USA setzen weitere chinesische Unternehmen auf Schwarze Liste | Wirtschaft | DW | 22.06.2019
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Handelskonflikt USA-China

USA setzen weitere chinesische Unternehmen auf Schwarze Liste

Nach den Sanktionen gegen Huawei hat die US-Regierung fünf weitere chinesische Unternehmen ins Visier genommen. Betroffen sind der Computerhersteller Sugon, drei Tochterfirmen sowie ein Computertechnologie-Institut.

Das US-Handelsministerium hat seinen Bann auf fünf weitere Unternehmen und Organisationen aus China ausgeweitet und sie auf eine sogenannte Schwarze Liste gesetzt. Sie werden nach Angaben Washingtons als Risiko "für die nationalen Sicherheitsinteressen oder die außenpolitischen Interessen der Vereinigten Staaten" eingestuft. 

In dem jüngsten Fall geht es um das Unternehmen Sugon und das Computertechnologie-Institut Wuxi Jiangnan. Die Sugon-Tochter Higon und zwei ihrer Beteiligungen aus der Chengdu-Haiguang-Gruppe sind ebenfalls betroffen. Das Wuxi-Institut sei im Besitz des chinesischen Verteidigungsministeriums. Sugon-Computer würden auch für militärische Zwecke eingesetzt.

Schnelle Reaktion von Google und Facebook 

US-Präsident Donald Trump hatte US-Unternehmen kürzlich per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Als Hauptziel gilt der Konzern Huawei, der Weltmarktführer bei der 5G-Technologie. Obwohl Washington einen Aufschub bis 19. August gewährte, schränkten mehrere Unternehmen wie Facebook und Google schon jetzt ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Telekommunikationsausrüster ein. Die USA befürchten chinesische Spionage und Sabotage, was Huawei vehement zurückweist.

China und die USA liegen seit langer Zeit im Handels-Clinch miteinander. In der nächsten Woche wollen sich die Präsidenten Xi Jinping und Donald Trump beim G20-Gipfel in Osaka (Japan) treffen und über ein Ende des Handelskrieges beraten. Die USA werfen China auch Spionage über staatlich gelenkte Industrieunternehmen vor.

sth/ml ( dpa/afp) 

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