Salvini blockiert die ″Alan Kurdi″ erneut | Aktuell Europa | DW | 31.08.2019
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Mirgration

Salvini blockiert die "Alan Kurdi" erneut

Italiens Noch-Innenminister Matteo Salvini bleibt seiner Linie treu. Er unterzeichnete eine Anweisung, dass die "Alan Kurdi" mit 13 aus Seenot geretteten Migranten keinen italienischen Hafen anlaufen darf.

Besatzung des Rettungsschiffs Alan Kurdi auf dem Mittelmeer (picture-alliance/Sea Eye/N. Jaussi)

Von einem Beiboot aus rettet die Besatzung der "Alan Kurdi" die 13 Migranten von einem winzigen Holzboot

Das Rettungsschiff "Alan Kurdi" hatte am frühen Samstagmorgen im Mittelmeer 13 Migranten aufgenommen. Die Menschen aus Tunesien seien in maltesischen Gewässern an Bord eines überladenen Holzbootes entdeckt worden, das sich in einem schlechten Zustand befand, sagte Gorden Isler, Sprecher der Regensburger Seenotrettungsorganisation "Sea-Eye". "Es wäre verantwortungslos gewesen, die Menschen in dieser Situation zu belassen." Unter den Geretteten seien auch acht Minderjährige. Die Migranten seien auf dem Weg nach Lampedusa gewesen. Die "Alan Kurdi" werde nun mit den Menschen in Richtung Lampedusa fahren, weil die italienische Insel der nächste sichere Ort sei.

Die "Alan Kurdi" war erst am Montag vom spanischen Hafen Castellòn aus zu einem neuen Einsatz im Mittelmeer gestartet. Sie befand sich auf dem Weg in das libysche Rettungsgebiet, als sie das in Seenot geratenen Holzboot sichtete.

Drei Seenotrettungschiffe warten

Der Rechtspopulist Matteo Salvini bleibt auch in der möglicherweise letzten Woche als italienischer Innenminister bei seinem harten Kurs in der Migrationspolitik. Er unterzeichnete eine Anweisung, dass die "Alan Kurdi" nicht in die Gewässer seines Landes einfahren darf. Für die Besatzung der "Alan Kurdi" ist es nicht das erste Mal, dass Salvini ihre Rettungsarbeit zu blockieren versucht.

Italien Padua Matteo Salvini (Getty Images/AFP/M. Bertorello)

Matteo Salvini bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner rechten Lega in der Nähe von Padua

Damit warten nun drei Rettungsschiffe privater Hilfsorganisationen mit Migranten an Bord auf dem Mittelmeer darauf, einen sicheren Hafen anlaufen zu dürfen. Neben der "Alan Kurdi" betrifft das auch die "Eleonore" des deutschen Kapitäns Claus-Peter Reisch mit 100 Menschen an Bord. Das Schiff, das von der Nichtregierungsorganisation Mission Lifeline  unterstützt wird, wartet in der Nähe von Malta.

Vor Lampedusa ankert die "Mare Jonio" der italienischen NGO Mediterranea Saving Humans mit etwa 30 Migranten an Bord. Italien hatte auch diesen Schiffen die Einfahrt verweigert.

qu/wa (dpa, afp, epd)

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