Qantas entdeckt Haarrisse an Boeing 737 | Aktuell Welt | DW | 01.11.2019
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Luftfahrt

Qantas entdeckt Haarrisse an Boeing 737

Bei der Inspektion ihrer Flotte von Passagierjets vom Typ Boeing 737 NG hat die australische Fluggesellschaft Qantas eine böse Überraschung gemacht. An drei Maschinen wurden Haarrisse entdeckt.

Die Risse lagen an einer Stelle, wo die Tragflächen am Rumpf befestigt sind. Im Luftfahrt-Jargon nennt man diese Teile "Pickle Forks" weil sie an Gurkengabeln erinnern. Die betroffenen Maschinen seien bis auf weiteres aus dem Verkehr gezogen worden, hieß es.

33 Jets des gleichen Typs

Experten der Fluggesellschaft sind nun dabei weitere baugleiche Flugzeuge genau zu inspizieren. Insgesamt gehe es um 33 Maschinen im Bestand von Qantas, die noch vor der üblichen Inspektionsfrist kontrolliert werden sollten, teilte die Airline in Canberra mit.

Bei den betroffenen Jets handelt es sich um Maschinen einer Baureihe, für die die US-Luftfahrtaufsicht FAA bislang keine raschen Inspektionen vorgeschrieben hatte. Denn die 737-Maschinen haben bislang jeweils unter 23.000 Starts
und Landungen hinter sich. Die FAA sieht rasche Prüfungen erst ab 30.000 Start- und Landevorgängen vor. 

Andrew David, bei Qantas verantwortlich unter anderem für den Frachtbereich, zeigte sich aber optimistisch. Er gehe davon aus, dass die drei Maschinen, an denen man die Haarrisse entdeckt habe, noch dieses Jahr wieder zum Einsatz kommen könnten. Im übrigen gehe die Inspektion der noch zu prüfenden 737 Maschinen zügig voran.

Die Boeing 737 NG ist das Vorgängermodell der 737 Max. Die 737-Max-Modelle sind seit Mitte März wegen zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten mit Flugverboten belegt. Als eine entscheidende Unglücksursache gilt ein fehlerhaftes Steuerungsprogramm von Boeing. Ob und wann die Maschinen wieder abheben dürften, ist von internationalen Aufsichtsbehörden abhängig und derzeit unklar.

haz/stu (dpa, ap, rtr)

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