Urlaub trotz Corona - Wohin? | DW Reise | DW | 27.10.2020
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Reisen

Urlaub trotz Corona - Wohin?

Risikogebiete, Sperrstunden, Reisewarnung - wer darf noch wohin reisen, innerhalb Europas und der Welt?

In Deutschland zeigt die Kurve der Corona-Infektionen wieder steil nach oben. Großstädte wie Berlin, München, Köln, Frankfurt am Main, Hamburg zählen als Risikogebiete, weil dort die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten wurde. Auch das gesamte Ruhrgebiet ist ein Corona-Hotspot. 

Viele Bundesländern hatten für Reisende aus den betroffenen Städten und Regionen Beherbergungsverbote verhängt, die zum größten Teil wieder außer Kraft gesetzt worden sind. Nur Hamburg hält noch daran fest.

Die Situation in Europa

Europa erlebt in diesem Herbst einen massiven Anstieg der Corona-Fallzahlen. Am 22. Oktober erklärte das Auswärtige Amt in Berlin die Nachbarländer Polen und Schweiz, fast ganz Österreich und große Teile Italiens zu neuen Corona-Risikogebieten. Die Kanarischen Inseln werden dagegen von der Risikoliste gestrichen. Auch Irland, Liechtenstein und Großbritannien (mit Ausnahme der Kanalinseln und der Überseegebiete) zählen zu den neuen Risikogebieten in Europa.

Um Reisenden in Europa einen besseren Überblick über das Corona-Infektionsgeschehen und mögliche Beschränkungen zu verschaffen, hat die EU eine Corona-Ampel eingeführt. Danach wird die EU in grüne, orange und rote Zonen eingeteilt. Hinzu kommt noch die Farbe grau für Regionen, aus denen nicht genug Daten vorliegen. Auf dieser Corona-Ampel-Karte der EU gilt mittlerweile der Großteil der Staaten als Corona-Risikogebiet und ist rot gekennzeichnet. Nur zwei Länder der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums (Norwegen und Finnland) sind überwiegend grün markiert. Sieben Staaten (Deutschland, Schweden, Zypern, Estland, Litauen und Lettland) sind mehrheitlich orangefarben gekennzeichnet (Stand: 22.Oktober).

Spanien

Eine postitive Nachricht aus Spanien: Die Kanarischen Inseln gelten laut Robert-Koch-Institut in Berlin nicht mehr als Risikogebiet. Eine Reise nach Teneriffa oder Gran Canaria ist also wieder möglich. Auch Großbritannien hat die Kanaren von der Liste der Risikogebiete gestrichen.

Dagegen bleibt die Lage auf dem spanischen Festland sehr ernst. Am Samstag (24. Oktober) wurde erneut der nationale Notstand ausgerufen und ein nächtliches Ausgehverbot zwischen 23 Uhr und sechs Uhr morgens verhängt. In den Regionen kann je nach Lage von diesen Zeiten leicht abgewichen werden.

Spanien ist das mit am stärksten von der Pandemie betroffene Land Europas. Das Auswärtige Amt hat für ganz Spanien eine Reisewarnung ausgesprochen. Ausgenommen sind davon nur die Kanarischen Inseln.

Wer trotzdem nach Spanien reisen will, muss vor der Reise ein Online-Formular ausfüllen, dann erhält man einen QR-Code, der bei der Einreise per Flugzeug vorzuweisen ist.  

Frankreich

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 50.000 neue Corona-Fälle registriert worden. So der Stand am Sonntagabend (25. Oktober). Landesweit gilt der Gesundheitsnotstand. In Paris und vielen anderen Großstädten, aber auch fast im gesamten Mittelmeerraum dürfen die Menschen zwischen 21 Uhr abends und sechs Uhr morgens das Haus nicht mehr verlassen. Diese Ausgangsperre betrifft etwa zwei Drittel der insgesamt 67 Millionen Einwohner Frankreichs.

Die deutschen Behörden haben das gesamte Kontinentalfrankreich sowie das französische Überseegebiet Martinique als Risikogebiet eingestuft. Frankreich selbst fordert für Reisende aus Deutschland keine Tests.

