Spanien gewinnt Fernduell mit Portugal | Sport | DW | 25.06.2018
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12. WM-Tag

Spanien gewinnt Fernduell mit Portugal

Während Spanien und Portugal an größeren Blamagen vorbei schrammen, verpasst Uruguay der Euphorie um die russische Elf einen Dämpfer. Saudi-Arabien dreht die Partie gegen Ägypten.

Spanien hat nach einer Zitterpartie das Fernduell mit Portugal um den Sieg in der Gruppe B gewonnen und fordert im Achtelfinale Gastgeber Russland. Dem Weltmeister von 2010 genügte in Kalinigrad nach einem extrem harten Stück Arbeit und dank eines späten Treffers durch Iago Aspas (90.+1) ein 2:2 (1:1) gegen die schon zuvor gescheiterten Marokkaner. Die Spanier entgingen damit einem Duell mit dem Geheimfavoriten Uruguay.

Khalid Boutaib brachte die bravourös kämpfenden Afrikaner in der 14. Minute in Führung. Isco (19.) gelang in Kaliningrad zwar der schnelle Ausgleich, doch der Favorit tat sich danach enorm schwer und musste sogar das 1:2 durch Youssef En Nesyri (81.) hinnehmen. Nach Spielende konnte sich die Spanier dennoch über den Gruppensieg freuen, weil Portugal nicht über ein 1:1 gegen Iran hinauskam - und über die Tatsache, einem peinlichen Vorrunden-Aus wie dem vor vier Jahren in Brasilien entgangen zu sein.

Ronaldo vergibt Elfer

Irans Torhüter Ali Beiranvand hält einen Elfmeter von Cristiano Ronaldo (Foto: Getty Images/J. Kruger)

Ronaldo scheitert an Irans Torhüter Beiranvand

Unterdessen ist Portugal auch ohne Zutun seines diesmal erfolglosen Superstars Cristiano Ronaldo ins Achtelfinale eingezogen. Nach einer überaus mäßigen Leistung reichte dem Europameister in Saransk das 1:1 (1:0) gegen Iran zwar zum Weiterkommen, aber der Gruppensieg war dahin. Vor rund 42.000 Besuchern in der Mordovia Arena brachte Ricardo Quaresma (45.) die Portugiesen per Traumtor in Führung, die Karim Ansarifard (90.+3) per Handelfmeter ausglich. Die Portugiesen treffen nun als Gruppenzweite am Samstag auf Uruguay. Ronaldo vergab per Elfmeter die Chance auf seinen fünften WM-Treffer. Für die Iraner ist trotz ihres wackeren Auftritts gegen den Favoriten auch die fünfte WM-Endrunde bereits nach der Gruppenphase beendet.

Uruguay zeigt Russland die Grenzen auf

Suarez schießt das erste Tor für Uruguay und jubelt (Foto: picture alliance/AP Images)

Suarez eröffnet den Torreigen für Uruguay

Zuvor setzte sich in der Gruppe A der zweimalige Fußball-Weltmeister Uruguay in Samara mit 3:0 (2:0) gegen Gastgeber Russland durch. Das Team mit den Weltklassestürmern Luis Suarez und Edinson Cavani zeigte den Russen die Grenzen auf. Zu allem Überfluss sah Igor Smolnikow bereits nach 36 Minuten die Gelb-Rote Karte. Uruguay zieht nach dem Freistoßtreffer von Suarez (10.), dem Eigentor von Denis Tscheryschew (23.) und dem Schlusspunkt von Cavani (90.) als Gruppenerster ins Achtelfinale ein, Russland folgt als Zweiter.

Uruguay muss kaum einen Gegner fürchten: Im Schatten der Russen, denen die Schlagzeilen der ersten WM-Wochen gehörten, spielten sich die unangenehmen Südamerikaner mit drei Siegen ohne Gegentor in den erweiterten Favoritenkreis. Taktisch sind sie von Oscar Tabarez, mit 71 Jahren der älteste Trainer im Turnier, hervorragend eingestellt - und vorne nähert sich zumindest Suarez seiner Top-Form. Der Angreifer des FC Barcelona erzielte sein insgesamt siebtes WM-Tor. Steigerungspotenzial besitzt indes trotz seines Treffers Cavani. Der Star des französischen Meisters Paris St. Germain fand auch gegen Russland wenig Bindung zum Spiel. Bei den 1:0-Siegen gegen Ägypten und Saudi-Arabien enttäuschte Cavani, Uruguay wartet weiter auf eine Leistungsexplosion des Torjägers.

Saudi-Arabien feiert späten Erfolg. 

Russland WM 2018 l Saudi Arabien vs Ägypten 1:1 - Al-Hadari hält Elfmeter (picture alliance/dpa/AP/D. Vojinovic)

Mit 45 Jahren ein Elfmeterkiller: Ägyptens El-Hadari

Sportlich bedeutungslos und dennoch unterhaltsam war das Duell der anderen beiden Teams in Gruppe A. Ägypten unterlag Saudi-Arabien überraschend mit 1:2 (1:1). In Wolgograd hatte Mo Salah, der Stürmerstar des FC Liverpool, die Ägypter mit einem gefühlvollen Heber in der 22. Minute in Führung gebracht, ehe der schon 45-jährige Keeper Essam Al-Hadari (41.) einen Handelfmeter parierte. Kurz darauf war Al-Hadari bei einem umstrittenen Foulelfmeter von Salman Al-Faradsch (45.+6) machtlos. Der Siegtreffer gelang Salam Al-Dausari in der Nachspielzeit. (90.+5). Der von Trainer Hector Cuper erstmals im Turnier eingesetzte Torhüter ist mit 45 Jahren und 161 Tagen nun der älteste WM-Spieler aller Zeiten und löste Kolumbiens Schlussmann Faryd Mondragon (43 Jahre und drei Tage) ab.

jk/ck (sid/dpa)

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