US-Open: Überraschendes Aus für Roger Federer | Sport | DW | 04.09.2018
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Achtelfinale

US-Open: Überraschendes Aus für Roger Federer

Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer muss sich bei den US-Open Außenseiter John Millman geschlagen geben. Auch für den letzten im Rennen verbliebenen deutschen Tennisprofi ist das Turnier beendet.

Mit Roger Federer ist bei den US Open in New York der erste Titel-Favorit bei den Männern gescheitert. Der langjährige Tennis-Weltranglisten-Erste aus der Schweiz unterlag überraschend im Achtelfinale in New York dem australischen Außenseiter John Millman in vier Sätzen mit 6:3, 5:7, 6:7 (7:9), 6:7 (3:7). Für den 29 Jahre alten Millman, die Nummer 55 der Weltrangliste, ist der Einzug ins Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers der größte Erfolg seiner Profikarriere.

Nach dem zügig gewonnenen ersten Satz blieb Federer über weite Strecken unter seinem normalen Niveau, schlug schlecht auf und erlaubte sich bei drückender Schwüle insgesamt 77 leichte Fehler. Dennoch hatte der 37 Jahre alte Grand-Slam-Rekord-Turniersieger seine Chancen: Doch bei einer 5:4-Führung im zweiten Satz vergab Federer mit eigenem Service zwei Satzbälle. Im Tiebreak des dritten Durchgangs konnte der fünfmalige US-Open-Champion einen Satzball nicht nutzen.

Der Australier John Millman nach seinem Sieg gegen Roger Federer bei den US-Open. Foto: dpa-pa

Bescheidener Sieger: John Millman

Millman witterte seine Chance und biss sich ins Match. Der Australier kämpfte an der Grundlinie um jeden Ball, schlug gut auf und spielte mutig. Nach 3:35 Stunden machte er den Triumph perfekt. "Ich kann es kaum glauben, ich habe so viel Respekt vor Roger, er ist für mich ein Held", sagte Millman. "Heute war er sicher nicht in Bestform - aber ich nehme das mit." In der Runde der besten Acht trifft er am Mittwoch auf den an Nummer sechs gesetzten Serben Novak Djokovic. Der Wimbledon-Sieger setzte sich gegen den Portugiesen Joao Sousa glatt in drei Sätzen mit 6:3, 6:4, 6:3 durch. 

Kohlschreiber ohne Chance gegen Nishikori

Im anderen Viertelfinale am Mittwoch liefern sich der Kroate Marin Cilic und der Japaner Kei Nishikori eine Revanche für das Endspiel von 2014. Der damalige US-Open-Champion Cilic schaltete den Belgier David Goffin mit 7:6 (8:6), 6:2, 6:4 aus. Nishikori besiegte den letzten im Turnier verbliebenen deutschen Tennisprofi, Philipp Kohlschreiber, in drei Sätzen 6:3, 6:2, 7:5. "Ich bin eigentlich immer hinterhergelaufen, er war in vielen Belangen besser", erkannte Kohlschreiber hinterher an, zog für sich persönlich aber eine positive Bilanz der US Open: "Es war ein tolles Turnier, was soll ich mir vorwerfen?"

Titelverteidiger Rafael Nadal muss schon an diesem Dienstag gegen den Österreicher Dominic Thiem antreten, davor spielt der Argentinier Juan Martin del Potro gegen John Isner aus den USA.

Scharapowa und Cibulkova ausgeschieden

Bei den Frauen ist die frühere Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa im Achtelfinale ausgeschieden. Die 31 Jahre alte Russin, die 2006 die US-Open gewonnen hatte, unterlag der Spanierin Carla Suarez Navarro 4:6, 3:6. "Wenn ich sofort sagen könnte, was ich ändern muss, würde ich es tun", sagte Scharapowa hinterher. Suarez Navarro trifft am Mittwoch auf Vorjahresfinalistin Madison Keys aus den USA, die sich gegen Dominika Cibulkova 6:1, 6:3 durchsetzte. Die Slowakin hatte zuvor Angelique Kerber aus dem Rennen geworfen. Das Viertelfinale erreichten außerdem die Japanerin Naomi Osaka und die Ukrainerin Lessia Zurenko. Osaka gewann gegen die Weißrussin Aryna Sabalenka 6:3, 2:6, 6:4, Zurenko gegen die Tschechin Marketa Vondrousova 6:7 (3:7), 7:5, 6:2. 

Bereits an diesem Dienstag trifft Titelverteidigerin Sloane Stephens aus den USA auf die Lettin Anastasija Sevastova, die langjährige Nummer eins, Serena Williams, ebenfalls aus den USA, spielt gegen die Tschechin Karolina Pliskova.

sn/jhr (dpa, sid)

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