Letzte Rebellengruppe stimmt Abzug aus Ost-Ghuta zu | Aktuell Welt | DW | 01.04.2018
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Syrien-Konflikt

Letzte Rebellengruppe stimmt Abzug aus Ost-Ghuta zu

Die Miliz Dschaisch al-Islam und russische Unterhändler trafen eine entsprechende Vereinbarung. Damit erhält Syriens Regierung auch das letzte Gebiet in der Region Ost-Ghuta zurück.

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Letzte Rebellen ziehen aus Ost-Ghuta ab

Der geplante Abzug der Widerstandskämpfer markiert eine Zäsur im Syrien-Krieg. Erstmals seit 2012 ist die gesamte Region nahe der Hauptstadt Damaskus damit wieder unter der Kontrolle der Regierung. Die Vereinbarung wurde von der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bekannt gegeben. Auch syrische Staatsmedien meldeten die Übereinkunft

Zehntausende auf dem Rückzug 

Die beiden anderen Rebellengruppen, die in Ost-Ghuta herrschten, hatten bereits Vereinbarungen über eine Evakuierung mit der Regierungsseite getroffen. Nach Schätzungen der Beobachtungsstelle zogen infolge dieser Absprachen rund 45.000 Zivilisten und Rebellen aus Ost-Ghuta ab. Viele von ihnen waren in den vergangenen Tagen von dort aus bereits in die Region Idlib gebracht worden.

So haben Aufständische und ihre Familien die wichtigsten Städte in Ost-Ghuta verlassen, darunter die Ortschaften Dschobar, Samalka, Arbin und Ain Tarma. Die Regierung kontrolliert inzwischen etwa 95 Prozent der früheren Rebellenbastion.

Mit russischer Hilfe

Die syrische Armee hatte Mitte Februar mit Unterstützung der russischen Luftwaffe eine groß angelegte Offensive auf Ost-Ghuta gestartet. Die Einnahme des Gebietes hat für den syrischen Machthaber Baschar al-Assad besondere strategische und symbolische Bedeutung - auch, weil das lange umkämpfte Gebiet in der Nähe der Hauptstadt Damaskus liegt.

haz/qu (rtr, afp)

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