Italien

Nach einer erneuten Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen gelten in Italien weitere Alltagsbeschränkungen: Kinos, Theater und Fitnessstudios müssen einen Monat lang schließen. Für Restaurants und Bars gilt eine Sperrstunde ab 18 Uhr. Im ganzen Land gilt die Maskenpflicht im Freien.

Italien, Venedig: Boote auf dem Canal Grande vor Rialtobrücke (picture-alliance/S. Lubenow)

Die Rialtobrücke in Venedig

Das Auswärtige Amt in Berlin hat folgende Regionen in Italien zu Risikogebieten erklärt: Campania, Ligurien, Aostatal, Umbrien, Lombardei, Piemont, Toskana, Venetien, Latium, Abruzzen, Friaul-Julisch Venetien, Emiglia-Romagna, Sardinien und die Autonome Provinz Bozen-Südtirol. 

Niederlande

Wegen steigender Infektionszahlen haben die Niederlande landesweit einen Teil-Lockdown ausgerufen: Kneipen, Cafés und Restaurants bleiben geschlossen. Der Verkauf von Alkohol nach 20 Uhr wird verboten. Außerdem dürfen die Bürger nur noch maximal drei Gäste pro Tag in ihren Wohnungen empfangen und sollen Bus und Bahn nur noch in dringenden Fällen nutzen. In allen öffentlichen Räumen wie Geschäfte, Museen oder Bibliotheken gilt eine Maskenpflicht. 

Wegen dramatisch steigender Neuinfektionen warnt das Auswärtige Amt in Berlin vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Niederlande. Wer dennoch nicht auf eine Reise ins Nachbarland verzichten kann oder will, hat grünes Licht:

Zwischen den Niederlande und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt. Die Einreise für Reisende aus Deutschland ist uneingeschränkt möglich. Flugreisende müssen vor Reiseantritt ein Gesundheitsformular ausfüllen und bei sich führen.

Großbritannien

Die zweite Corona-Welle trifft auch Großbritannien hart. Das Auswärtige Amt warnt aufgrund hoher Infektionszahlen vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Großbritannien. Ausgenommen sind lediglich die Kanalinseln und Überseegebiete.

Jeder Landesteil bestimmt über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie: 

In England müssen die Pubs spätestens um 22 Uhr schließen. Die Maskenpflicht ist in Taxis, Geschäften, Restaurants und Pubs verpflichtend.

UK Strand bei Watergate Bay in Cornwall (DW/N. Martin)

Lange Strände, steile Klippen - Cornwall, eines der schönste Reiseziele in England

Schottland hat derzeit 5 Regionen zu Risikogebieten erklärt. Dort sind alle Pubs, Restaurants und Bars geschlossen. Im übrigen Schottland dürfen Kneipen, Bars, Cafés und Restaurants im Innenbereich nur noch zwischen 6 und 18 Uhr öffnen und keine alkoholischen Getränke anbieten. Die Regelung gilt bis zum 25. Oktober.

Wales hat einen zweiwöchigen Lockdown beschlossen. Bis zum 9. November sind u.a. alle Freizeitaktivitäten und Tourismus untersagt. Restaurants und Pubs bleiben geschlossen.

In ganz Großbritannien wurden die Strafgelder bei Verstößen gegen die Corona-Regeln drastisch erhöht: Wer etwa die Isolationspflicht nach einem positiven Corona-Test missachtet, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Pfund (11.000 Euro) rechnen.

Reisende aus Deutschland und einigen anderen Ländern Europas können ohne Einschränkungen einreisen. Die Liste mit diesen "Reisekorridoren" wird ständig aktualisiert. Jeder Einreisende muss ein umfangreiches Online-Formular mit Kontaktdaten und Informationen zu früheren Reisezielen vorlegen.

Für Reisende aus Risikogebieten gilt weiterhin die Pflicht zur zweiwöchigen Quarantäne. Dazu gehören inzwischen wieder eine ganze Reihe europäischer Länder wie Spanien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Österreich und Kroatien.

Irland

Als erste EU-Land geht Irland in einen zweiten Lockdown. Die Regierung in Dublin verhängte eine Ausgangssperre und beschloss die Schließung aller nicht notwendigen Geschäfte. Restaurants und Bars dürfen nur noch Außer-Haus-Service anbieten. Und Besucher fremder Haushalte sind in Innenräumen nicht mehr gestattet. Die Maßnahmen gelten bis zum 6. Dezember.

