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PolitikGlobal

News kompakt: Erdbeben in Venezuela - Trump bietet Hilfe an

25. Juni 2026

Zwei schwere Erdbeben haben Venezuela innerhalb von Minuten erschüttert. Die USA sichern Unterstützung zu. Der russische Oppositionspolitiker Maxim Kruglow muss ins Straflager. Der DW-Nachrichtenüberblick.

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Venezuela Caracas 2026 | Rettungskräfte durchsuchen nach dem Erdbeben die Trümmer eines Hauses (24.06.2026)
Eingestürztes Haus in CaracasBild: Javier Campos/AP Photo/dpa/picture alliance

Nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela hat US-Präsident Donald Trump Hilfe angeboten. Die USA seien "bereit, willens und in der Lage", das südamerikanische Land zu unterstützen. Er habe alle Behörden seiner Regierung angewiesen, sich auf schnelle Hilfe vorzubereiten, so Trump. "Wir werden für unsere neuen und großartigen Freunde da sein", ließ der US-Präsident verlauten.

Venezuela war am Abend innerhalb von einer Minute von zwei heftigen Erdbeben erschüttert worden. Die Erdstöße der Stärke 7,2 und 7,5 brachten Häuser zum Einstürzen und lösten vielerorts Panik aus. Unter anderem wurde der internationale Flughafen der Hauptstadt Caracas so schwer beschädigt, dass er geschlossen werden musste. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez rief den Notstand aus.

Geschichtsstreit überschattet Ukraine-Konferenz

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt an diesem Donnerstag an der Ukraine-Wiederaufbau-Konferenz in Danzig teil. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird sich bei dem zweitägigen Treffen in der polnischen Ostseemetropole von Regierungschefin Julia Swyrydenko vertreten lassen. Hintergrund ist ein Streit mit Polen um die Weltkriegsvergangenheit beider Länder. Polen gehört bislang zu den wichtigsten militärischen und humanitären Unterstützern der von Russland angegriffenen Ukraine.

Selenskyj hatte im Nachbarland für erhebliche Empörung gesorgt, indem er eine Armee-Einheit nach einer in der Ukraine verehrten Untergrundmiliz benannte, die im Zweiten Weltkrieg gegen die Sowjetunion kämpfte, aber auch Massaker an Zehntausenden Polen und Juden verübte. Ungeachtet des aktuellen Geschichtsstreits sicherte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk der Ukraine anhaltende Unterstützung zu. Er kündigte 200 Verträge für den Wiederaufbau im Milliardenwert an.

Russischer Oppositioneller zu Haft verurteilt

Wegen kritischer Posts in Online-Netzwerken kommt in Russland der Oppositionspolitiker Maxim Kruglow wenige Wochen vor der Parlamentswahl ins Gefängnis. Ein Gericht in Moskau sprach ihn schuldig, Unwahrheiten über die russische Armee verbreitet zu haben, und verurteilte Kruglow zu sieben Jahren Strafkolonie. Grundlage waren demnach zwei Beiträge in sozialen Medien aus dem Jahr 2022 zum Krieg in der Ukraine.

Russland Moskau 2026 | Maxim Kruglow vor Gericht hinter einer Scheibe (22.04.2026)
Jabloko-Politiker Kruglow beim Prozess im Bezirksgericht Samoskworetskij (im April)Bild: Zamoskvoretsky District Court/AP Photo/dpa/picture alliance

Kruglow gehört der Oppositionspartei Jabloko an. Die Partei sieht sich seit Jahren wachsendem Druck durch Russlands Justiz ausgesetzt. Die Wahl des russischen Parlaments soll im September stattfinden.

Arzt bringt Ebola aus Afrika nach Frankreich mit

Erstmals seit Beginn des aktuellen Ausbruchs der lebensgefährlichen Infektionskrankheit Ebola in der Demokratischen Republik Kongo ist das Virus nachweislich nach Europa eingeschleppt worden. Positiv getestet wurde ein Mann in Frankreich, wie das Gesundheitsministerium in Paris bekannt gab. Der Arzt einer Hilfsorganisation sei mit einem Linienflug aus Kinshasa in die französische Hauptstadt zurückgekehrt. Direkt nach seiner Ankunft wurde er in ein Krankenhaus gebracht und dort isoliert. Der Zustand des Mannes sei stabil, hieß es. Nun werde untersucht, wer Kontakt zu ihm hatte.

Im Kongo stieg die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle kürzlich auf mehr als 1000, etwa 260 Erkrankte starben bisher in dem zentralafrikanischen Land. Der Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt.

WHO verlangt Zusatz-Investitionen in den Hitzeschutz

Angesichts extrem hoher Temperaturen in weiten Teilen Europas hat die Weltgesundheitsorganisation mehr staatliche Hitzeschutzmaßnahmen gefordert. Die derzeitige Hitzewelle gefährde die Gesundheit der Menschen, so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Regierungen müssten deshalb "Investitionen in klimaresiliente Gesundheitssysteme Priorität einräumen".

In Deutschland riefen Bundesärztekammer und Gesundheitsverbände die Menschen zur gegenseitigen Achtsamkeit auf. Besonders gefährdet seien Ältere sowie chronisch Kranke, Pflegebedürftige, Schwangere, kleine Kinder und im Freien arbeitende Personen. Meteorologen rechnen bis zum Wochenende an manchen Orten der Bundesrepublik mit Temperaturen von bis zu 41 Grad Celsius. Damit könnte auch der bisherige deutsche Juni-Rekord übertroffen werden. Insgesamt sind von der gegenwärtigen Hitzewelle in Europa Hunderte Millionen Menschen betroffen.

Neues Mahnmal setzt Zeichen gegen NS-Verfolgung

In Berlin erinnert künftig ein Mahnmal an die während der Nazi-Zeit verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas. Die fünf Meter hohe Bronzestele in Form eines Baumstamms steht im sogenannten Tiergarten, einer großen Parkanlage im Herzen der deutschen Hauptstadt. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner nannte das Mahnmal "eine Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus". Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sagte bei der Einweihung, mit dem Mahnmal werde eine Lücke in der deutschen Erinnerungskultur geschlossen.

Deutschland Berlin 2026 | Das wie ein Baum gestaltete Mahnmal für NS-Opfer unter den Zeugen Jehovas neben einem echten Baum (24.06.2026)
Mahnmal für NS-Opfer unter den Zeugen Jehovas im Berliner TiergartenBild: Christoph Soeder/dpa/picture alliance

Die Zeugen Jehovas gehören zu den bekanntesten nicht kirchlichen Religionsgemeinschaften in Deutschland. In der NS-Zeit leisteten viele von ihnen Widerstand gegen das Hitler-Regime. Tausende kamen in Konzentrationslager, wo man sie mit einem "lila Winkel" stigmatisierte. Mehr als 1700 Zeugen Jehovas wurden getötet.

AR/haz (dpa, afp, rtr, kna, epd)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.