Tanztheater Pina Bausch bekommt neue Leitung | Kultur | DW | 14.11.2018
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Tanz

Tanztheater Pina Bausch bekommt neue Leitung

Nach den Turbulenzen der letzten Monate kann sich die weltberühmte Kompanie wieder auf die Arbeit konzentrieren: Die Tanzmanagerin Bettina Wagner-Bergelt übernimmt die künstlerische Leitung des Pina Bausch Tanztheaters.

Vier Monate lang war der Posten unbesetzt. Im Juli hatte der Beirat des Tanztheaters Pina Bausch die damalige Intendantin Adolphe Binder fristlos entlassen. Jetzt soll Bettina Wagner-Bergelt die Aufgabe übernehmen, zusammen mit Roger Christmann, dem die kaufmännische Leitung übertragen wurde. Das neue Führungsduo ist für zwei Jahre verpflichtet und soll einen Übergang einleiten. "Ziel muss sein, das Erbe Pina Bauschs lebendig zu halten und weiter zu entwickeln", sagte der Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, Andreas Mucke (SPD). Zunächst aber geht es ganz konkret darum, den Spielplan für den Rest der Saison aufzustellen: Die aktuelle Spielzeit ist nur bis Februar 2019 geplant. 

Bettina Wagner-Bergelt (picture-alliance/dpa/B. Pedersen)

Bettina Wagner-Bergelt

Bettina Wagner-Bergelt arbeitete zuvor als stellvertretende Direktorin des Bayerischen Staatsballetts in München, der Belgier Roger Christmann war Interimsgeschäftsführer der Kultur Ruhr GmbH, Ausrichter der Ruhrtriennale.

Neue Impulse

Die Kompanie von Pina Bausch ist weltberühmt. Mehr als 40 Stücke der 2009 verstorbenen Choreographin sind nach wie vor im Repertoire. Unter Adolphe Binder hatte das Ensemble erstmals auch Stücke anderer Choreographen aufgeführt. "Natürlich muss das Ensemble neue Impulse bekommen", sagt auch die neue künstlerische Leiterin, Bettina Wagner-Bergelt. Zugleich aber habe Pina Bausch nicht ein Werk hinterlassen, "wo jeder Choreograph vorbeikommen kann".

BdT Deutschland Goethepreis an Pina Bausch (AP)

Pina Bausch (2008)

Das neue Führungsduo will seine Arbeit in der kommenden Woche aufnehmen. Parallel dazu will die Stadt Wuppertal mit Experten über die weitere Ausrichtung des berühmten Tanztheaters beraten. Geplant ist zudem ein "Pina-Bausch-Zentrum", für das der Bund eine Förderung in Höhe von acht Millionen Euro und damit die Hälfte der geplanten Ausstattungskosten zugesagt hat.

tla/pl (mit dpa)

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