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PolitikGlobal

News kompakt: Anklage im Mordfall Charlie Kirk

17. September 2025

Der 22-jährige Verdächtige im Fall Charlie Kirk muss sich wegen Mordes verantworten. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen will den Ausstieg aus russischen Energieimporten beschleunigen. Das Wichtigste in Kürze.

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Der Staatsanwalt steht am Rednerpult und spricht
Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Utah zur Anklage im Mordfall Charlie KirkBild: AP Photo/picture alliance

Im Fall des tödlichen Attentats auf den ultrakonservativen Aktivisten Charlie Kirk hat die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Utah Anklage wegen Mordes erhoben und angekündigt, die Todesstrafe zu beantragen. Der 22-jährige Verdächtige soll Kirk am vergangenen Mittwoch auf dem Campus der Utah Valley University von einem Dach aus mit einem Gewehr erschossen haben.

Kirk, ein enger Verbündeter von Präsident Donald Trump, hielt dort vor rund 3000 Zuhörern eine Rede. Laut Anklageschrift hat der Verdächtige die Tat per Textnachricht gestanden. Das Attentat löste parteiübergreifend scharfe Verurteilungen politischer Gewalt aus, zugleich aber auch gegenseitige Schuldzuweisungen.

Von der Leyen will russische Energieimporte rascher beenden

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump angekündigt, den Stopp aller europäischen Öl- und Gasimporte aus Russland schneller voranzutreiben. Russlands Kriegswirtschaft finanziere das Blutvergießen in der Ukraine und werde durch die Einnahmen aus dem Verkauf fossiler Brennstoffe aufrechterhalten, schrieb die Politikerin in sozialen Netzwerken. Die Kommission werde daher einen Vorschlag zur Beschleunigung des Ausstiegs aus russischen Energielieferungen vorlegen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump reichen sich die Hand
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (l.) bei Handelsgesprächen mit US-Präsident Donald Trump im August 2025Bild: Jacquelyn Martin/AP Photo/dpa/picture alliance

Nach Angaben der Kommission ging es in dem "konstruktiven Telefonat" auch um Möglichkeiten, den wirtschaftlichen Druck auf Russland weiter zu erhöhen. Trump hatte zuletzt signalisiert, dass neue US-Sanktionen gegen Russland an Bedingungen geknüpft seien - darunter hohe Zölle auf chinesische Waren und ein vollständiger Importstopp für russisches Öl in Europa.

EU-Außenbeauftragte Kallas drängt auf Sanktionen gegen Israel

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die deutsche Bundesregierung aufgefordert, geplante Handelssanktionen gegen Israel wegen der prekären humanitären Lage im Gazastreifen zu unterstützen. Wer die Maßnahmen ablehne, müsse Alternativen vorschlagen, sagte sie dem Sender Euronews. Die Sanktionen würden Israel empfindlich treffen, da die EU für rund ein Drittel des Warenhandels des Landes steht. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will die EU-Kommission bestimmte Handelsvereinbarungen aussetzen.

Porträtbild der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas im September 2025Bild: Laurie Dieffembacq/European Union 2025

Die EU ist im Umgang mit Israel tief gespalten. Unter anderem die Bundesregierung ist gegen die Maßnahmen und begründet dies damit, dass sie nicht zielgerichtet genug seien. Auf der anderen Seite steht zum Beispiel die spanische Regierung, die das Vorgehen der EU für viel zu zögerlich hält.

König Charles empfängt Trump zu Staatsbesuch

US-Präsident Donald Trump beginnt an diesem Mittwoch seinen Staatsbesuch in Großbritannien. Der 79-Jährige und seine Frau Melania, die bereits am Dienstagabend in England eintrafen, werden heute auf Schloss Windsor zunächst von Thronfolger Prinz William und dessen Frau Catherine begrüßt. Nach einer gemeinsamen Kutschfahrt mit König Charles III. ist für den Abend ein Staatsbankett geplant. Am Donnerstag trifft Trump den britischen Premierminister Keir Starmer, bevor er am Abend zurück in die USA reist.

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump laufen auf die Kamera zu, im Hintergrund das Flugzeug des Präsidenten
Ankunft von US-Präsident Donald Trump (Mitte) und First Lady Melania Trump im Vereinigten KönigreichBild: Evan Vucci/AP Photo/picture alliance

Er war bereits 2019 zu einem Staatsbesuch nach Großbritannien gereist. Trump ist der erste US-Präsident überhaupt, dem die Ehre eines zweiten Staatsbesuchs in Großbritannien zuteilwird.

Italien darf Verdächtigen im Fall Nord Stream ausliefern

Drei Jahre nach den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gaspipelines in der Ostsee darf ein Tatverdächtiger nach Deutschland ausgeliefert werden. Der Ukrainer Serhij K., der im August in Italien festgenommen worden war, könne überstellt werden, entschied ein Gericht in Bologna. Er selbst bestreitet die Anschuldigungen. Sein Anwalt kündigte Rechtsmittel beim Kassationshof in Rom an.

Gas steigt zur Meeresoberfläche auf
Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines im September 2022: Gas steigt zur Meeresoberfläche aufBild: Danish Defence Command/REUTERS

Die Bundesanwaltschaft legt dem 49-Jährigen verfassungsfeindliche Sabotage zur Last. Sie wirft ihm vor, er habe eine Gruppe koordiniert, die im September 2022 nahe der Ostseeinsel Bornholm mehrere Sprengsätze am Meeresgrund platzierte. Drei der insgesamt vier Pipelines wurden durch Explosionen schwer beschädigt. Russland hatte bereits zuvor die Lieferung von Gas durch die Nord-Stream-Röhren nach Deutschland eingestellt.

Bolsonaro wegen gesundheitlicher Beschwerden im Krankenhaus

Der wegen Putschplänen zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilte brasilianische Ex-Präsident Jair Bolsonaro ist mit akuten gesundheitlichen Problemen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sein Sohn sprach am Dienstag auf der Plattform X von einem "Notfall". Zeitweise habe Bolsonaro fast zehn Sekunden lang nicht atmen können. Er wurde unter Polizeibegleitung in eine Klinik gebracht, wo er die Nacht verbringen sollte.

Porträtbild von Brasiliens ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro
Brasiliens ehemaliger Präsident Jair Bolsonaro (Archivbild)Bild: Leandro Chemalle/TheNEWS2/ZUMA/picture alliance

Das Oberste Gericht Brasiliens hatte Bolsonaro in der vergangenen Woche für schuldig befunden, eine "kriminelle Organisation" angeführt zu haben, die seine Wahlniederlage 2022 gegen den heutigen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva durch einen Putschversuch rückgängig machen wollte.

pgr/jj/sth (dpa, afp, rtr)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.