SPD im Norden ″natürlich nicht zufrieden″ | Aktuell Deutschland | DW | 07.05.2018
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Schleswig-Holstein

SPD im Norden "natürlich nicht zufrieden"

Politischer Stimmungstest im hohen Norden: Bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein verlor zwar auch die regierende CDU Stimmen, der Abstand zur SPD wurde - zu deren Frust - dennoch größer.

Ralf Stegner (picture-alliance/dpa/C. Rehder)

Nicht glücklich mit dem Wahlergebnis: SPD-Landeschef Ralf Stegner

Trotz Verlusten bleibt die CDU in Schleswig-Holstein auch auf kommunaler Ebene stärkste politische Kraft. Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis erzielten die Christdemokraten am Sonntag 35,1 Prozent der Stimmen, 3,8 Prozentpunkte weniger als bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren. Zulegen konnten hingegen die mit der CDU auf Landesebene in einem "Jamaika-Bündnis" regierenden Grünen (16,5 Prozent / plus 2,8 Punkte) und die FDP (6,7 Prozent / plus 1,7).

Seine CDU habe "ein ausgesprochen gutes Ergebnis" geholt, sagte Ministerpräsident Daniel Günther ungeachtet der Stimmeneinbußen. Und mit Blick auf die Sozialdemokraten analysierte er: "Wir konnten unseren Abstand deutlich ausbauen."

Daniel Günther (picture-alliance/dpa/F. Molter)

Zuversichtlich schon bei der Stimmabgabe: CDU-Landeschef Daniel Günther

"Wind stramm von vorne"

Die SPD kam im nördlichsten deutschen Bundesland nur noch auf 23,3 Prozent (minus 6,5 Punkte). Das ist das schlechteste Ergebnis der Partei bei Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein überhaupt. "Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden", betonte der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner. Dabei verwies er auf den negativen Bundestrend für seine Partei: "Da kam der Wind stramm von vorne", so Stegner. Zugleich stellte er fest: "Wir müssen weiter an unserem Profil arbeiten."

Die rechtsgerichtete AfD erhielt bei den Kommunalwahlen landesweit 5,5 Prozent. Die Linke kam auf 3,9 Prozent (plus 1,4) und der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), die Partei der dänischen Minderheit, landete bei 2,3 Prozent (minus 0,6).

wa/ml (dpa, ndr, afp)

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