Rettungsschiff in Spanien eingetroffen | Aktuell Europa | DW | 09.08.2018
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Flüchtlinge

Rettungsschiff in Spanien eingetroffen

An Bord: 75 Männer, zwölf Jungen. Ihre Herkunft: der vom Krieg erschütterte Sudan. Die letzte Etappe: das Mittelmeer. Nun haben die Flüchtlinge Spanien erreicht. Doch was kommt nun?

Das Rettungsschiff der Hilfsorganisation Proactiva Open Arms mit 87 Flüchtlingen an Bord ist nach tagelanger Fahrt auf dem Mittelmeer in Spanien eingetroffen. Es lief am Donnerstagmorgen kurz nach neun Uhr in den Hafen von Algeciras in der Region Andalusien im Süden des Landes ein, wie die Organisation auf Twitter mitteilte.

Die Flüchtlinge, darunter zwölf Minderjährige aus dem Sudan und Gambia, waren nach ihrer Bergung vor der Küste von Libyen eine gute Woche unterwegs. Sowohl Italien als auch Malta verwehren den privaten Seenotrettern die Einfahrt in ihre Häfen. Stattdessen bringt die libysche Küstenwache Migranten immer öfter wieder zurück in das von einem Bürgerkrieg erschütterte nordafrikanische Land.

Rettungsaktion von Open Arms auf dem Mittelmeer (picture-alliance/AP Photo/S. Palacios)

Von Proactiva Open Arms aufgenommen: die Kriegsflüchtlinge aus Afrika

Proactiva Open Arms hatte aufgrund dieser Entwicklung zuletzt zweimal nach Spanien fahren müssen: einmal mit 60 Geretteten, die nach Barcelona gebracht wurden, und einmal mit einer Überlebenden und zwei Leichen an Bord, die auf Mallorca in Empfang genommen wurden.

Unterdessen wird aus der Türkei gemeldet, dass vor der türkischen Ägäisküste sieben Kinder und zwei Frauen mit einem kenternden Schlauchboot ertrunken sind. Drei Männer und ein Kind konnten Agenturberichten zufolge gerettet werden. Die Küstenwache berichtete, es habe sich um Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak gehandelt. 

ml/sti (dpa, afpe)

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