicht bekannten Phänomen einsehbar. Damit solle der Bevölkerung eine "beispiellose Transparenz" geboten werden, teilte das Pentagon in Washington mit. "Diese Akten, die der Geheimhaltung unterlagen, haben lange Zeit berechtigte Spekulationen angeheizt - es ist Zeit, dass das amerikanische Volk sie selbst zu sehen bekommt", so Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt.

Aufnahmen des US-Militärs, der NASA ...

Die mehr als 160 freigegebenen Dateien zeigen unter anderem Fotos und Videos des US-Militärs von verschwommenen, unbekannten Flugobjekten (Unidentified Flying Object, UFO). So dokumentierte die US-Armee in diesem Jahr über Nordamerika ein "unbekanntes Luftphänomen" - ein länglicher Fleck vor schwarzem Hintergrund. Das Indo-Pazifik-Kommando der USA filmte 2024 ein "Football-ähnliches Objekt" über Japan. Eine Erscheinung "in Form eines Diamanten" war über Griechenland zu sehen.

Japan 2024 | Ein ovales, nicht identifiziertes Objekt in der Luft
Ein "Football"-ähnliches Objekt über Japan - aufgenommen 2024 vom Indo-Pazifik-Kommando der US-Streitkräfte Bild: war.gov/UFO

Die Bundespolizei FBI und die Raumfahrtbehörde NASA steuerten ebenfalls Material bei. Eine Akte dokumentiert einen Vorfall aus dem Jahr 2023. Dabei beschrieben drei Teams von Spezialagenten der Bundespolizei unabhängig voneinander "orangefarbene 'Kugeln' am Himmel, aus denen kleinere rote 'Kugeln' austraten oder abgeschossen wurden".

Astronauten der Mondmissionen Apollo 12 und Apollo 17 berichteten in den Jahren 1969 und 1972 zudem von "Lichtblitzen" oder "gezackten" Lichtpunkten.

"Fliegende Untertassen"

Die Dokumente reichen bis in die 1940er-Jahre zurück. Eine Akte vom Dezember 1947 enthält mehrere Berichte zu "fliegenden Untertassen", die damals für Unruhe sorgten.

Wer allerdings auf eindeutige Spuren von "Außerirdischen" oder andere Sensationen gehofft hat, wird enttäuscht. Hierzu findet sich nichts in den Unterlagen. Auch eine Einordnung der Bilder fehlt.

USA Washington 2026 | Verteidigungsminister Pete Hegseth bei Pressekonferenz im Pentagon (05.05.2026)
Pentagonchef Pete Hegseth spricht von "beispielloser Transparenz" Bild: Manuel Balce Ceneta/AP Photo/dpa/picture alliance

Das Pentagon kündigte an, auf seiner Webseite laufend weitere Dokumente zu veröffentlichen.

Die Akten wurden auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump publik gemacht. Er schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social, die Menschen könnten sich nun selbst ein Bild davon machen: "Was zum Teufel ist hier los?" Trump wünschte Interessierten "viel Spaß dabei".

Kritiker sprechen von Ablenkung

Der Präsident hatte die Veröffentlichung im Februar angekündigt und sie mit dem "enormen Interesse" der Öffentlichkeit begründet. Kritiker werfen ihm jedoch vor, damit von innenpolitischen Problemen ablenken zu wollen.

Dazu zählt unter anderem der öffentliche Druck, weitere Dokumente im Zusammenhang mit dem toten, verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein freizugeben. Auch der US-israelische Krieg gegen Iran wird in den Vereinigten Staaten - unter anderem wegen der hohen Energiepreise - sehr kritisch gesehen.

se/AR (afp, dpa, ap, rtr)

Redaktionsschluss: 17.30 Uhr (MESZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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