UNDP: Klimakrise hemmt Fortschritt der Menschheit | Aktuell Welt | DW | 15.12.2020
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UN-Entwicklungsprogramm

UNDP: Klimakrise hemmt Fortschritt der Menschheit

Die Weltgemeinschaft muss mehr für den Klimaschutz tun, um ihre Entwicklung nicht zu gefährden. Zu diesem Schluss kommt das UN-Entwicklungsprogramm UNDP in seinem Jahresbericht, dem Human Development Report.

Luftverschmutzung in China

China rangiert im neuen Index auf Platz 65

Der Fortschritt der Menschheit wird abgewürgt, wenn die Regierungen weltweit nicht mehr tun, um den Klimawandel zu stoppen. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse, die aus dem Jahresbericht Human Development Report des UN-Entwicklungsprogramms UNDP hervorgehen. Wie in früheren Jahren sind darin Daten unter anderem zu Gesundheit, Bildung und Lebensstandards in den verschiedenen Ländern erfasst.

Neuer Index mit Klima-Daten

Neu ist ein Klima-Index, in den beispielsweise der Kohlendioxid-Ausstoß einfließt. Bezieht man diese Daten ein, so fallen Länder mit hohem klimaschädlichem Fußabdruck, darunter Luxemburg, Singapur, Australien und die USA, deutlich zurück. Andere Länder wie Costa Rica oder Panama klettern nach vorne.

UNO Achim Steiner

Achim Steiner leitet das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen

"Viele Länder haben große Fortschritte erreicht, aber sie haben das auf Kosten großer Schäden an unserem Planeten getan", sagte UNDP-Chef Achim Steiner. Kein Land habe eine hohe Entwicklungsstufe erreicht, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Der Klimawandel mit seinen verheerenden Folgen sei der Preis, den die Menschheit zu zahlen habe. Aufgabe der Länder sei es, Fortschritte zu erzielen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.

Werte vor Ausbruch der Pandemie

Die meisten Werte, die in den Bericht eingeflossen sind, stammen aus dem Jahr 2019, also vor Beginn der Corona-Krise. Die Pandemie stelle eine schwere Last für die menschliche Entwicklung dar, sagte Steiner: Die ärmsten Menschen ohne Gesundheitsversorgung würden besonders hart getroffen.

Deutschland liegt im neuen Index auf dem sechsten Platz, hinter Norwegen, Irland, der Schweiz, Hongkong und Island. Die USA nehmen Rang 17 ein, insgesamt sind 189 Länder und Territorien aufgeführt. Am Schluss der Tabelle stehen vier direkte Nachbarländer: Südsudan, Tschad, die Zentralafrikanische Republik sowie Niger.

ehl/ww (dpa, epd)

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