Grundsätzlich wird allen Einreisenden, auch Iren und Bürgern mit Wohnsitz in Irland, empfohlen, für 14 Tage nach Einreise ihre Bewegungen stark einzuschränken. Das gilt auch für Reisende aus Deutschland. Das Auswärtige Amt in Berlin hat eine Reisewarnung für ganz Irland ausgesprochen.

Griechenland

Die Einreise nach Griechenland aus den meisten EU-Staaten ist erlaubt. Die griechische Regierung hat aber nach gestiegenen Infektionszahlen umfangreiche Einschränkungen für zahlreiche Urlaubsregionen und Städte angeordnet, darunter sind auch für die Hauptstadt Athen und die Hafenstadt Thessaloniki. Dort sind Feiern, Partys, religiöse Feierlichkeiten und Wochenmärkte untersagt. Alle Tavernen, Bars und Diskos müssen um 24 Uhr schließen.

Griechenland Akropolis in Athen (picture-alliance/dpa/A. Vafeiadakis)

Die Akropolis in Athen: 2019 besuchten 2,9 Millionen Menschen die antike Stätte

Reisende müssen sich mindestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich aufhalten werden. Die Einreise über den Landweg ist für Touristen nur über Bulgarien möglich und nur, wenn die Einreisenden einen negativen Corona-Test vorlegen, egal aus welchem Land sie stammen. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein.

Österreich

Das Auswärtige Amt in Berlin erklärt das Nachbarland ab 25. Oktober zum Risikogebiet, davon ausgenommen ist lediglich das Bundesland Kärnten. Das bedeutet, dass sich Rückkehrer nach Deutschland einem Corona-Test unterziehen und das Ergebnis in Quarantäne abwarten müssen. 

Die Einreise aus Deutschland und vielen anderen EU-Saaten ist möglich. Wer sich zehn Tagen zuvor in einem von Österreich deklarierten Corona-Risikogebiet aufgehalten hat, muss einen negativen Test vorweisen oder in der Quarantäne nachholen. Deutsche Urlauber, die auf der Heimreise von Kroatien, Rumänien und Bulgarien sind, müssen ohne Zwischenstopp durch Österreich fahren, auch Tanken ist nicht erlaubt. Es empfiehlt sich also, vorher noch in Slowenien zu tanken. 

Österreich Pferdekutsche vor der Hofburg in Wien (picture-alliance/Arco Images/G. Lenz)

Warten auf Kundschaft: Fiaker vor der Wiener Hofburg

Landesweit müssen Mund und Nase in allen Geschäften bedeckt sein, ebenso in Bussen und Bahnen und in allgemein zugänglichen Indoor-Bereichen von Beherbergungsbetrieben. 

Tschechien

Deutschlands Nachbarland hält aktuell den traurigen Spitzenplatz in der EU mit der höchsten Pro-Kopf-Infektionsrate. Das Auswärtige Amt in Berlin hat eine Reisewarnung für ganz Tschechien ausgesprochen. 

Die Regierung in Prag verhängte den Lockdown im Land und schloss damit auch die Grenzen für Touristen. Touristische Reisen, wie zum Tanken oder Einkaufen nach Tschechien, sind vorerst nicht mehr möglich. Die Durchreise bleibt allerdings erlaubt.

Im ganzen Land sind Bars, Restaurants und Clubs geschlossen. Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist untersagt. Im Freien ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Außerdem gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Die Menschen dürfen zwischen 21.00 Uhr und 4.59 Uhr ihre Häuser nicht mehr verlassen.

Schweiz

Auch in der Schweiz steigen die gemeldeten Infektionen wieder. Deshalb wurden die Einreise-Bestimmungen angepasst: Reisenden aus weltweit 50 Ländern und Regionen müssen sich in eine zehntägige Quarantäne begeben. 

Deutsche Staatsangehörige können grundsätzlich uneingeschränkt in die Schweiz einreisen. Die Schweiz hat allerdings die Bundesländer Berlin und Hamburg mit Wirkung ab 12. Oktober 2020 als Risikoregionen eingestuft. Für Reisende, die sich dort in den letzten zehn Tagen aufgehalten haben, gilt dann bei Einreise in die Schweiz eine zehntägige Quarantänepflicht, die auch nicht durch ein negatives COVID-19-Testergebnis verkürzt werden kann.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat die Schweiz mit Wirkung vom 25. Oktober zum Risikogebiet erklärt und rät von nichtnotwenidigen, touristischen Reisen in das Nachbarland ab.

