Saudis räumen nach Schulbusattacke Fehler ein | Aktuell Nahost | DW | 01.09.2018
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Jemen-Krieg

Saudis räumen nach Schulbusattacke Fehler ein

Im August wurden im Jemen 40 Kinder bei einem Luftangriff getötet. Verantwortlich für die Attacke war das Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens. Es steht deshalb international am Pranger.

Jemen Luftangriffe in Saada (picture-alliance/AP Images/H. Mohammed)

Bei dem Beschuss vor drei Wochen wurde der Schulbus völlig zerstört (Archivbild)

Nach der Attacke auf einen Schulbus im Bürgerkriegsland Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Koalition Fehler eingeräumt. Der Angriff habe nicht den Einsatzregeln entsprochen, sagte der Sprecher einer Untersuchungskommission des Militärbündnisses, Mansur al-Mansur.

Bei dem Luftangriff in der nördlichen Provinz Saada waren vor rund drei Wochen nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mindestens 51 Menschen getötet worden, 40 davon Kinder. Weitere 79 Menschen wurden demnach verletzt. Schon zuvor waren mehrfach Zivilisten bei Luftangriffen der Koalition getötet worden.

Rebellenanführer als Fahrgäste

Die Bombardierung habe Anführern der Huthi-Rebellen in dem Bus gegolten, sagte Al-Mansur weiter. Sie sei jedoch nicht gerechtfertigt gewesen, weil das Ziel in diesem Moment keine Bedrohung dargestellt habe. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Al-Mansur zufolge war der Angriffsbefehl zurückgenommen worden, weil Zivilisten entdeckt worden waren. Zu diesem Zeitpunkt sei die Bombardierung aber schon erfolgt. Es seien Anführer der Huthis getötet worden, die ein legitimes Ziel darstellten.

Der UN-Sicherheitsrat hatte ebenso wie UN-Generalsekretär Antonio Guterres zuvor eine unabhängige und schnelle Untersuchung von der Militärkoalition verlangt. Seit mehr als drei Jahren bombardiert das Bündnis Stellungen der Huthi-Rebellen, die weite Teile des Landes vor allem im Norden sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Die Koalition geht davon aus, dass die Aufständischen vom schiitischen Iran unterstützt werden, dem Erzfeind des sunnitischen Königreichs Saudi-Arabien.

jj/hk (dpa, rtr)

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