Niederlande beenden Corona-Ausgangssperren | Aktuell Europa | DW | 21.04.2021
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Corona-Pandemie

Niederlande beenden Corona-Ausgangssperren

Während Deutschland sich auf bundeseinheitliche nächtliche Ausgangsbeschränkungen vorbereitet, heben die Niederlande diese auf. Und das, obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz bei unseren Nachbarn bei rund 280 liegt.

Symbolbild Coronavirus und Lockdown in den Niederlanden

Im Lockdown war die sonst quirlige Damstraat im Zentrum von Amsterdam fast menschenleer (Archivbild)

Vier Monate nach Verhängung eines strengen Lockdowns wird die abendliche Ausgangssperre aufgehoben. Die Terrassen der Cafés und Geschäfte dürfen unter Auflagen wieder öffnen, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag an. Restaurants und Bars werde erlaubt, von 12 bis 18 Uhr in ihren Außenbereichen maximal 50 Gäste zu bewirten. Auch Geschäfte dürfen ab dem April wieder Kunden empfangen. Das "Shoppen mit Termin" wird abgeschafft. Die Niederländer dürfen ab Ende April auch wieder zwei Besucher statt bisher nur einen zu Hause empfangen.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 280

"Wir wagen das Risiko, am 28. April den ersten vorsichtigen Schritt zu machen", sagte der Premier. Rutte räumte ein, dass die Lockerung angesichts der steigenden Zahlen riskant sei. Die Prognosen seien jedoch vorsichtig optimistisch.

In den vergangenen sieben Tagen waren knapp 54.000 Neuinfektionen registriert worden, rund 5,3 Prozent mehr als in der Woche zuvor. Mit rund 280 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sind die Niederlande nach wie vor ein Hochinzidenzland. In dem 17-Millionen-Einwohner-Land wurden bislang 1,3 Millionen Corona-Infektionen registriert, rund 16.000 Menschen starben.

Das am 23. Januar eingeführte nächtliche Ausgangsverbot, das erste seit dem Zweiten Weltkrieg, hatte zu den schlimmsten Ausschreitungen in den Niederlanden seit Jahrzehnten geführt. Hunderte Menschen wurden festgenommen.

qu/ml (dpa, afp, rtr)

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