Kroatien

In dem beliebten Urlaubsland an der Adria zeigt die Infektionskurve deutlich nach oben. Deutschland hat für viele Regionen eine Reisewarnung ausgesprochen, unter anderem für die Städte Split und Dubrovnik.

Stadtansicht Dubrovnik, Kroatien (picture-alliance/Zoonar/B. Hoyen)

Dubrovnik - Weltkulturerbestadt an der Adria und aktuell Corona-Risikogebiet

Die kroatische Regierung verschärft ihre Auflagen: Alle Lokale und Clubs müssen um Mitternacht schließen, Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind nicht erlaubt. Außerdem gelten Abstandsregeln und Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sowie in geschlossenen Räumen.

Deutsche und Bürger aus anderen EU-Staaten dürfen ohne Nachweis von Gründen einreisen. Die Reisenden müssen an der Grenze nur erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind.

Portugal

Bislang war Portugal relativ gut durch die Krise gekommen, doch am 14. Oktober wurde auch dort der landesweite Katastrophenfall ausgerufen. So dürfen sich in der Öffentlichkeit nur noch maximal fünf Personen versammeln. Außerhalb der eigenen Wohnung ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes Pflicht. Das Auswärtige Amt in Berlin stuft die Region Lissabon und die Region Norte als Risikogebiet ein. 

Portugal | Strand von Praia da Luz (Getty Images/AFP/P. de Melo Moreira)

Die Strände an der Algarve wurden noch nicht zum Risikogebiet erklärt

Derzeit gibt es keine bekannten Einreisebeschränkungen für Deutsche, die auf dem Luft- oder Landweg aus Deutschland auf dem portugiesischen Festland einreisen. Reisende müssen bei Einreise jedoch persönliche Angaben zum Zielort, Reisegrund und ihrer Erreichbarkeit, auch während des Aufenthalts in Portugal, machen. Es wird zudem bei allen Einreisenden per Infrarot die Körpertemperatur gemessen.  

Dänemark

Menschen aus Deutschland dürfen ab 24. Oktober nicht mehr ohne triftigen Einreisegrund nach Dänemark einreisen. Grund für die Maßnahmen sind die steigenden Infektionszahlen in Deutschland. Für den Großteil der weiteren EU-Staaten gelten diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem. 

Ausgenommen sind von diesen Regelungen die Bürger Schleswig-Holsteins. Hier liegt die Inzidenz unter der Warnschwelle, die in Dänemark bei nur 30 Neuinfektionen pro Woche liegt. Im Gespräch ist, dass Dänemark auch Ausnahmen für andere Bundesländer mit geringen Infektionszahlen macht. 

Ausgenommen von der neuen Regel sind Deutsche, die ein Ferienhaus in Dänemark besitzen. Auch wer sich bereits im Land aufhält, muss nicht überhastet abreisen.

 

Schweden

Schweden war von COVID-19 zunächst stark betroffen. Nach zwischenzeitlicher Stabilisierung auf niedrigerem Niveau, steigt die Zahl der Neuinfektionen derzeit deutlich. Regionale Schwerpunkte liegen im Großraum Stockholm und in den Regionen Uppsala, Jämtland und Örebro, für die das Auswärtige Amt in Berlin auch eine Reisewarnung ausgesprochen hat.

Rote Holzhäuser auf der Insel Tjörn, Schweden (picture-alliance/pixeljunge)

Deutsche Urlauber zählen zu Schwedens Stammgästen

Staatsangehörige der EU, der Schweiz, ihre Familienangehörigen und Inhaber von EU-Aufenthaltsgenehmigungen unterliegen keinen Einreisebeschränkungen. Alle Grenzübergänge sind geöffnet. Die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen. Die Durchreise durch Schweden ist möglich, allerdings müssen die Einreisebestimmungen des Ziellandes beachtet werden. Nachbarländer wie Norwegen, Dänemark und Finnland lassen eine Einreise aus Schweden nur bedingt zu.

