Rettungsschiff ″Alan Kurdi″ in Italien | Aktuell Europa | DW | 03.11.2019
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Rettungsschiff "Alan Kurdi" in Italien

Mit der neuen Regierung in Rom hat sich die Debatte um die Flüchtlinge, die über das Mittelmeer kommen, etwas entspannt. Und: Es gibt bessere Mechanismen für ihre Verteilung. Davon profitiert auch die "Alan Kurdi".

Seenotrettung im Mittelmeer - «Alan Kurdi» (picture-alliance/dpa/Sea-Eye/F. Heinz)

Die "Alan Kurdi" (Archivbild)

Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" der deutschen Organisation Sea-Eye hat den Hafen der süditalienischen Stadt Tarent erreicht. 88 Migranten, die an Bord des Schiffes waren, konnten an Land gehen. Das italienische Innenministerium hatte der "Alan Kurdi" die Erlaubnis erteilt, dort anzulegen. Nach fast einer Woche auf dem Mittelmeer war die Crew zuvor in italienische Hoheitsgewässer eingefahren. Die Organisation Sea-Eye hatte dies mit dem schlechten Wetter begründet.

In der kurzen Zeit des Aufenthalts beistehen

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete unter Berufung auf das Innenministerium, Deutschland und Frankreich wollten 60 Migranten der "Alan Kurdi" aufnehmen, Portugal 5 und Irland 2. Der Bürgermeister von Tarent, Rinaldo Melucci, hatte gesagt, seine Stadt bereite sich auf die Ankunft vor und werde nicht zögern, diesen Menschen in Not in der kurzen Zeit ihres Aufenthalts beizustehen.

Mittelmeer NGO Sea-Eye Alan Kurdi Seenotrettungsschiff Einsatz (Reuters/Sea-Eye/Julie Bourdin)

Gerettet aus einem Schlauchboot

Unter den Flüchtlingen an Bord befanden sich laut italienischen Medienberichten auch neun Minderjährige. Die "Alan Kurdi" hatte die Menschen am vergangenen Samstag aus einem havarierten Schlauchboot aufgenommen. Dabei war die Crew von Schnellbooten der libyschen Küstenwache bedrängt worden, deren Besatzung auch Warnschüsse abgab.

Auch das italienische Versorgerschiff "Asso Trenta", das zwischen Freitagabend und Samstagfrüh mehr als 150 Menschen in internationalen Gewässern vor Libyen rettete und an Bord nahm, befindet sich derweil in Sicherheit: In der sizilianischen Hafenstadt Pozzallo konnten die Geretteten das Schiff verlassen. 

ml/gri (dpa, afp)

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