Syrien: 40 Tote bei Luftangriffen auf Duma | Aktuell Nahost | DW | 06.04.2018
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Kampf um Ost-Ghuta

Syrien: 40 Tote bei Luftangriffen auf Duma

Duma ist die letzte von Rebellen gehaltene Stadt in Ost-Ghuta. Nach mehreren Tagen, in denen die Kämpfe größtenteils ausgesetzt worden waren, gab es nun wieder Luftschläge mit zahlreichen Toten und Verletzten.

Syrien Ost Ghouta Luftangriff (picture-alliance/AA/M. Abu Taim)

Duma ist die letzte Bastion der Rebellen. Zusammen mit Verbündeten hat die syrische Armee immer wieder Luftangriffe auf die Stadt geflogen (Archivbild)

Unter den 40 Todesopfern seien mehrere Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zudem seien 40 Menschen verletzt worden. Laut der in London ansässigen oppositionsnahen Organisation, deren Angaben für Medien kaum zu überprüfen sind, flogen syrische und russische Luftwaffe mindestens zwölf Angriffe.

Es handelte sich um die ersten Angriffe seit zehn Tagen auf die letzte Bastion der Rebellen in Ost-Ghuta. In den vergangenen Tagen waren die Kämpfe größtenteils ausgesetzt worden, nachdem sich Rebellen und syrische Regierung auf einen Abzug aus Ost-Ghuta verständigt hatten. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana warf Rebellen der islamistischen Gruppe "Dschaisch al-Islam" (Armee des Islam) vor, Granaten auf Vororte der Hauptstadt Damaskus abgefeuert zu haben.

Kämpfer wollen nicht abziehen

Duma wird von Dschaisch al-Islam kontrolliert. Die Rebellengruppe beschießt von dort immer wieder die Hauptstadt. In den vergangenen Tagen haben Tausende Kämpfer und ihre Angehörigen in Buskonvois die Stadt in Richtung Nordsyrien verlassen. Ein Teil von Dschaisch al-Islam weigert sich aber. Sie will als lokale Sicherheitstruppe in der Stadt bleiben. Die syrische Regierung hat wiederholt gedroht, die Luftangriffe wieder aufzunehmen, wenn Dschaisch al-Islam nicht den Abzug ihrer Kämpfer akzeptiere.

Syrien Reisebus-Konvoi Evakuierung aus Ost-Ghouta (Getty Images/AFP/A. Eassa)

In Bussen haben zahlreiche Kämpfer mit ihrem Familien Ost-Ghuta verlassen

Insgesamt wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle seit Beginn der Offensive auf Ost-Ghuta am 18. Februar mehr als 1600 Zivilisten getötet. Die in Großbritannien ansässige Organisation bezieht ihre Informationen von Ärzten und Aktivisten vor Ort.

rk/sti (rtr, dpa, afp)

 

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