Norwegen

Auch in Norwegen steigt die Zahl der COVID-19-Infektionen wieder an. Regionale Schwerpunkte sind derzeit Stadt und Großraum Oslo sowie Bergen. Das Auswärtige Amt in Berlin rät deshalb von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Norwegen ab.

Für Reisende aus Deutschland gilt eine Quarantänepflicht, da Norwegen Deutschland zum Risikogebiet erklärt hat. Nach Einreise ist eine zehntägige Quarantäne in einer geeigneten Unterkunft zu absolvieren, deren Adresse durch aussagekräftige Dokumente (z. B. Buchungsbestätigung) nachzuweisen ist. Eine Unterkunft gilt dann als geeignet, wenn Kontakt mit Personen außerhalb des eigenen Haushalts vermieden wird. Unterkünfte (auch Campingplätze) mit gemeinschaftlicher Nutzung von Waschräumen, Küchen usw. entsprechen daher nicht den Vorgaben. Die Entscheidung, ob die Einreise erlaubt wird, obliegt in jedem Fall der norwegischen Grenzpolizei.

Türkei

Die Türkei ist - nach Spanien und Italien – das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen. Anfang August hatte das Auswärtige Amt grünes Licht für Urlaubsreisen an die türkische Mittelmeerküste gegeben. Die Reisewarnung wurde für die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla aufgehoben. Für alle anderen Provinzen, darunter auch die Metropole Istanbul sowie die Hauptstadt Ankara, bleibt die Reisewarnung bestehen.

Alle, die aus der Türkei nach Deutschland zurück reisen, müssen bei der Ausreise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Risikogebiete weltweit

Am 1. Oktober hat die Bundesregierung die weltweite Reisewarnung beendet. Jedes Land wird nun vom Auswärtigen Amt wieder einzeln bewertet, es gilt ein einheitliches dreistufiges System:

Reisewarnung

Die Reisewarnung richtet sich ab sofort ganz nach den Infektionszahlen. Ab 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen gilt ein Land oder eine Region als Risikogebiet. Dann wird automatisch auch eine Reisewarnung ausgesprochen.

Die Reisewarnung ist zwar kein Verbot, soll aber eine möglichst große abschreckende Wirkung haben. Das Gute für den Urlauber: Er kann eine bereits gebuchte Reise stornieren, wenn sein Ziel zum Risikogebiet erklärt wird.

Nicht gewarnt, aber abgeraten – die abgeschwächte Reisewarnung

Allerdings gibt es Länder, für die seit zwar keine Reisewarnung ausgesprochen wird, in die man trotzdem nicht reisen kann. Der Grund: Es gelten dort Einreisebeschränkungen oder Einschränkungen des Flugverkehrs. Generelle Einreisesperren gibt es z.B. in Australien, den USA und China. Für all diese Länder rät das Auswärtige Amt nach den neuen Bestimmungen von Reisen ab.

Ausflugsschiff vor dem Opernahsu von Sydney, Australien (SeaLink Travel Group)

Traumziel Sydney - Deutsche können derzeit nicht nach Australien reisen

Auch die abgeschwächte Reisewarnung kann kostenlose Stornierungen ermöglichen, die Rechtslage ist hier aber nicht so eindeutig wie bei der formellen Reisewarnung. Auch das Robert-Koch-Institut in Berlin aktualisiert seine Liste der Risikogebiete ständig.

Wenige Ausnahmen

Es bleiben nicht mehr viele Länder übrig, für die es keine Reisewarnung oder keine abgeschwächte Reisewarnung gibt. Wer dennoch in ein Risikogebiet reist oder erst dort vor Ort von einer neu ausgesprochenen Reisewarnung überrascht wird, muss sich 48 Stunden vor oder nach der Wiedereinreise nach Deutschland auf Corona testen lassen. Und solange in Quarantäne bleiben, bis das Testergebnis vorliegt.

Ab dem 8. November sollen neue Regeln für Einreisen aus ausländischen Risikogebieten gelten: Reisende ohne triftigen Reisegrund müssen dann zehn Tage lang in Quarantäne, können sich aber ab dem fünften Tag frei testen lassen. Für notwendige Reisen und Berufspendler soll es Ausnahmen geben.


dpa/afp/reuters (at/ey/ks)

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