Wird der Handelsstreit zum G20-Thema? | Aktuell Amerika | DW | 12.05.2019
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Handel

Wird der Handelsstreit zum G20-Thema?

Wirtschaftlich herrscht Eiszeit zwischen China und den USA. Beim G20-Gipfel in Japan im Juni treffen sich US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping erneut. Ob sich die Situation entspannt, bleibt abzuwarten.

White House Pressekonferenz Larry Kudlow Wirtschaftsberater Trump (Reuters/K. Lamarque)

Larry Kudlow, Wirtschaftsberater im Weißen Haus

Die Chancen, dass Trump und Xi sich während des Gipfels Ende Juni in Japan treffen, seien "wahrscheinlich ziemlich gut", sagte Trumps Wirtschaftsberater, Larry Kudlow (Artikelbild).

Kudlow machte im Interview mit dem Sender Fox News deutlich, dass die USA von vornherein nicht bereit waren, eine Einigung zu erzielen. Dennoch sagte Kudlow, dass es weitere Gespräche geben werde. Der Prozess sei noch nicht abgeschlossen. Ein Zurück werde es aber nicht geben, so Kudlow.

Was die künftigen Verhandlungen mit China betreffe, so sagte Kudlow, dass China US-Finanzminister Steven Mnuchin und den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer nach Peking eingeladen habe, obwohl es noch keine konkreten Pläne gebe.

USA | Präsident Donald Trump (Reuters/K. Lamarque)

Weiß der US-Präsident wo es langgeht?

Der US-Präsident hatte am vergangenen Freitag neue Zölle auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar angeordnet. Die bisherigen Zölle wurden von zehn auf 25 Prozent erhöht. Nun verschärfte Trump nochmals den Ton im Handelsstreit in Richtung Peking. Es sei klug, wenn China jetzt handeln würden. "Sie wissen, dass ich gewinnen werde. Der Deal wird für sie viel schlimmer werden, wenn er in meiner zweiten Amtszeit ausgehandelt werden muss", tönte Trump via Twitter.

Rückhalt auf dem Land - Kritik bei Experten

In den USA sind die Meinungen über Trumps Handelspolitik geteilt. Während seine Anhänger ihn als zähen Verhandlungsführer in der Auseinandersetzung mit China loben, sehen Experten auch auf Seiten der Republikaner den Schaden, den die Zollpolitik des Präsidenten anrichten könne. Der Republikanische Senator Rand Paul befürchtet sogar ein Abdriften in eine Rezession. Dem widerspricht Berater Kudlow: Der Schaden für die US-Wirtschaft werde weitaus geringer ausfallen als vorhergesagt. Es sei ein Risiko, dass man eingehen solle.

cgn/ml (ap, afp, rtre)

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