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PolitikGlobal

News kompakt: Trump sieht baldiges Ende des Iran-Kriegs

2. April 2026

US-Präsident Trump wendet sich in einer Rede an die Nation. Erstmals seit mehr als 50 Jahren machen sich wieder Astronauten auf den Weg zum Mond. Das Wichtigste in Kürze.

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USA Washington D.C. 2026 | Donald Trump während seiner Rede an die Nation
Etwa 20 Minuten dauerte die Ansprache von US-Präsident Trump an die Nation Bild: Alex Brandon/AFP

Die USA haben nach Darstellung von Präsident Donald Trump ihre Hauptziele im Krieg gegen den Iran nahezu erreicht. Die iranische Marine und Luftwaffe seien zerstört und die Raketen des Landes so gut wie aufgebraucht oder unbrauchbar, sagte Trump im Weißen Haus in einer Rede an die Nation. Er erklärte zugleich, in den nächsten zwei bis drei Wochen werde es noch harte Angriffe geben. Der US-Präsident sagte wörtlich: "Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören." In der Zwischenzeit liefen Gespräche weiter, so Trump.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian kritisierte in einem offenen Brief an die amerikanische Nation den Krieg gegen sein Land als eine absurde und für die USA kostspielige Operation. "Die Welt befindet sich heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses kostspieliger und ergebnisloser ist denn je", schreibt der Präsident in seiner Botschaft.

London lädt wegen Straße von Hormus zur Krisensitzung

Die britische Außenministerin Yvette Cooper hat zu der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus ein Sondertreffen einberufen. Auch Deutschland wird an der Schaltkonferenz mit internationalen Partnern teilnehmen, wie das Auswärtige Amt bekanntgab. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer sagte, man wolle alle diplomatischen und politischen Maßnahmen prüfen, die ergriffen werden könnten, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen. Das Nachrichtenportal Politico berichtet, das Treffen sei für diesen Donnerstag geplant.

Nach den Worten Starmers sollen im Anschluss an die Beratungen Militärplaner zusammenkommen, um Möglichkeiten zu prüfen, wie die Straße von Hormus auch nach einem Endes des Kriegs freigehalten werden kann. Die Auswirkungen der seit mehr als vier Wochen andauernden Blockade auf die internationale Wirtschaft sind enorm. 

Artemis II: Start geglückt

Erstmals seit 1972 fliegen wieder Menschen in Richtung Mond. Vier Astronauten hoben an Bord einer Orion-Kapsel mit dem Raketensystem "Space Launch System" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Der Start der Mission Artemis 2 war zuvor wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden.

USA Cape Canaveral 2026 | Start der NASA-Mondrakete Artemis 2
Die Trägerrakete mit der Raumkapsel Orion startet vom Kennedy Space Center in Florida Bild: Brendan McDermid/REUTERS

Die drei US-Amerikaner - darunter eine Frau - und ein Raumfahrer aus Kanada werden etwa zehn Tage lang unterwegs sein. Sie sollen in ihrer Kapsel den Erdtrabanten einmal umrunden. Auf der Rückseite des Mondes wird der Kontakt zur Bodenkontrolle für kurze Zeit unterbrochen sein. Die Crew wird dann weiter von der Erde entfernt sein als jemals Astronauten zuvor. Eine Landung auf dem Mond gehört nicht zum Programm. Diese strebt die US-Raumfahrtbehörde NASA für 2028 an. Artemis 2 soll die Voraussetzungen dafür schaffen. 

40 Migranten sterben bei Bootsunglücken im Mittelmeer und Ärmelkanal

Vor der türkischen Ägäisküste sind bei einem Bootsunglück 19 Menschen ertrunken, darunter ein Baby. Die Küstenwache barg nach eigenen Angaben am Mittwoch 18 Leichen aus dem Mittelmeer. Eine weitere Person starb später im Krankenhaus. 21 Insassen des Schlauchboots überlebten das Unglück vor dem türkischen Badeort Bodrum. Alle Menschen an Bord stammen den Behörden zufolge aus Afghanistan. Bodrum liegt nur wenige Kilometer von der griechischen Insel Kos entfernt, einem der Hauptziele von Migranten zum Erreichen der Europäischen Union in der Ägäis. 

Griechenland | Schlauchboot mit Geflüchteten vor der Insel Lesbos
Immer wieder flüchten Menschen in überfüllten und seeuntauglichen Booten via Mittelmeer Richtung Europa (Archivbild) Bild: Marios Lolos/Photoshot/picture alliance

Vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa wurden bei der Sicherstellung eines kleinen Schiffes mit Migranten ebenfalls 19 Todesopfer entdeckt. Wie Einsatzkräfte berichteten, befanden sich in dem Boot auch 63 Überlebende. Fünf von ihnen seien in kritischem Zustand. Beim Versuch, von der nordfranzösischen Küste aus über den Ärmelkanal Richtung Großbritannien zu gelangen, starben zwei weitere Menschen. 

Anklage wegen Veröffentlichung von "Todeslisten" im Darknet 

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der zu Anschlägen auf Personen des öffentlichen Lebens, Politiker und Amtsträger aufgerufen haben soll. Der Deutsch-Pole veröffentlichte laut der Anklage auf einer von ihm anonym betriebenen Plattform im Darknet sogenannte Todeslisten. Außerdem waren dort von ihm selbst ausgesprochene "Todesurteile" und Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen zu finden, wie die oberste Anklagebehörde in Deutschland mitteilte.

Deutschland | Blick auf das Gebäude der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe
Bundesanwaltschaft in KarlsruheBild: Christoph Schmidt/dpa/picture alliance

Ferner forderte der Beschuldigte Spenden in Kryptowährung ein, die dann als "Kopfgeld" für die Tötung der Zielpersonen ausgelobt werden sollten. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wirft dem Mann Terrorismus-Finanzierung und die Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor.

Starkes Erdbeben erschüttert Teile Indonesiens

Vor der Küste der indonesischen Insel Sulawesi hat es ein heftiges Erdbeben gegeben. Die Behörden lösten für die Inseln rund um die Molukkensee eine Tsunami-Warnung aus, die wenig später aber wieder aufgehoben wurde. Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) eine Stärke von 7,4. In der Stadt Manado kam mindestens ein Mensch ums ‌Leben, ⁠als ⁠er von herabfallenden Trümmern getroffen wurde, wie der indonesische Fernsehsender Metro TV meldete.

Indonesien Manado 2026 | Menschen neben einem völlig zerstörten Gebäude
In Manado wurden Gebäude durch das Erdbeben schwer beschädigtBild: Tonny Rarung/AFP

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch besonders aktiven Zone mit zahlreichen Vulkanen und tektonischen Platten. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort daher häufig. 

se/jj (dpa, afp, ap, rtr)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.