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PolitikGlobal

News kompakt: Chemietank in Kalifornien droht zu explodieren

23. Mai 2026

Wegen der Gefahr eines Chemie-Unglücks sind zehntausende Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat ihren Rücktritt erklärt. Der DW-Nachrichtenüberblick.

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Evakuierung der Seniorenwohnanlage Beach Terrace in den USA nach Chemieunfall
Ein Chemikalientank droht im Großraum Los Angeles zu explodieren, die Menschen müssen ihre Häuser verlassenBild: Jon Putman/Anadolu Agency/IMAGO

Die drohende Explosion eines Lagertanks mit einer brennbaren, gefährlichen Chemikalie hat in Südkalifornien zu einer großflächigen Evakuierung geführt. Rund 40.000 Anwohner im Großraum Garden Grove südöstlich von Los Angeles seien von dem Aufruf betroffen, berichten US-Medien. Nach Angaben von Behörden könnte der Notfall dazu führen, dass ein Leck auftritt oder der Tank explodiert.

Schäden nach Chemieunfall bei GKN Aerospace
Der Chemieunfall ereignete sich bei GKN AerospaceBild: Jon Putman/Anadolu Agency/IMAGO

Der Tank mit 26.000 Litern entzündlicher Flüssigkeit, die bei der Herstellung von Kunststoffen verwendet wird, befindet sich auf dem Gelände eines Luft- und Raumfahrtunternehmens. Bei einer Explosion würden giftige Dämpfe über ein dicht besiedeltes Gebiet treiben.

US-Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard erklärt Rücktritt

US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat ihren Rücktritt erklärt. Die 45-Jährige begründete ihren Schritt im Onlinedienst X mit einer seltenen Krebserkrankung ihres Mannes. Gabbard ist die vierte Frau, die binnen Monaten aus dem Kabinett von Präsident Donald Trump ausscheidet. Im Iran-Krieg waren Zweifel an der Loyalität der Geheimdienstchefin laut geworden. In ihrem Rücktrittsschreiben dankte Gabbard dem Präsidenten für sein Vertrauen. Trump bescheinigte ihr im Gegenzug in seinem Onlinedienst Truth Social eine "unglaubliche Arbeit".

Tulsi Gabbard bei Pressekonferenz im Weißen Haus
Tulsi Gabbard bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus (Archivfoto)Bild: Lenin Nolly/NurPhoto/picture alliance

Im März hatte Trump zunächst Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen, im April folgte Justizministerin Pam Bondi. Wenige Wochen später erklärte dann auch Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer ihren Rücktritt.

Bundespräsident Steinmeier ruft zum Engagement aller Bürger für Demokratie auf

Erstmals wird an diesem Samstag in ganz Deutschland ein neuer Ehrentag begangen. Anlass ist der 77. Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes am 23. Mai 1949. Der bundesweite Aktionstag steht unter dem Motto "Für dich. Für uns. Für alle" und soll zum Geburtstag der Verfassung das gesellschaftliche Miteinander in den Vordergrund stellen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf dem Ehrenamt als "Rückgrat" der demokratischen Gesellschaft.

Bundespräsident Steinmeier hält 2025 eine Rede zur Demokratie
Rief den Ehrentag ins Leben: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Archivfoto)Bild: Maryam Majd/REUTERS

Ins Leben gerufen hat den Ehrentag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der aus diesem Anlass die Menschen in Deutschland dazu aufrief, sich für das Gelingen der Demokratie zu engagieren. Das Grundgesetz sei eine wirkliche Errungenschaft für unser Land und für unser Zusammenleben, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

EU und Mexiko setzen mit Freihandelsabkommen ein Zeichen

In Mexiko-Stadt haben die Spitzen der Europäischen Union und die mexikanische Präsidentin ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Die Zeremonie fand im Rahmen eines Gipfeltreffens zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ratspräsident António Costa und Staatschefin Claudia Sheinbaum statt.

Beide Seiten bemühen sich angesichts der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, ihre Handelsbeziehungen zu anderen Ländern und Regionen auszubauen. Die neue EU-mexikanische Vereinbarung erweitert einen bestehenden Pakt aus dem Jahr 2000, der sich auf Industriegüter beschränkte. Nun kommen Dienstleistungen, öffentliches Beschaffungswesen, digitaler Handel, Investitionen und landwirtschaftliche ​Produkte hinzu. Für fast alle Waren, darunter mexikanisches Geflügel und europäischer Käse, wird künftig wechselseitig ein zollfreier Zugang gewährt, wenn auch mit einer Begrenzung durch Quoten.

In der EU muss nun ⁠noch das Europäische Parlament über den Pakt abstimmen. Eine Zustimmung wird in den nächsten Monaten erwartet.

Deutsche Parlamentarier besuchen Taiwan

Eine Delegation des Bundestages reist an diesem Samstag nach Taipeh. Der Besuch der fünf Abgeordneten soll die Zusammenarbeit zwischen Deutschland ⁠und Taiwan vertiefen. Auf dem Programm stehen Fragen zu Wirtschaft, Demokratie, Kultur und Sicherheit. Die Delegation des Parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipeh werde dabei auch mit Präsident Lai Ching-te sowie dessen Vorgängerin Tsai Ing-wen zusammentreffen, teilte der Bundestag mit.

Die Taiwan-Reise der Abgeordneten dürfte in China - dem wichtigsten Handelspartner Deutschlands - auf Missfallen stoßen. Die Volksrepublik betrachtet die demokratisch regierte Insel als Teil ihres Staatsgebiets. Die Führung in Peking strebt eine Eingliederung Taiwans an und schließt dabei auch militärische Gewalt nicht aus.

Spannung in Cannes vor Vergabe der Goldene Palme

Am Abend wird beim Filmfestival in Cannes der Hauptpreis verliehen. Unter den 22 Wettbewerbsbeiträgen konkurrieren auch drei deutschsprachige um die Goldene Palme in der französischen Mittelmeerstadt. Weitere Trophäen gibt es für die beste Regie, die beste Schauspielerin und den besten Darsteller. Der Große Preis der Jury gilt als zweithöchste Auszeichnung.

Filmszene mit Sandra Hüller und Hanns Zischler aus dem Film "Fatherland"
Filmszene mit Sandra Hüller und Hanns Zischler aus dem Film "Vaterland"Bild: Agata Grzybowska/Mubi/AP Photo/picture alliance

Während des Festivals erhielt der Schwarz-Weiß-Film "Vaterland" des polnischen Filmemachers Pawel Pawlikowski gute Kritiken. Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller spielt darin die älteste Tochter des Schriftstellers Thomas Mann. Besonders ausgiebigen Applaus bekam auch der Film "Bola Negra" über drei Schwule in Spanien.

Auf dem roten Teppich hatten sich zahlreiche Stars in Cannes gezeigt, unter ihnen Catherine Deneuve, Adam Driver, Demi Moore, Kristen Stewart und John Travolta. Barbra Streisand, die zum Abschluss mit einer Ehrenpalme ausgezeichnet werden soll, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht anreisen.

pg/AR/jj (dpa, afp, rtr)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.20 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.